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Milliardensegen in Mainz: Biontech-Gewinn schnellt um knapp 68.000% nach oben

Archivmeldung vom 02.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Marko Aliaksandr/Shutterstock/Reitschuster/Eigenes Werk
Bild: Marko Aliaksandr/Shutterstock/Reitschuster/Eigenes Werk

Wohl dem, der früh genug auf die Produktion von Corona-Impfstoffen gesetzt hat – und dies mit seinem Gewissen vereinbaren konnte. Biontech-Mitbegründer Uğur Şahin hat dies zum Multi-Milliardär gemacht. 2021 lieferte sein an der Goldgrube 12 in Mainz domizilierendes Unternehmen mit seinem US-Partner Pfizer rund 2,6 Milliarden Dosen des Coronaimpfstoffs Comirnaty in mehr als 165 Länder und Regionen weltweit. Dies berichtet Daniel Weinmann auf dem Portal "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Weinmann: "Damit erwirtschaftete Biontech einen Nettogewinn von 10,3 Milliarden Euro – rund 678mal mehr als im Jahr zuvor, als unter dem Strich 15,2 Millionen Euro übrigblieben. Der Umsatz sprang auf 18,98 Milliarden Euro von gut 482 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Bizarr: Der gesamte Überschuss wurde von den Steuerzahlern Europas bezahlt. Berlin steuerte darüber hinaus 375 Millionen Euro an nicht rückzuzahlenden staatlichen Fördermitteln bei – und nahm Biontech gleich die Haftung für etwaige Impfschäden ab. Da alles so gut für Firmenlenker Şahin und dessen Ehefrau Özlem Türeci lief, erhielten sie obendrein vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz.

Kursverlauf der Biontech-Aktie gleicht Achterbahnfahrt

Der hoch verschuldeten rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt bescherten die Milliarden im vergangenen Jahr ungeahnte Steuermehreinnahmen. Für 2021 erzielte Mainz vorläufigen Schätzungen zufolge einen Haushaltsüberschuss von knapp 1,1 Milliarden Euro. Rheinland-Pfalz mutierte dank Biontech im Finanzausgleich der Bundesländer vom Nehmer- zum Geberland.

Der Kursverlauf der Biontech-Aktie machte indes längst nicht alle Aktionäre glücklich. Von etwa 30 Euro zum Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 vervielfachte sich der Preis für einen Anteilsschein bis Anfang August vergangenen Jahres auf rund 380 Euro. Danach setzte eine Talfahrt ein, die bis Anfang November zu einer Kurshalbierung führte.

Die Ausbreitung der Omikron-Variante beglückte Anleger in der Folge mit einem Kursplus von mehr als 60 Prozent binnen drei Wochen. Wer dann nicht verkaufte, schaut heute allerdings in die Röhre: Die Biontech-Aktie ging einmal mehr in den freien Fall über – und wechselte zuletzt für gut 160 Euro ihre Besitzer.

Lieferverträge über rund 2,4 Milliarden Impfdosen für dieses Jahr

Nicht wenige Börsianer fragen sich, warum die bereits unterschriebenen Kaufverträge den Kurs nicht beflügeln. Schließlich haben die Mainzer und ihr US-Partner Pfizer für dieses Jahr Lieferverträge über rund 2,4 Milliarden Impfdosen unterzeichnet, während sich der Impfstoff-Umsatz zwischen 13 und 17 Milliarden Euro bewegen soll.

Noch im April sollen erste Daten der klinischen Studie zur Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit eines auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Impfstoffs veröffentlicht werden. Zudem, so hieß es in Mainz, sollen weitere Impfstoffkandidaten, u.a. gegen Grippe und Gürtelrose, geprüft werden.

Da der weitaus größte Teil des Biontech-Business jedoch auf Corona-Vakzinen beruht, wird vor diesem Hintergrund schnell deutlich: Anleger werden wohl nur dann Grund zur Freude haben, wenn sich die Fürsprecher für eine allgemeine Impfpflicht durchsetzen. Ob sich die mit einem nach wie vor nur bedingt zugelassenen Impfstoff erzielten Kursgewinne mit einem reinen Gewissen vereinbaren lassen, steht gleichwohl auf einem anderen Blatt."

Quelle: Reitschuster

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