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Kohl-Witwe kritisiert Berichterstattung und kündigt Stiftung in Deutschland an

Archivmeldung vom 08.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Maike Kohl-Richter (2017)
Maike Kohl-Richter (2017)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Maike Kohl-Richter, die zweite Ehefrau und Alleinerbin von Altkanzler Helmut Kohl, kritisiert die Berichterstattung über ihre Person: "Gucken Sie sich mal die Debatte um die Witwe an, die auf den Akten sitzt", sagte Kohl-Richter in einem exklusiven Deutschlandfunk-Interview: "das ist respektlos, das ist unwürdig und das schlimme ist: Es ist unwahr."

Kohl-Richter bekräftigte zudem ihre Pläne für die Gründung einer Stiftung. "Ich verstehe, dass die Menschen auf eine Helmut-Kohl-Stiftung warten." Vorher müsse sie jedoch den Rechtsstreit um das Buch "Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle" beenden. Darin wurden Zitate veröffentlicht, nach denen sich der Altkanzler abfällig über Politiker und Weggefährten geäußert haben soll. Kohl hatte dagegen geklagt, seine Witwe führt die Prozesse, die aktuell vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe liegen, nun fort: "Ich halte das für eine sehr gefährliche Zersetzungsstrategie", sagte Kohl-Richter zu den aus ihrer Sicht falschen Zitaten. Daher überlege sie auch, durch alle Instanzen zu gehen: "Wenn es sein muss und wenn es Sinn macht."

Sie will Ansprechpartnerin für den Nachlass sein: "Es geht nicht darum, dass ich alleine herrsche, was ja schon vermessen genug wäre." Eine Helmut-Kohl-Stiftung wäre die siebte sogenannte Bundesstiftung für ehemalige Politiker. Anders als Kohls Trauerakt, der im Parlament der Europäischen Union in Straßburg stattfand, solle die Stiftung in Deutschland angesiedelt sein: "Ich würde Helmut Kohl nicht sehr gerne aus Deutschland heraustragen", so Kohl-Richter im Deutschlandfunk. Ihr Mann habe immer sehr viel Wert auf Identität und Heimat gelegt. Eine solche Einrichtung könnte in Oggersheim stehen: "Man muss den Leuten auch eine Möglichkeit geben, mal ins Schlafzimmer zu gucken", so Kohl-Richter. Ein Museum solle es aber nicht werden, vielmehr eine Stätte, in die sich die Witwe Helmut Kohls aktiv einbringen will. Sie wolle nicht Museumswärterin werden, sondern habe den Anspruch mitzureden.

Über das Gespräch mit Maike Kohl-Richter berichtet unter anderem die Deutschlandfunk-Sendung Hintergrund von 18.40 bis 19.00 Uhr. Online ist das Interview ab sofort unter deutschlandfunk.de und in der Dlf Audiothek (App für iOS und Android) zu hören.

Die Sendung "Hintergrund" (Montag bis Sonntag um 18.40 Uhr im Deutschlandfunk) liefert Analyse zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen der Innen- und Außenpolitik. Zu ausgewählten Stichtagen und prägnanten historischen Ereignissen erscheint der "Hintergrund" als "Geschichte aktuell".

Mehr Informationen: www.deutschlandfunk.de/hintergrund www.deutschlandradio.de/apps

Quelle: Deutschlandradio (ots)

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