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Fonds: Die Verkaufs-Show der ascent AG

Archivmeldung vom 13.08.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.08.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: ascent AG / GoMoPa
Bild: ascent AG / GoMoPa

Vor 19 Jahren leitete Rainer Thibaut noch ganz bieder eine Sparkasse im badischen Bruchsal, vergab Kredite und verwaltete Sparbücher. Heute steht der Banker in großen Sälen im Scheinwerferlicht und wirft mit einem Beamer stolz die Kennzahlen seines 1990 gegründeten Strukturvertriebes für Fonds an die Leinwand.

Die ascent AG aus Karlsruhe in Baden-Württemberg gehört nach eigenen Angaben mit heute 150.000 Kunden zu den Top 10 aller deutschen Finanzvertriebe. Kritiker werfen der ascent AG allerdings viel Verkauf mit hohen Fondskosten und wenig qualifizierte Beratung vor.

Thibaut beamt gern seinen Finanz-Award an die Wand. Das Hamburger Magazin Cash hat die ascent AG im Jahre 2008 zum vierten Mal in Folge zur Nummer 1 unter den 52 unabhängigen Fondsspezialisten in Deutschland gekürt. Kriterium war allerdings nicht die Qualität der Beratung, sondern einzig und allein der Umsatz. Die ascent AG hatte mit ihren 100 festen und 2.000 freien Mitarbeitern die höchsten Provisionserlöse aller Fondsspezialisten erzielt. 47,9 Millionen Euro im Jahre 2007, 41,3 Millionen Euro 2008. Dieses Jahr soll vor allem die neu eingeführte Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf Aktien-, Zertifikat- und Fondszinsen den Durchbruch bringen. Thibaut sagte bei der Preisverleihung zu Cash: "Laut Experten werden die Bundesbürger rund 200 Milliarden Euro umschichten. Dabei werden wir sie aktiv unterstützen."

Thibaut schichtet Geld von Sparbüchern, Bausparverträgen und kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherungen in Fonds um. Das erste Motto der ascent AG hieß: "Sachwert schlägt Geldwert". Seit neuestem lautet die Devise: "Investmentfonds für alle!" Und Thibaut wartet nicht, dass sich ein Kunde bei ihm meldet. Er führt im ganzen Land große Fondsshows auf. Dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net teilte Thibaut schriftlich mit: "Im gesamten Bundesgebiet werden monatlich über 150 öffentliche Fachvorträge durchgeführt."

Singles zahlen 8 Euro, Paare 13 Euro Eintritt. Es herrscht Krawattenzwang. Thibaut legt Wert auf darauf, dass es bei den Fachvorträgen auf keinen Fall um Verkaufstingelei gehe. Es gehe der ascent AG nur um Unterhaltung und Aufklärung.

Thibaut wörtlich: "Dabei handelt es sich ausdrücklich um keine Verkaufs-, sondern um unterhaltsame und verständliche Informationsveranstaltungen über Wirkungsweise und Einsatzmöglichkeiten von Investmentfonds. Von den Teilnehmern wird für die professionelle Beamerpräsentation mit ausgebildeten Fachreferenten ein Eintrittsgeld entrichtet."

Ein Mal im Jahr gibt es in der Karlsruher Kongresshalle sogar einen Investment-Kongress. 20 Mal im Jahr führt die ascent AG Investorenabende oder Businessmeetings (zur Anwerbung von Vermittlern) mit hochkarätigen Rednern durch. Letztes Jahr unterhielt die Gäste in Ludwigsburg und Graben-Neudorf (beide in Baden-Württemberg) der einstige baden-württembergische Ministerpräsident Professor Lothar Späth (71). Die humorvollen und anekdotischen Ausführungen Späths führten zur Erheiterung. Späth: „Bald gibt es 1,4 Milliarden Chinesen und 70 Millionen Deutsche. Da fallen wir unter die 5-Prozent-Klausel.“

Späth bekam dann aber doch noch die Kurve zur eigentlichen Zielrichtung der Veranstaltung: „Trotz eines nur geringen Lohnanstiegs hat sich die Sparleistung der Deutschen erhöht. Uns geht es trotz allen Gejammers besser als anderen Nationen“, resümierte Späth. „Und die Erbengeneration verfügt über viel Geld, das sinnvoll angelegt werden sollte, vor allem für die Altersversorgung.“ Das Pro-Kopf-Investmentvermögen betrage in Deutschland rund 7.500 Euro. In Ländern wie Großbritannien liege es wesentlich höher, in den USA sogar drei Mal so hoch. Die Altersvorsorge werde in anderen Ländern besser umgesetzt als bei uns – dieser Schritt stehe für Deutschland noch an.

