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Deutschland dopt - "Wissenschaft am Donnerstag" in 3sat über Doping im Breitensport

Archivmeldung vom 11.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Stephanie  Hofschlaeger / pixelio.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Doping ist kein exklusives Phänomen des Profisports mehr, es hält immer mehr Einzug in den Freizeitsport. Der Deutsche Olympische Sportbund vermutet, dass etwa eine Million Deutsche zu verbotenen und leistungssteigernden Substanzen greifen.

Nachgeholfen wird mittlerweile in allen Sportarten, Altersgruppen und Bildungsschichten. Die Dokumentation "Deutschland dopt" von Johan von Mirbach und Stephan Arapovic zeigt, wie genau Doping im Breitensport abläuft und was die Gründe für eine Dopingkarriere sind. Welche gesundheitlichen Folgen sind zu erwarten? Was muss sich in unserer Gesetzgebung, vor allem aber in unserer Gesellschaft, ändern, damit der Freizeitsport wieder "sauber" wird?

Die Internationale Anti-Doping-Agentur WADA beziffert den illegalen Handel mit leistungssteigernden Mitteln auf über 15 Milliarden Euro weltweit. Über das Internet hat jeder leichten Zugang zu den Präparaten, die teilweise aus den USA, China oder Indien kommen. Doping war noch nie so einfach wie heute. Und die Amateur-Doper werden immer jünger. Auch im Jugend- und Schulsport wird mit leistungssteigernden Substanzen nachgeholfen.

Der sorglose Einsatz von Husten- und Schmerzmitteln kurz vor Wettkämpfen nimmt stetig zu. Dabei sind einige Mittel aus der Hausapotheke, wie beispielsweise Erkältungssäfte, bei Wettkämpfen verboten. Für den Diplom-Psychologen und Psychotherapeuten Werner Hübner wäre ein erster Schritt raus aus diesem Weg, dass man schon früh das Bewusstsein schult, dass es besser ist, "eine Schulnote 4 mit feuchten Händen zu bekommen als eine 2 mit Hilfe eines Arztrezepts."

Im Anschluss um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen über das Thema "Erfolg durch Doping": Darf der Mensch in der Leistungsgesellschaft überhaupt noch so sein, wie er ist? Statt Leistungsgrenzen anzuerkennen, wird der Körper des Sportlers optimiert.

Doping scheint nicht nur die konsequente Fortsetzung des Spitzensports mit illegalen Mitteln zu sein, sondern ist in vielen Bereichen des Lebens längst zu einem milliardenschweren industriellen Komplex geworden, der zum Kern des Wirtschaftsgeschehens in modernen Gesellschaften gehört. Von der Vorschule bis zum Grab ist der Mensch unter ständiger - und immer perfekter organisierter - Leistungskontrolle.

Wissenschaft am Donnerstag, 25. August 2016, 3sat, 20.15 Uhr: "Deutschland dopt", Wissenschaftsdoku, 21.00 Uhr: "scobel - Erfolg durch Doping", Gesprächssendung, Erstausstrahlungen

Quelle: 3sat (ots)

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