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Nach „Öl-Schock“: Gold bleibt Gewinner

Archivmeldung vom 25.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gold
Gold

Bild: pixelio.de, Thorben Wengert

Der Öl-Preis liegt am Boden – und Gold steigt weiter auf ungeahnte Höhen. So lautet das Fazit auf dem Finanzparkett zum Ende dieser Woche. „Goldpreis könnte bald auf bis zu 10.000 US-Dollar je Unze steigen“, prophezeit ein Edelmetall-Experte. Dies wäre ein Anstieg um fast 20 Prozent. Medien berichten von einem „Ansturm auf Goldhändler“. Das schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter ist auf der deutschen Webseite zu lesen: "„Neben der eigentlichen Corona-Pandemie haben insbesondere die staatlichen Lockdown-Maßnahmen die Wirtschaft schwer beschädigt“, berichtete ein Goldmarkt-Experte diese Woche dem Wirtschaftsmagazin „Wallstreet-Online“. Solange die Krise um die neue Lungenkrankheit Covid-19 sich nicht aufkläre, erscheine die Flucht „in physisches Gold vor allem deshalb rational, weil es (...) im Gegensatz zur Geldmenge nicht beliebig vermehrt werden kann. Das sollte dem Goldpreis perspektivisch weiteren Auftrieb geben. Auch gegen den US-Dollar sind Allzeithochs in greifbarer Nähe.“

Momentan kostet eine Feinunze Gold am Markt etwa 1733 Dollar, umgerechnet sind das rund 1600 Euro.

Experten: „Öl-Anleger mussten jetzt Gold verkaufen“

Der Goldpreis war Anfang der Woche zwischenzeitlich etwas abgestürzt, hat sich aber innerhalb von wenigen Tagen wieder erholt – und seitdem sogar schon wieder kräftig zugelegt. Die Gründe dafür liegen auch in der aktuellen Erdöl-Krise.

Viele Anleger im Öl mussten zu Beginn dieser Woche „ihre Edelmetall-Bestände zur Deckung der Verluste verkaufen“, wie die „Finanzmarktwelt“ am Donnerstag berichtete. Aber jetzt, da sich der Ölpreis „auf einem erschreckend niedrigen Niveau“ stabilisiert habe und wieder etwas ansteige, könne auch der Goldpreis wieder aufatmen und nach oben gehen. Das Edelmetall konnte demnach „angesichts der höheren Risikoversion an den internationalen Finanzmärkten an seine Vortagesgewinne anknüpfen“.

Kostet Gold bald über 10.000 Dollar?

Der Goldpreis hat laut internationalen Finanzmedien () innerhalb der letzten zwölf Monate „um mehr als ein Drittel zugelegt“. Der kräftige Preisschub erfolgte, weil es zum Corona-krisenbedingten Abschwung an den Finanzmärkten und Börsen kam. Goldmarkt-Experten sind überzeugt, dass es beim Edelmetall demnächst sogar noch höher gehen könnte.

Darunter Frank Holmes, Geschäftsführer bei „US Global Investors“. Wie er in einem Interview mit dem US-Finanzmagazin „The Street“ vor wenigen Tagen erklärte, könnte der „Goldpreis ein nie dagewesenes Niveau erreichen“. Dabei verwies der Experte insbesondere auf die vorherrschenden Marktbedingungen:

„Ich denke, Gold kann leicht 2.700 US-Dollar kosten, so wie Palladium im letzten Jahr. Es können auch 5.000 US-Dollar sein. Ich weiß nicht, wann der Gelddruck aufhört, aber es könnte bis auf 10.000 US-Dollar gehen, um die Weltwirtschaft wieder funktionsfähig zu machen.“

Trotz Öl- und Corona-Krise: „Top-Umfeld für Gold“

Experten führen diese Stärke des Edelmetalls auf das ohnehin „sehr gute Umfeld“ beim Gold zurück. „Gold hat gezeigt, dass es eine Krisenwährung ist und in einer Krise gut bestehen kann“, urteilte Goldmarkt-Analytiker Martin Siegel von „Stabilitas Fonds“ in Nordrhein-Westfalen bereits in einem früheren Sputnik-Interview mitten in der Corona-Krise.

„Wir haben von Investoren derzeit eine riesige Nachfrage nach physischem Gold“, sagte Gold-Fachmann Siegel. „Die Preise von Aktien sind beispielsweise viel stärker gefallen als das Edelmetall. Die Händler werden von den Kunden überrannt.“

„Immer mehr Deutsche kaufen jetzt Gold“

In der Krise wird das Gold bei vielen Deutschen wieder beliebter. Das Magazin „Spiegel“ berichtete am Freitgnachmittag „von einem regelrechten Ansturm der Kunden“ auf Goldhändler, die jetzt vermehrt auch online Edelmetall anbieten. „Die Corona-Krise lässt viele Deutsche nicht nur beim Toilettenpapier zu Hamsterkäufern werden, sondern auch beim Gold.“ Offensichtlich habe die Corona-Krise einige Bürger tief verunsichert, die Gold trotz auch vieler Risiken „als sichere Geldanlage betrachten“.

Allein im ersten Quartal des Jahres habe sich die Gold-Nachfrage nach Angaben des Goldhändlers „Pro Aurum“ mehr als verdoppelt. „Das Unternehmen verkaufte in dieser Zeit mehr als zehn Tonnen Barren und Münzen, im Vorjahresquartal waren es nur knapp fünf Tonnen.“

Bereits Anfang März sprach Sputnik mit einem Sprecher von Goldhändler „Degussa“, einem der größten Konkurrenten in Deutschland auf dem Goldmarkt. Zunächst sollte „man überlegen, wo ich mein eigenes Gold aufbewahre – danach erst das Edelmetall kaufen“, empfahl damals Goldhändler Marc-Eckehardt Gramm, Niederlassungsleiter bei „Degussa Goldhandel Deutschland“ in Frankfurt/Main.

Silber: Aktuell auch attraktiv

„Deutsche kaufen Gold wegen niedriger Zinsen“, ergänzte dazu das Wirtschaftsmagazin „Capital“ in einem aktuellen Beitrag.

„Der Preisanstieg bei Gold und Silber ist vor allem auf die enorme Geldmenge zurückzuführen, die derzeit in die Märkte fließt“, sagte ein Finanz-Experte von „Swiss Resource Capital“ dem Fachmagazin „Cash-Online“ bereits am vergangenen Dienstag. „Von den Zentralbanken werden Rettungspakete in neuen Dimensionen geschnürt. Dies kommt dem Gold- und auch dem Silberpreis zugute. Edelmetalle erweisen sich wieder als stabiler Wert, auf den es sich lohnt zu setzen.“

Der Schweizer Edelmetall-Fachmann empfiehlt daher aktuell, in Silberwerte einzusteigen. Denn auch Silber steigt deutlich im Preis seit Wochen. Die beiden Edelmetalle Gold und Silber sind seit jeher auf den Märkten indirekt miteinander gekoppelt. Sprich: Steigt Gold, dann zieht in der Regel auch Silber im Preis nach oben nach. Eine Unze Silber ist gegenwärtig für etwa 14 Euro zu bekommen."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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