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"plan b" im ZDF: "Lust auf neues Leder"

Archivmeldung vom 05.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Thomas Lamparter (l.) will ein Leder aus Biohäuten herstellen. Er besucht den Bauer Willi Wolf (r.) auf dessen Weide in Hohenstein. Bild: ZDF Fotograf: Felix Franz
Thomas Lamparter (l.) will ein Leder aus Biohäuten herstellen. Er besucht den Bauer Willi Wolf (r.) auf dessen Weide in Hohenstein. Bild: ZDF Fotograf: Felix Franz

Leder gilt als nachhaltiger Naturstoff, doch Skandale um krebserregende Stoffe in Schuhen oder verseuchte Flüsse in Bangladesch haben die Branche in Verruf gebracht. Viele Menschen wollen Produkte kaufen, die tierfreundlich sind und umweltschonend hergestellt werden – mit pflanzlich gegerbten Häuten von Bio-Tieren oder mit veganen Alternativen, zum Beispiel Leder hergestellt aus Äpfeln oder Kakteen. "plan b" berichtet am Samstag, 9. Oktober 2021, 17.35 Uhr im ZDF, über "Lust auf neues Leder – Häute aus Apfel, Biobüffel und Kaktee".

"In der Lederindustrie ist über viele Jahrzehnte wenig passiert. Wir wollten eine Alternative finden, die unsere Ressourcen schont und weder dem Anwender noch dem Endverbraucher schadet", sagt Thomas Lamparter von der gläsernen Gerberei in Reutlingen. Im ehemaligen Herzen der deutschen Lederindustrie haben sie eine Methode entwickelt, die über Deutschland hinaus Aufsehen erregt: die Gerbung mit Olivenblättern. Das Laub der mediterranen Pflanze war bis dato ein Abfallprodukt der Ölproduktion, jetzt ist es der Grundstoff für eine Innovation.

Auch die Automobilbranche reagiert auf den wachsenden Wunsch der Kundschaft, ressourcenschonendere Autos zu fahren. In dieser Hinsicht spielt für viele Käuferinnen und Käufer auch die Innenausstattung eine immer größere Rolle. "Leder hat einen sehr hohen ökologischen Fußabdruck", erklärt Martina Gottschling, die für die Material-Innovation bei Volkswagen zuständig ist. Ihre jüngste Entdeckung ist ein Kunstleder aus Kaffeeresten. Auch in der Petrischale züchtet die Biologin neue Materialien für vegane und umweltschonende Autositze.

"Appleskin" heißt die Erfindung des Südtiroler Pioniers Hannes Parth. Für die innovative Leder-Alternative verwendet der Südtiroler den Trester, der bei der Produktion von Apfelsaft anfällt. Der Stoff ist in seiner Region in Hülle und Fülle zu haben – und viel zu schade für den Müll. Inzwischen ist die Apfelhaut ein beliebtes Material in der italienischen Mode-Industrie und wird von kleinen und großen Labels zur Herstellung hochwertiger Kleidung, Taschen und Portemonnaies verwendet.

Auch die Mexikaner Adrián López Velarde und Marte Cázarez wollen mit einer heimischen Pflanze den Ledermarkt erobern: Sie nutzen Kaktus als Grundstoff und sind überzeugt, dass ihr veganes Material ein Riesenpotenzial hat, denn die weltweite Nachfrage nach neuem Leder steigt stetig.

Quelle: ZDF (ots)

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