Und da kommt dann die ascent AG ins Spiel. Auf der Startseite ihres Internetauftritts versucht die ascent AG auch gar nicht erst, irgendetwas zu verschleiern. Unter der Überschrift "Was Ihnen Ihre Bank und Versicherung nicht erzählt…" stellt der Umsatzsieger gleich klar, worum es bei den Fachvorträgen geht: "Wir zeigen Ihnen den Weg, wie Sie Ihr Geld genauso sicher, renditestark und staatlich kontrolliert anlegen können, wie es Ihre Bank und Ihre Versicherung ohnehin mit Ihrem Geld machen. Als unabhängiger Dienstleister optimieren wir auch Ihre bestehende private Geldanlage und Altersvorsorge - ohne finanziellen Mehraufwand lassen sich so auch bei geringen Beiträgen von 50 Euro monatlich oft 5- bis 6stellige Mehrgewinne erzielen! Wie - das zeigen wir Ihnen gerne auf einem von monatlich über 200 verbraucherorientierten Vorträgen - neutral, informativ, verständlich und unterhaltsam."

Nach zwei Stunden Anheiz-Show geht es dann ans Provisionsverdienen. Die Gäste sind jetzt nicht mehr Gäste, sondern Investoren.

Thibaut: "Nach den öffentlichen Fachvorträgen werden in der Regel Beratungsgespräche nachgefragt, um die persönliche Finanzsituation unentgeltlich analysieren zu lassen. Die Beratung erfolgt mit der Software ascent Beratungs- und Informationssystem (aBIS). In einem detaillierten Analyseprozess werden alle Anlagen und Ziele der Investoren aufgenommen.

Wir erstellen ein Investorenprofil (sicherheitsorientiert, ausgewogen oder dynamisch). Ein Portfolio-Tool in aBIS erstellt in Abhängigkeit des Profils, der Anlagesumme, des Anlagehorizontes und der bestehenden beziehungsweise verbleibenden Anlagen einen Vorschlag als Diskussionsgrundlage. Dieser Vorschlag kann akzeptiert oder nach Wünschen der Investoren abgeändert werden. Am Ende des Gesprächs erhält der Investor ein detailliertes Protokoll über die gesamte Beratung inklusive der gefundenen Ergebnisse, alle Produktabschlüsse und Fondsfactsheets der gewählten Investments."

Aber gerade diese Beratung (die Kosten betragen nach einer Empfehlung des Bundes der Sparer zwischen 75 und 150 Euro) wird immer wieder als mangelhaft empfunden. Ein leitender Angestellter (52) beschreibt seine Erfahrung gegenüber GoMoPa so: "Ich wollte einen Einmalbetrag von 420.000 Euro anlegen und zusätzlich 500 Euro monatlich einzahlen. Aber Beteiligungen und steueroptimierende Anlagen waren Fremdwörter. Die Berater hatten keine Portfoliosoftware. Ich bin dann zu einem Wirtschaftsberater mit Zertifikat gegangen. Der beriet mich umfassend und war zudem preiswerter. Ich sparte am Ende eine Menge Geld, denn im Gegensatz zu den Fonds, die die ascenta AG vertreibt, gab es in seinen Fonds gar keine Ausgabenaufschläge mehr."

Thibaut: "Die ascent AG vermittelt als HGB § 34 c und d Vermittler ausschließlich offene Publikumsfonds mit entsprechender ISIN (International Security Identification Number) und Fondspolicen. Beteiligungen und Anlagen mit dem Ziel der Steueroptimierung werden nicht vertrieben. Neben den Einmalanlagen werden Renten- und Fondspolicen vertrieben, sowie Versicherungsprodukte wie zum Beispiel Berufsunfähigkeitsversicherungen, Unfallversicherungen, Risikolebensversicherungen."

