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Modellstudie für Asteroid-Einschlag in Berlin und London erstellt

Archivmeldung vom 28.02.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.02.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Künstlerische Darstellung des Einschlags eines 1000 km großen Asteroiden auf der Erde im Präkambrium
Künstlerische Darstellung des Einschlags eines 1000 km großen Asteroiden auf der Erde im Präkambrium

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Britische Wissenschaftler haben das Ausmaß von Katastrophen eingeschätzt, die entstehen, sollten auf Großstädte der Welt, zum Beispiel auf Berlin und London, Asteroiden niedergehen. Eine entsprechende Modellstudie wurde in der Bibliothek elektronischer Preprints arXiv.org veröffentlicht, wie am Dienstag das Nachrichtenportal Lenta.ru berichtet.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" schreibt weiter: "Sollte es Berlin treffen, so würde der Himmelskörper laut dieser Studie für 3,5 Millionen Menschen der etwa 6 Millionen im Raum Berlin lebenden Menschen zum Verhängnis werden. In London mit seinen 13,9 Millionen Menschen würde eine derartige Katastrophe mindestens 8,7 Millionen Menschen den Tod bringen.

In beiden Fällen würden an der Einschlagstelle riesige Krater entstehen, und die zerstörenden Hauptfaktoren würden hierbei der starke Wind, die Einwirkung der Druck- und Hitzewelle sein.

Die Wissenschaftler stützten sich laut ihrer Studie bei den Berechnungen auf das Modell eines kugelförmigen Asteroiden mit 200 Metern Durchmesser und einer Dichte von 3,1 Tonnen je Kubikmeter. Ein solcher Asteroid würde bei einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Sekunde unter einem Winkel von 45 Grad auf der Erdoberfläche aufschlagen.

Zu derartigen Schlussfolgerungen seien die Forscher nach einer Computer-Modellierung unter Einsatz der Software ARMOR (Asteroid Risk Mitigation Optimization and Research) gelangt. Es sei auch der Fall modelliert worden, wo ein Asteroid in der Luft über den Städten explodiert, und eine Situation, wo der Niedergang eines Himmelskörpers eine Flutwelle auslöst.

Nach Experteneinschätzungen wird die Erde etwa alle 40.000 Jahre von einem Asteroiden mit etwa 200 Metern Durchmesser getroffen. Ein Asteroid mit 50 Metern im Durchmesser treffe unseren Planeten etwa alle 850 Jahre."

Quelle: Sputnik (Deutschland)