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Lanxess-Chef: Autokrise in Europa bald vorüber

Archivmeldung vom 19.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Lanxess-Konzernzentrale in Leverkusen
Lanxess-Konzernzentrale in Leverkusen

Foto: Deekay 1985
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Chemiekonzern Lanxess rechnet mit einem schnellen Ende der Absatzkrise auf Europas Automarkt: "Die historisch niedrigen Zulassungszahlen werden bald Geschichte sein. Wir glauben, dass der Tiefpunkt jetzt erreicht ist", sagte Lanxess-Vorstandschef Axel Heitmann am Montag im Gespräch mit "Handelsblatt-Online".

Lanxess ist einer der weltweit wichtigsten Zulieferer für die Reifenindustrie. 40 Prozent des Lanxess-Umsatzes kommen aus dem Geschäft rund um das Auto. Der Chemiekonzern leidet massiv unter der europäischen Autokrise: Im dritten Quartal ist der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 80 Millionen Euro eingebrochen.

Nach Angaben Heitmanns verdient Lanxess zwar immer noch gut mit seinen Produkten, die nicht an die Automobilindustrie gehen. "Damit können wir aber nicht das ausgleichen, was sich gerade auf den Kautschukmärkten abspielt", betonte Heitmann.

Bei Reifenvorprodukten gebe es Preisrückgänge von bis zu 20 Prozent. Der Lanxess-Chef sieht in diesem Zusammenhang allerdings keinen Grund, an der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens etwas zu ändern. "Mobilität wird weiterhin zu unserem Kerngeschäft gehören", ergänzte er.

Sein Unternehmen arbeite mit Hochdruck an neuen Produkten, die die Autobranche entscheidend voranbringen könnten. Aus Sicht Heitmanns ist dabei die Entwicklung sogenannter "grüner Reifen" am wichtigsten, mit denen sich der Benzinverbrauch deutlich reduzieren lasse. Neue leistungsfähige Kunststoffe sollen zudem Stahl im Karosseriebau ersetzen und Autos wesentlich leichter machen.

Mercedes kann Audi in diesem Jahr einholen

Der Auto-Konzern Mercedes-Benz kann den Rivalen Audi bereits in diesem Jahr beim Absatz wieder einholen. Das ist das Ergebnis einer neuen Prognose des Center of Automotive Management (CAM), die dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe) vorliegt. Demnach steigt der Absatz von Mercedes inklusive Smart im laufenden Jahr auf 1,6 Millionen Autos. Gegenüber 2012 entspricht das einem Plus von mehr als zehn Prozent.

Damit käme Mercedes wieder auf Augenhöhe mit der Volkswagen-Tochter Audi, die dem CAM zufolge genau so viele Fahrzeuge verkaufen wird. Angreifer Audi hatte Mercedes-Benz 2012 knapp überholt. Nun ist eine erneute Wende schneller als erwartet möglich. "Hält die Dynamik des dritten Quartals, könnte Mercedes in diesem Jahr sogar knapp vor Audi landen", sagte CAM-Chef Stefan Bratzel dem "Handelsblatt". Audi könne sich nur behaupten, sollte das Wachstum in China größer als bisher erwartet ausfallen.

Mercedes profitiert von neuen Modellen wie der A- und B-Klasse. "Nach einer langen Durststrecke hat Mercedes jetzt eine junge Modellpalette, muss aber weiter nachlegen", sagte Bratzel. "Bei Audi warten die Kunden auf echte Innovationen." Der Abstand von Marktführer BMW bleibt aus Bratzels Sicht allerdings groß: "Es muss viel passieren, damit Mercedes und Audi bis 2020 BMW einholen."

"Spiegel": VW hat in den USA schlechtes Image

Das Image des Volkswagen-Konzerns leidet auch in den USA unter Qualitätsmängeln. In der Statistik des Marktforschungsinstituts J.D. Power über die Zuverlässigkeit von Fahrzeugen rangiert die Marke Volkswagen nur auf dem 28. von 32 Plätzen. Für die Erhebung fragten die Forscher Autobesitzer, die ein drei Jahre altes Fahrzeug fahren, nach Problemen in den vergangenen zwölf Monaten.

Am besten schneidet die Toyota- Marke Lexus ab, dann folgt Porsche. Mercedes-Benz rangiert auf Platz 5. Neben Volkswagen wird auch die Konzernmarke Audi schlechter bewertet als der Durchschnitt der Branche. Audi landet auf Platz 23 der "2013 U.S. Vehicle Dependability Study". In Europa sorgte der VW-Konzern mit einer Rückrufaktion für Schlagzeilen. Der Hersteller rief 2,6 Millionen Autos unter anderem wegen Problemen mit dem Doppelkupplungsgetriebe in die Werkstätten zurück.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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