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Die Umsteiger als Einsteiger: Franchise-Nehmer als Existenzgründer

Archivmeldung vom 21.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixabay.com
Bild: pixabay.com

Es gibt sehr viele gute Gründe, warum Menschen ernsthaft überlegen, sich selbständig zu machen. Die eigene Chefin oder der eigene Boss zu sein, steht dabei ganz oben auf der Liste. Aber auch eine Tätigkeit auszuüben, die den persönlichen Interessen und Talenten entspricht, macht den Gedanken attraktiv, sich unter die Existenzgründer einzureihen.

Der ebenso abgedroschene wie wahre Satz, dass selbstständiges Arbeiten bedeutet, selbst und ständig zu arbeiten, muss nicht schrecken. Der Gedanke an ein Gleichgewicht aus Arbeit und Freizeit ist damit nicht notwendigerweise vom Tisch. Im Gegenteil: Manche Formen der Selbstständigkeit eröffnen die Chance, nicht nur dem eigenen Biorhythmus besser zu folgen, sondern auch die Familienplanung endlich in einen realisierbaren Rahmen zu bringen.

Immer attraktiver werden für potenzielle Existenzgründer die Angebote von Franchise-Unternehmen, deren Zahl entsprechend beständig zunimmt. Der Deutsche Franchiseverband als Dachorganisation aller Anbieter von lizensierten Unternehmensideen weist in seiner jüngsten Statistik für das Jahr 2018 anhaltende Erfolge der Franchise-Ideen auf allen Gebieten aus (im Vergleich zum Jahr 2017): Die Zahl der am Markt angebotenen Franchise-Systeme legte um 2,2% zu und erreicht nun fast die Tausender-Marke, die Zahl der Franchise-Partner stieg um 3,6% auf 128.009, die der im Franchise-Bereich Beschäftigten erreichte 715.362 – und, last but not least: Der Gesamtumsatz der Franchise-Unternehmen stieg 2018 um fast 10% auf 122,9 Milliarden Euro.

In diesem riesigen Markt ist inhaltlich für jedes Talent und Temperament etwas zu finden, handwerklich orientierte Angebote ebenso wie Dienstleistungen, die besondere Kenntnisse erfordern (von der Finanzberatung bis zu vielfältigen Services des Gesundheits- und Wellness-Sektors). Was sie alle gemeinsam haben, ist der große Vorteil eines bereits erfolgreichen Geschäftskonzepts … inklusive der für viele Menschen immer wieder schwierig zu bewältigenden Seite der Öffentlichkeitsarbeit und der Werbung.

Um hier nicht den Überblich zu verlieren ermöglicht die neue deutsche Plattform PUNKT FRANCHISE ( https://www.punktfranchise.de/ ), Geschäftsideen und Franchise-Angebote in bestimmten Bundesländern, Landkreisen und Städten zu finden.

Der Franchisenehmer steigt nicht nur um in die Selbständigkeit, er steigt auch ein in ein fertiges System, indem er die vielfältigen Angebote des Franchise-Gebers und – vor allem – dessen Bekanntheitsgrad für sich nutzen kann. Das reduziert für den Existenzgründer nicht nur das Risiko, sich auf dem Markt der Informationen behaupten zu müssen. Es hilft ihm auch dabei, in Verhandlungen mit Geldgebern sein Startkapital zusammenzubringen.

Denn: Ein Franchise-Nehmer ist ein Existenzgründer wie jeder andere auch und wenn er das Kapital für seinen Beginn der Selbstständigkeit nicht zu Hause unter der Matratze liegen hat, muss er es sich bei Kreditinstituten besorgen. Die verlangen einen Businessplan … und zeigen sich durchaus erfreut, wenn sie feststellen, dass jemand in ein Franchise-Geschäft einsteigen will. Nicht nur, weil sich die betreffende Person die Unterstützung eines bereits funktionierenden Unternehmens sichert, sondern auch, weil die mit der Frage der Standortwahl verbundenen Risiken leichter einzuschätzen sind, wenn man es mit einer bereits bekannten Marke und daher auch mit bekannten Zielgruppen zu tun hat. Das alles macht die Arbeit für potenzielle Kreditgeber sehr viel einfacher.

Allerdings nur, wenn sich die Existenzgründer die Sache gut überlegt haben. Denn auch das beste Franchise-System versagt, wenn der Franchise-Nehmer seine Hausaufgaben nicht ordentlich gemacht hat – und das bedeutet vor allem: Wenn er nicht ehrlich mit sich selbst war, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten überschätzt hat.

Um es an einem vielleicht plumpen, aber trotzdem sinnvollen und nicht allzu weit von der Praxis entfernten Beispiel zu erläutern: Wer an einer Allergie gegen Tierhaare leidet, der sollte sich nicht als Tierbestatter versuchen wollen, auch wenn eine Marktanalyse ergeben hat, dass genau diese Dienstleistung in seiner Stadt fehlt.

Der erste und wichtigste Schritt zum Erfolg besteht also darin, sich einer gründlichen Analyse zu unterziehen, wobei die Einschätzungen über die eigene Person an dieser Stelle durch möglichst viele ernsthafte und nicht nur schmeichelnde Rückmeldungen aus dem persönlichen Umfeld ergänzt werden sollten.

Der zweite Schritt besteht darin, zu den persönlichen Fähigkeiten und Talenten die gewünschten Konditionen klar zu definieren: Wie viel ist man bereit zu leisten und was soll unter welchen Bedingungen dabei herausspringen? – Und schließlich: Welche Art der Unternehmung verspricht am gewünschten Unternehmensort dauerhaften Erfolg?
Mit den Antworten auf diese grundlegenden Fragenkomplexe ausgestattet, kann man sich nun auf die Suche nach geeigneten Unternehmungen machen, denen man sich als Partner anschließen könnte. Die Auswahl ist, wie bereits festgestellt, groß. Glücklicherweise gibt es aber – wie für fast jede Frage – im Internet Hilfe auf der Suche nach Antworten.

Als letzter Fakten-Abgleich empfiehlt sich ein Blick auf die Ergebnisse von Tests; denn auch Franchise-Unternehmen werden von deutschen Test-Instituten bewertet.

Die Zukunft gehört den Mutigen … aber nur denen unter ihnen, die wissen, was sie wollen und eine realistische Vorstellung davon haben, ob und wie sie es bekommen können.

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