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USA auf Rekordkurs bei Ölproduktion

Archivmeldung vom 04.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Rekord: Die USA treiben die Ölproduktion voran. Bild: flickr.com/Reto Fetz
Rekord: Die USA treiben die Ölproduktion voran. Bild: flickr.com/Reto Fetz

Wenn es mit der Ankurbelung der eigenen Ölproduktion so weiter geht, könnten sich die USA schon bald zum absoluten globalen Top-Player entwickeln. Wie aus einem aktuellen Bericht der Energy Information Administration (EIA) hervorgeht, wurde im US-Bundesstaat Texas im vergangenen April erstmals seit den späten 1970er-Jahren die magische Marke von drei Mio. Barrel produziertem Öl pro Tag überschritten. Der statistische Arm der Energiebehörde Department of Energy weist dabei darauf hin, dass die texanische Ölwirtschaft mit diesem neuen Rekordwert schon beinahe das Niveau des zweitgrößten OPEC-Ölproduzeten, dem Irak, erreicht hat, der es im selben Zeitraum auf 3,2 Mio. Barrel täglich gebracht hat.

"Die Vereinigten Staaten befinden sich schon seit 2007 in einem Prozess der dynamischen Transformation im Bereich des Öl- und Gasgeschäfts", heißt es im EIA-Bericht. Angetrieben werde diese Veränderung vor allem durch den Einsatz einer neuen Technologie, die als "hydraulische Frakturierung" (auch "Fracking") bezeichnet wird und zunehmende horizontale Bohraktivitäten. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich unser Land dadurch spätestens bis zum Jahr 2020 von einem Netto-Importland in ein Netto-Exportland verwandeln wird, sobald die Produktionsmenge die Nachfrage aus dem Inland überschritten hat", so die Einschätzung der Experten.

Tiefstand bei Importen

Dass die US-amerikanische Wirtschaft sehr darum bemüht ist, im kommenden Jahr so wenig flüssigen Treibstoff importieren zu müssen wie möglich, ist bereits seit Längerem bekannt. Laut EIA-Prognose soll die Menge an importiertem Rohöl und anderen Petroleum-Produkten noch 2014 auf sechs Mio. Barrel pro Tag gesenkt werden. Dieser seit dem Jahr 1987 nicht mehr da gewesene Tiefstand macht gerade einmal die Hälfte der Menge aus, die zwischen 2004 und 2007 in die USA eingeführt worden ist. Die Experten rechnen damit, dass die Abhängigkeit von Einfuhren in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter abnehmen wird.

Selbstversorgungsquote von 90 Prozent

"Es ist davon auszugehen, dass die USA in puncto Ölproduktion im Jahr 2015 auch gegenwärtige Top-Energieproduzenten wie Russland und Saudi Arabien überholen wird", blickt die US-Energiebehörde hoffnungsvoll in die Zukunft. Vordergründiges Ziel sei es im Moment allerdings, die gewünschte Selbstversorgungsquote von 90 Prozent in diesem Bereich zu erreichen. "Wir nähern uns dieser Rate rapide an", betont das Department of Energy.

Der größte Anteil der US-amerikanischen Ölproduktion wird dabei eindeutig in Texas gestemmt. Dort werden mittlerweile rund 36 Prozent des landesweiten Öls hergestellt, wie die EIA vorrechnet. "Der südliche Bundesstaat hat damit seine Produktionsmenge im Laufe der vergangenen drei Jahre mehr als verdoppelt", so die Experten. Insgesamt haben die USA im April 2014 knapp 8,4 Mio. Barrel Öl täglich produziert.

Quelle: www.pressetext.com/Markus Steiner

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