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Russische Wissenschaftler wollen Menschliche Organe im All züchten

Archivmeldung vom 29.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Screenshot: YouTube - Stimme Russlands
Bild: Screenshot: YouTube - Stimme Russlands

Wissenschaftler in Sibirien haben vor, einen Reaktor zu testen, in dem man bei Schwerelosigkeit menschliche Organe züchten und chemische Stoffe mit neuen Eigenschaften bekommen kann. Man kann darin sogar einen Außerirdischen klonen, behauptet man im Zentrum für Wirbeltechnologien in Nowosibirsk, wo die Forschung verwirklicht wird. Dies berichtet Jelena Kowatschitsch bei Radio "Stimme Russlands".

Weiter heißt es dort: "Stammzellen und Mikroteilchen werden im Reaktor mit dem Luftwirbel vermischt und auf diese Weise zusammengebracht. Denn sonst ist es bei Schwerelosigkeit ein Problem: Die Flüssigkeiten sind bei fehlender Schwerkraft nicht mehr flüssig, sondern bilden eine Kugel, die im Vakuum schwebt.

Das Versuchsmuster der Anlage wurde unter irdischen Verhältnissen bereits erfolgreich getestet, nun muss das Ganze im All wiederholt werden. Denn in der Schwerelosigkeit kann das Ergebnis unterschiedlich ausfallen, obwohl das Tornado-Prinzip höchstwahrscheinlich auch dort funktionieren würde, sagte der STIMME RUSSLANDS Juri Ramasanow, Direktor des Zentrums für Wirbeltechnologien:

„Wir haben einen Apparat entwickelt, der die Bewegung von Flüssigkeiten bei Schwerelosigkeit und Mikrogravitation ermöglicht. In der zweiten Jahreshälfte haben wir vor, diesen im fliegenden Labor des Gagarin Kosmonautenausbildungszentrums zu testen. Sollte sich alles zu mehr als 50 Prozent bestätigen, so kann man bei der ISS weitermachen, wo biologische Forschungen erfolgen sollen.“

Bei fehlender Schwerkraft laufen alle biologischen Prozesse anders ab als auf der Erde. Dadurch hat man die Möglichkeit, Lebensmittel mit neuen Eigenschaften und lebende Organismen zu bekommen. Daher auch die Idee, Organe zu züchten. Auf der Erde ist es die Schwerkraft, die die Schaffung dreidimensionaler Objekte verhindert, erklärt Juri Ramasanow:

„Auf der Erde fällt es dreidimensionalen Objekten schwer, nach allen Seiten hin zu wachsen, weil sie Kraft überwinden, die nach unten hin wirkt. Es wurden zwar Versuche unternommen, Mikrogravitation in irdischen Verhältnissen zu schaffen, doch es wurden bisher keine Erfolge in dieser Richtung erzielt. Es wird an der Züchtung von Organen gearbeitet, doch dreidimensionale Bioobjekte werden besser bei Schwerelosigkeit wachsen. Denn sie können es gleichzeitig in mehrere Richtungen tun, weil nun einmal keine dominierende Kraft da ist.“

Bald wird im Orbit möglicherweise ein Organismus „geboren“, der keinen irdischen Wesen ähnlich sieht. Es wird ein richtiger Außerirdischer sein, versichert Juri Ramasanow:

„Einen neuen lebendigen Organismus mit grundlegend neuen Eigenschaften zu züchten, ist durchaus möglich. In der Umlaufbahn wurden bereits Salmonellen-Bakterien gezüchtet. Als man sie dann zurück auf die Erde brachte, stellte sich heraus, dass das Bakterium nun 20 Mal gefährlicher wurde. Deswegen ist es möglich, Polymere mit neuen Eigenschaften zu bekommen. Höchstwahrscheinlich wird man auch lebendige Organismen züchten können.“

Die Entwicklung der Wissenschaftler aus Nowosibirsk hat auch einen rein praktischen Nutzen: Sie wird bei der Versorgung der Kosmonauten eingesetzt. Bereits heute, aber vor allem bei längeren Raumflügen, auf welche sich die Menschheit zurzeit vorbereitet, müssen die Abfälle, die unvermeidlich entstehen, verarbeitet werden. Dabei kann der sibirische Reaktor zum Beispiel Papiertaschentücher, die von der Crew benutzt werden, zu Glukose verarbeiten. Ähnliches kann man auch mit sonstigen Abfällen tun.

Die Tests des Reaktoren sind für die zweite Jahreshälfte 2013 angesetzt. „Dann wird sich auch herausstellen, ob wir den richtigen Weg gehen“, unterstreicht der Direktor des Zentrums für Wirbeltechnologien."

Quelle: Text Jelena Kowatschitsch - „Stimme Russlands"

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