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Prof. Dr. Lothar Späth: "Der Mittelstand wird Deutschland aus der Krise führen"

Archivmeldung vom 04.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Zahlreiche Zuhörer folgten auf dem ANZAG Apotheker-Forum den Ausführungen von Prof. Dr. Lothar Späth zum Thema "Unternehmen im Wandel - Visionen für morgen". Bild: ANZAG
Zahlreiche Zuhörer folgten auf dem ANZAG Apotheker-Forum den Ausführungen von Prof. Dr. Lothar Späth zum Thema "Unternehmen im Wandel - Visionen für morgen". Bild: ANZAG

Die Rückbesinnung auf den Mittelstand wird Deutschland den Weg aus der Krise weisen, sagte Prof. Dr. Lothar Späth beim 2. Apotheker-Forum der Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) in Frankfurt. Dieser sei schon heute der Motor der Wirtschaft und besitze die notwendige Flexibilität und Innovationskraft.

Angesichts der Altersstruktur in Deutschland werde stattdessen die Dienstleistungsbranche mehr und mehr zum Treiber der Wirtschaft. Späth: „Sie können machen was sie wollen, aber ein 90-jähriger wünscht sich zum Geburtstag selten einen Sportwagen, sondern er braucht Pflege, Gesundheitsdienstleistungen und andere Services.“ Im Wandel von der Produktions- zur Dienstleistungsgesellschaft liegen auch Chancen für die selbstständige Apotheke. „Wenn Sie mal über Ihre Zukunft nachdenken, dann werden Sie feststellen, dass Ihre wachsende Kundschaft ältere Leute sind, die mehr Geld ausgeben wollen für ihre Gesundheit, mehr als der Gesetzgeber vorgesehen hat.“ Unter dem Stichwort „Customer Care“ traut er dem Apotheker zu, Ideen schnell und flexibel in neue Angebote umzusetzen. Auch durch das hohe Veränderungstempo bei Produkten werden Beratungsleistungen immer wichtiger, so Späth.

Durch die zurückgehende Beschäftigung und die sinkenden Reallöhne werde sich zudem die Finanzlage der Renten- und Krankenversicherung weiter verschärfen. In Zukunft würden die Sozialsysteme nur noch eine Grundsicherung bieten. Späth rechnet damit, dass es ergänzend mehr und mehr Zusatzsysteme gibt mit denen weitere Leistungen zugekauft werden könnten.

Denkbar sind für ihn auch solidarische Modelle, in denen sich Menschen Ansprüche für Sozialleistungen erarbeiten. „Es wird junge Alte geben, die sich um die alten Alten kümmern, damit ihnen später auch geholfen wird,“ so Späth. „Jetzt müssen wir uns fragen, wie die Gesellschaft verändert werden muss, damit sich diese ethische Vorstellung einer solidarischen Gesellschaft realisieren lässt.“

Blick über den Tellerrand

Den krönenden Abschluss des Forums bildete der 5. Deutsche Apothekerball in der Alten Oper in Frankfurt mit mehr als 1.700 Gästen. Die Gala hat sich in den letzten Jahren als übergreifende Kommunikationsplattform für die selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker sowie für Vertreter aus Politik, Wirtschaft und dem Gesundheitswesen etabliert. Durch das hochkarätige Programm führte die Moderatorin und Journalistin Nina Ruge. Ein Highlight des Abends war der Auftritt der deutschen Pop- und Soulsängerin Sarah Connor. Darüber hinaus nahmen zahlreiche Prominente am Apothekerball teil – neben Steffi Jones, erfolgreichste deutsche Fußballspielerin und Präsidentin des Organisationskomitees für die Frauenfußball-WM 2011 auch der Weltklasseschiedsrichter Urs Meier.

In Zeiten großer Veränderungen ist der Austausch innerhalb der Branche wichtiger denn je, erläuterte Dr. Thomas Trümper, Vorstandsvorsitzender der ANZAG, die Zielsetzung des Apotheker-Forums. „Aber wir wollen nicht über fachspezifische Fragen – wie Apothekenketten und Fremdbesitzverbot – sprechen, sondern einen Blick über den Tellerrand werfen und uns mit den relevanten Zukunftsfragen befassen.“ 

Quelle: Andreae-Noris Zahn AG

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