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"37°" im ZDF über ausländische Priester in Deutschland: Die "Gastarbeiter Gottes"

Archivmeldung vom 05.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: ZDF Fotograf: ZDF/Katharina Gugel
Bild: ZDF Fotograf: ZDF/Katharina Gugel

Fast jeder fünfte katholische Priester in Deutschland stammt heute aus Indien, Nigeria, Uganda oder Polen. Können die "Gastarbeiter Gottes" den Personalmangel der katholischen Kirche in Deutschland auffangen oder sorgen sie eher für Irritationen? Wie ist das, wenn man als Fremder plötzlich vor der neuen deutschen Gemeinde steht? Und wie ist es für die Gemeinde?

Katharina Gugel und Ulf Eberle berichten darüber für die ZDF-Reihe "37°" am Dienstag, 9. Februar 2021, 22.15 Uhr, in der Sendung: "Gastarbeiter Gottes - Für ein Halleluja um die halbe Welt": Zwei Jahre lang haben sie den Shreedhar Lankes aus Indien und Uchenna Aba aus Nigeria begleitet.

Shreedhar Lankes hatte sein Heimatland zuvor noch niemals verlassen. Jetzt soll er als "Import-Priester" dem Bistum Münster aus der Not helfen und am Niederrhein Gläubige betreuen. Was ihn in Deutschland erwartet, hat er nicht geahnt: Gottesdienste in halb leeren Kirchen, streikende Frauen, offene Kritik an Würdenträgern, Missbrauchsskandale. In Indien kamen die Gläubigen zu ihm, in Deutschland kommt niemand. Aber er hofft, dass er mit besseren Sprachkenntnissen den Menschen emotional näherkommen kann.

Auch Kaplan Uchenna Aba kam 2014 als "Import-Priester" nach Deutschland. "Es war hart am Anfang", sagt er. "Ich dachte, ich schaffe das nicht." Aber dann lernte er schnell die neue Sprache und startete eine Charme-Offensive in der neuen Gemeinde im niederrheinischen Pfalzdorf: Er singt afrikanische Lieder im Gottesdienst, witzelt in seiner Predigt über die Fußballbundesliga und geht als Vampir verkleidet im Karnevalszug mit. Jeder kennt Uche, wie er hier genannt wird. Keiner siezt ihn, und wer in Pfalzdorf oder einer angrenzenden Gemeinde heiratet, der möchte nur von ihm getraut werden. Viele, die sich von der Kirche abgewandt hatten, hat er schon zurückgeholt.

Quelle: ZDF (ots)


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