Der ascenta AG wird vorgeworfen, vorwiegend ihren am 10. September 2007 eingeführten Dachfonds Multireturnfund (ein Mischfonds aus Aktien und Anleihen aus aller Welt) mit hohen Kosten zu verkaufen.

Eine Besucherin eines kostenpflichtigen Fachvortrages sagte im Anschluß: "Absatzbooster ist momentan die kommende Abgeltungssteuer, als Reaktion hierauf soll vorwiegend der hauseigene Dachfonds an den Mann und die Frau gebracht werden - soviel zum Thema unabhängig. Gerade bei diesem Produkt ist zu beachten, dass doppelt Verwaltungsgebühren anfallen, einmal nicht unerheblich für den Dachfonds und natürlich für jeden einzelnen Fonds im Portfilio. Liegen die Kosten bei 3 Prozent der Gesamtsumme, so liegen wir schon auf Höhe der Abgeltungssteuer - nur diese fällt ausschließlich an, wenn Gewinne realisiert werden, die Fondsgebühren fallen jedoch jährlich, auch in schlechten Zeiten, an.

Mein Tip (GoMoPa-Pressemitteilung über ETFs Exchange Trade Funds): Wer sich für Fonds interessiert, sollte auf veröffentlichte Bestenlisten schauen und darauf achten, bei welcher Onlinebank der geringste Ausgabeaufschlag dafür anfällt. Wer mit den Fondsgebühren nicht einverstanden ist (diese lassen den Fonds normalerweise schlechter laufen als der jeweils zuordnenbare Index), sollte sich auch Indexzertifikate anschauen, das sind quasi Fonds mit minimalen Gebühren. Und mit Rentenversicherungen wird sich der örtliche unabhängige und hauptberufliche Versicherungsmakler besser auskennen als ein angelernter ascent Mitarbeiter."

Thibaut: "Wegen der raschen Expansion wurde 1998 die Umwandlung des Unternehmens von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft vorgenommen. 2001 wurde die heutigen Hauptverwaltung in Karlsruhe/Neureut erworben. Die hauseigene ascent Akademie wurde gegründet. 2003 wurden die eigene Beratersoftware und Finanzanalyse implementiert sowie die hauseigenen Prüfungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für die unabhängigen Geschäftspartner eingeführt.

Die ascent AG ist unabhängig und objektiv in der Fondsberatung. Der ascent Investment Research besteht aus TÜV Süd zertifizierten Fondsspezialisten (Standard AKD 0506), die bei dem Fondsauswahlprozess zusätzlich den strengen Kriterien des TÜV Süd folgen. Monatlich wird eine Watchlist geprüfter und geeigneter Investmentfonds erstellt, die den Beratern eine Orientierung bei der Beratung bietet. Eine weitreichende langjährige Kooperation mit Morningstar wurde vereinbart, um die professionelle Software Fondsanyalyst als ascent Standard bei den Beratern einzusetzen. Dabei integriert Morningstar auch von ascent aufbereitetete und erstellte Fondsdaten, wie zum Beispiel ascent Rang, ascent Stabilität, ascent Performance, ascent Beurteilung sowie weitere quantitative und qualitative Informationen aus dem Research der ascent AG.

In den Portfolios der Investoren kommen auch der MultiLeadersFund und MultiReturnFund zum Einsatz. Der MultiLeadersFund ist ein globaler und dynamischer Dachaktienfonds der Kapitalanlagegesellschaft cominvest. Die ascent AG hat für diesen Fonds das Exklusiv-Vertriebsrecht. Der Ausgabeaufschlag beträgt 5,25 Prozent und die Verwaltungsgebühr 1,90 Prozent.

Der MultiReturnFund ist ein sicherheitsorientierter Superfonds der Kapitalanlagegesellschaft Universal mit einem Ausgabeaufschlag von 2 Prozent und einer Verwaltungsgebühr von 0,95 Prozent. Der MultiReturnFund kann deutschlandweit bei allen Banken und Finanzdienstleistern erworben werden. Die Kostensituation der beiden Fonds liegt in der Branchennorm beziehungsweise am unteren Ende. Für 2010 ist beim MultiLeadersFund eine Reduktion der Verwaltungsgebühr geplant."

