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Inflation in Amerika so hoch wie seit 25 Jahren nicht mehr

Archivmeldung vom 15.10.2005

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.10.2005 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Jens Brehl

Laut einem Bericht der Washington Post leidet Amerika an der größten Inflation seit 1980. Durch die Hurrikans Katrina und Rita kletterten die Energiepreise auf neue Rekordhochs.

Es gibt derzeit keine Zeichen der Entspannung in der amerikanischen Wirtschaft, welche zuletzt auch von den Naturgewalten stark angegriffen wurde. Die Verbraucher in Amerika werden mit höheren Preisen für Energie und Konsumgüter in nächster Zeit rechnen müssen, obwohl die Regierung Besserung verspricht. Wirtschaftswissenschaftler gehen jedoch davon aus, daß sich die Energiepreise für eine längere Periode auf dem hohen Stand halten werden. In den letzten 12 Monaten lag die Inflationsrate auf dem erschreckenden Niveau von 4,7 Prozent, allein im September wurde sie um 1,0 Prozent verstärkt. Die Regierung will derart eingreifen, daß Zahlungen an Hilfsbedürftige, wie z.B. Arbeitslose um 4,1 Prozent angehoben werden sollen. Soweit die Fakten aus dem Bericht der Washington Post.

Seit Jahren betreibt die Regierung der USA eine neue Methode der Entschuldung: Die Notenpressen laufen auf Hochtouren. Da sich damit der Wert des Dollars verringert, verringern sich im gleichen Maße auch die Lasten der Schulden. Ebenso hoft man das Außenhandelsdefizit wieder in den Griff zu bekommen, welches ebenfalls unter George Bush jun. ein Rekordniveau erreicht hat. Amerika muß sein Exportgeschäft ankurbeln, denn es werden seit Jahren mehr Waren importiert als exportiert. Ein starker Dollar ist Gift für den Export und China zum Beispiel möchte die Währung nicht weiter aufwerten. Daher ist nicht damit zu rechnen, daß die Regierung wirkungsvolle Maßnahmen gegen die Inflation einleiten wird. Im Gegenzug läßt sich Amerika den Irakkrieg und andere Konflikte viel Geld kosten, der Rüstungsetat wurde aufgestockt. Die Regierung täte gut daran, dieses Geld für die innere Reparatur zu verwenden. Die Bevölkerung wird immer unzufriedener und das Vertrauen in die Regierung schwindet merklich.

Wie wir bereits berichteten, steht in Amerika ebenfalls die Immobilienblase kurz vor dem Platzen. Deutliche Wertkorrekturen dürfen in nächster Zeit erwartet werden. Somit ist es um die wirtschaftliche Lage der USA alles andere als gut bestellt.

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