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Fehlende Internetpräsenz sorgt für schlechten Umsatz

Archivmeldung vom 06.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Julien Christ / pixelio.de
Bild: Julien Christ / pixelio.de

Umfragen zufolge recherchieren 80% der 18-39-Jährigen online, wenn sie eine Dienstleistung suchen. Sei es ein nahgelegener Arzt, ein Handwerker oder die nächste Werkstatt, das Internet ist für viele die erste Anlaufstelle. Nachschlagewerke wie die Gelben Seiten oder auch Zeitungsinserate werden in dieser Altergruppe kaum bis gar nicht verwendet.

Auch Arztpraxen passen sich diesen Veränderungen nun immer weiter an. Im Jahre 2011 waren es etwa 35% der Ärzte, die für ihre Praxis eine Internetpräsenz eingeführt hatten, während der heutige Stand etwas mehr als 60% beträgt. 87% der Befragten betreiben ihre Webseite dabei ausschließlich aus dem Grund, über Google gefunden werden zu können. Wichtig für eine Webseite von Ärzten ist vor allem, dass diese authentisch wirkt und nicht zu werblich. Nichtsdestotrotz schalten einige Mediziner sogar Anzeigen in Suchmaschinen, um auf sich aufmerksam zu machen. Forsa-Umfragen zeigen, dass hingegen Handwerker in diesem Bereich weit hinterherhinken. Über die Hälfte der deutschen Handwerksbetriebe besitzt auch im Jahre 2013 keine Internetpräsenz. Von denjenigen, die eine Webseite betreiben, bieten lediglich 15% auch eine mobile Version ihrer Webseite an. Somit werden 80% der Kunden in der Altersgruppe von 18-39 Jahren erst gar nicht in den Kundenkreis der Unternehmen aufgenommen, da für sie der Informations- und Beratungsanspruch komplett wegfällt. Als Begründung für eine fehlende Online-Präsenz nannten die befragten Unternehmen zu geringe Mittel. So verfügt der Großteil der Handwerksbetriebe lediglich über 1.000 Euro Marketing-Budget im Jahr. Dies reicht in ihren Augen nicht für eine Internetpräsenz aus. Das Fehlen einer Internetpräsenz sorgt hier für einen Teufelskreis: Da der Kundenkreis nicht erweitert wird, verändert sich auch das Budget nicht positiv und an der Situation ändert sich nichts. Bei 53% der Ärzte, die sich schließlich doch für eine Eintragung in Online-Branchenverzeichnisse entschieden, konnte ein Kundenanstieg von etwa einem Drittel verzeichnet werden. Facebook und andere soziale Netzwerke sind hierbei noch nicht in den Prozess eingebunden, vielmehr spielt Google Maps eine entscheidende Rolle darin von Kunden gefunden zu werden.

Möglichkeiten für Betriebe mit kleinem Budget

Für die Betriebe, die weder die nötigen Mittel noch die richtige Menge an Personal haben, bestehen andere Möglichkeiten sich eine Präsenz im Internet einzurichten. So sind Profile bei Facebook, Twitter oder Google+ weder teure noch zeitaufwändige Methoden. Auch mithilfe des Baukastenprinzips von Domain Hostern wie 1und1 können sich kleine Firmen leicht eine eigene Webseite zur Kundengewinnung schaffen. Weiterhin gibt es Ausschreibungsportale, auf denen sich kleine Handwerksbetriebe registrieren können, um sich eine Sichtbarkeit im Netz zu schaffenn. Das Internet wird immer mehr genutzt, und wer als Unternehmen auf einen ausreichenden Kundenkreis zurückgreifen will, der kommt nicht mehr lange daran vorbei auch im Netz ausfindig gemacht werden zu können.

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