Allerdings gilt die ascent AG nicht als wirklich frei, insbesondere Riesterprodukte werden überwiegend von dem gute Provisionen zahlenden DWS verkauft

Ein Fachvortragsbesucher sagte über die ascent AG: "Ein Strukturvertrieb wie jeder andere. Der angeblich frei ist, aber es ist schon komisch, wenn ich Leute sehe, die Riester von ascent haben, die bei jedem Kunden DWS Fonds beinhalten. Echt frei! Genauso Skandia, ein Partner der Ascent. Ich hatte selber eine Skandia Versicherung. Eine der schlechtesten Fondspolicen, die ich hatte!"

Thibaut: "Die ascent AG bietet im Bereich Riester Rente neben der DWS Premium Riester Rente (Depotlösung) auch die aktuellen Riester - Tarife folgender Versicherungen (Versicherungslösung) an: Fingro, HDI - Gerling, Nürnberger, Skandia. Aufgrund des individuellen Anlagekonzeptes und der gegenüber von Versicherungen vergleichsweise niedrigen Kosten entscheidet sich die Mehrheit unserer Kunden für die Depotlösung der DWS. Die Produkte wurden im Vorfeld kritisch durchleuchtet und vom Produktmanagement ins Portfolio der ascent AG aufgenommen."

Die ascent rechnet ihren Zuhörern gern hohe Renditen vor

Ein Veranstaltungsvesucher in der Residenzgaststätte Würzburg erinnerte sich an auf Fakten basierende Hochrechnungen, die in Millionengewinne mündeten: "Bestes Beispiel: Der Investmentfonds der Firma PIONEER-Fonds, gegründet in 1928. Es wurde in einem Balkendiagramm dargstellt, welchen Gewinn (über 1.000.000 Euro) man hätte haben können, falls man bereits 1928 mit einmaliger Investion von 2.500 Euro eingestiegen wäre. Nun, ich denke es ist offensichtlich, dass diese Darstellung sehr weit hergeholt wurde. Man bedenke, die durchschnittliche Lebenserwartung eines Deutschen liegt zirka bei 75 Jahren. Mal ganz abgesehen davon brauchen die wenigsten Menschen erst im Alter von 81 Jahren ein Geldpolster."

Eine Kundin, die schlecht beraten wurde, musste sich eine Entschädigung vor Gericht erkämpfen

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat schließlich die ascent AG mit Urteil vom 24. März 2005 (Az: 11 U 31/04) zu Schadensersatz verurteilt. Die Gesellschaft musste für die fehlerhafte Beratung eines Vermittlers haften. Laut Angeben der Rechtsanwaltskanzlei Tilp aus Tübingen (Baden-Württemberg) hatte die Frau Anteile von Branchen- und Länderfonds gekauft und sich vorher von einem Vermittler beraten lassen. Dieser hatte, nach Auffassung der Richter, jedoch im Gespräch nicht ausreichend auf die Risiken der Fonds hingewiesen. Die Tübinger Anlegeranwältin Dr. Petra Dietenmaier von der Kanzlei Tilp, die die Klägerin in diesem Fall vertreten hatte, argumentiert: „Wenn es um die Umschichtung eines erheblichen Vermögensanteils geht, muss der Berater sehr deutlich auf die Risiken hinweisen. Mit ihrem Urteil sind die Richter dieser Begründung gefolgt.“

Im konkreten Fall, so die Anwältin, habe der betroffene Berater seiner Kundin eine Vergleichsberechnung vorgelegt, in der eine jährliche durchschnittliche Wertsteigerung von zehn Prozent angenommen wurde. Die Richter jedoch kritisierten, dass damit nicht eindeutig auf das bestehende Verlustrisiko hingewiesen wurde. Zwar habe die Anlegerin eine Erklärung mit der Überschrift „Bestätigung und Risikohinweise zur Anlage in Fonds“ unterschrieben, ausreichende Risikohinweise habe diese Erklärung allerdings nicht enthalten. Damit sei sie auch kein Beleg für eine ausreichende Risikoaufklärung.

