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MDR-Produktion „Lost Woman Art“ widmet sich systematischem Vergessen hochtalentierter Künstlerinnen

Archivmeldung vom 08.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Ein Selbstporträt Kiki Kogelniks in ihrem Studio Bild: ©MDR/Kiki Kogelnik Foundation Fotograf: ©MDR/Kiki Kogelnik Foundation
Ein Selbstporträt Kiki Kogelniks in ihrem Studio Bild: ©MDR/Kiki Kogelnik Foundation Fotograf: ©MDR/Kiki Kogelnik Foundation

Arte zeigt in der Erstausstrahlung die zweiteilige MDR-Dokumentation „Lost Woman Art – Ein vergessenes Stück Kunstgeschichte“ am 9. Juni 2021, ab 21.55 Uhr. Die vom MDR produzierte zweiteilige Dokumentation entdeckt die vergessenen Künstlerinnen der europäischen Kunstgeschichte neu: Seit jeher schreiben Frauen Kunstgeschichte und arbeiten auf Augenhöhe mit ihren männlichen Kollegen.

Doch sie spielen in der historischen Entwicklung bis heute eine Nebenrolle. Obwohl sie am Puls der Zeit sind und auch Stile prägen, fehlen ihre Namen im öffentlichen Bewusstsein – im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen.

Bis heute treten Frauen als stilprägende Ikonen der Kunstgeschichte kaum in Erscheinung, sind unterrepräsentiert in den Sammlungen der Museen und unterbezahlt auf dem Kunstmarkt. Mit der Dokumentation wird nun ein anderer, fast überfälliger Blick auf bekannte Kunstepochen gezeigt, die mit den immer gleichen Künstlernamen assoziiert werden und dabei viele Künstlerinnen verkennen.

„Lost Women Art“ fragt nach den Mechanismen des Erinnerns sowie des systematischen Vergessens, erzählt von visionären Frauen, die kühn und kompromisslos die Kunst ihrer Zeit entscheidend gestaltet haben. Gemeinsam mit Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern sowie Kuratorinnen und Kuratoren sowie wegweisenden Institutionen, die für mehr Wahrnehmung der Künstlerinnen kämpfen, zeigt „Lost Women Art“ berührende Frauenporträts.

Der erste Teil widmet sich dem weiblichen Aufbruch in der Kunstgeschichte. Von den Kunsthochschulen ausgeschlossen, erobern Künstlerinnen die Pariser Malsalons, organisieren sich in Künstlerinnenverbänden und emanzipieren sich gar vom Modell zur Künstlerin. Über inspirierende weibliche Schaffende wie Berthe Morisot, Suzanne Valadon, Julie Wolfthorn, Helene Funke, Natalija Gontscharowa und Hilma af Klint wird die Kunstgeschichte vom Impressionismus bis zur Abstraktion neu erzählt.

Der zweite Teil stellt Künstlerinnen vor, die selbstbewusst an den Kunstakademien studieren, impulsgebend Künstlergruppen prägen und das neue Medium erobern. Doch der Zweite Weltkrieg stürzt Europa in eine tiefe Zäsur, reißt unzählige Künstlerinnen und Künstler ins Vergessen und wirft die beginnende Emanzipation der Frau um Jahrzehnte zurück. Doch Künstlerinnen behaupten sich gegen alle Widerstände und machen Ungleichheit und Geschlechterkonstrukte zum Gegenstand ihrer neuen Kunst. Mit Germaine Krull, Leonora Carrington, Lotte Laserstein, Elfriede Lohse-Wächtler, Charlotte Salomon, Elisabeth Voigt, Kiki Kogelnik und Valie Export konzentriert sich die Doku auf Künstlerinnen vom „Neuen Sehen“ bis zur „Feministischen Avantgarde“.

Quelle: MDR Mitteldeutscher Rundfunk (ots)

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