Dr. Dietenmaier habe vor allem den Hinweis des Beraters, „die Anlegerin müsse die Fondsanteile nur lang genug halten, dann würden sie mit Sicherheit Gewinn abwerfen“, kritisiert. „Das war schon im Ansatz völlig verfehlt, zumal meine Mandantin bereits älter ist“, erklärt die Rechtsanwältin. Im Laufe des Verfahrens, so Dr. Dietenmaier, habe die ascent AG auch versucht, der Anlegerin ein Mitverschulden vorzuwerfen, weil diese die Fonds nach wenigen Jahren schon wieder verkauft habe. Hätte sie die Fondsanteile länger gehalten, so die Argumentation der Karlsruher, wäre der Schaden nicht eingetreten. Die Richter seien dieser Argumentation allerdings nicht gefolgt. Die Revision wurde nicht zugelassen.

Thibaut verweist seine Zuhörer gern auf das Qualitätssiegel der ascenta AG: "Vom Bund der Sparer e.V. empfohlen"

Der Titel klingt gut. Aber die Verbraucherzentrale Hessen warnt ausdrücklich vor diesem Bund der Sparer (BdS) aus Starnberg in Bayern. Beim BdS handele es sich statt um einen Verbraucherschutzbund in Wirklichkeit um einen gewerblichen Anbieter, der hochprovisionierte Struktursvertriebsprodukte verkauft. Das BdS-Siegel kann man sich für einen Jahresbeitrag von 20 Euro kaufen, wenn man als Vermittler auf klassische kapitalgebundene Versicherungen und Immobilienfonds im Verkauf verzichtet.

GoMoPa wollte von Rainer Thibaut wissen, ob der Direktor der James Denverson Corporation, Rudolf Goebel, wirklich Berater der ascent AG ist. Schließlich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die James Denverson Corporation wegen bandenmäßigen Betruges (Vorgaukelung von Anlagen). Was können oder wollen Sie speziell von Rudolf Goebel lernen?

Thibaut: "Es gibt einen selbstständigen Handelsvertreter mit dem Namen Rudolf Goebel. Er befindet sich in Ausbildung und hat nach unseren Informationen bisher keine Beratungen durchgeführt. Umsätze auf seinen Namen haben wir ebenfalls nicht zu verzeichnen. Die ascent AG hat keinerlei Verbindung mit der James Denverson Corporation."

GoMoPa: Was sind Ihre nächsten Firmenziele?

Thibaut: "Die Ziele des Unternehmen liegen im weiteren organischen Wachstum, Gewinnung neuer Geschäftspartner und deren fundamentalen Ausbildung zum Berater mit IHK Prüfung. Weiterhin engagieren wir uns mit der FINTAC e.V. für die Fortbildung unserer Berater zum TÜV Süd zertifizierten Fondsspezialisten. Derzeit lassen wir den Fondsauswahlprozess durch den TÜV Süd prüfen. Die Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer wird intensiviert. Mehrere Führungskräfte der ascent AG sind bereits in verschiedenen IHK Prüfungsausschüssen aufgenommen worden und prüfen bundesweit Auszubildende aller Banken und Finanzdienstleister Deutschlands bezüglich Fachkompetenz und Beratungsqualität. Die Zusammenarbeit mit Morningstar bezüglich Fondsrating und –ranking wird ausgebaut. Die Position als Marktführer wird gestärkt, Qualität steht vor Masse, Beratung vor Verkauf.

Als Referenzen stehen namhafte und langjährige Kooperationspartner zur Verfügung. Diese verlässlichen Partnerschaften beruhen auf Vertrauen und professioneller Kompetenz. Hier seien nur beispielhaft mehrere Hauptpartner genannt: Canada Life, WWK, Skandia, aspecta und Nürnberger auf der Seite der Policenanbieter sowie Fidelity, Franklin Templeton, Pioneer, Universal, AXA Investment Managers und Allianz Global Investors auf der Seite der Investmentspezialisten."

GoMoPa: Herr Thibaut, wir danken für das Interview. 

Quelle: GoMoPa (Siegfried Siewert)