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Ex-Offizier blieb hartnäckig: Umstrittene 2G-Regel bei Open-Air-Konzert gekippt

Archivmeldung vom 18.08.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.08.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Collage Symbolbild Bild: Freepik/Portrait zur Verfügung gestellt /WB / Eigenes Werk
Collage Symbolbild Bild: Freepik/Portrait zur Verfügung gestellt /WB / Eigenes Werk

Eine völlig überzogene 2G-Regelung sollte kommenden Freitag bei einem Open-Air-Konzert in der Salzburger Gemeinde Maishofen gelten. GEIMPFT oder GETESTET, für jeden Konzertbesucher ein Muss. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder ab sechs Jahren hätten einen Nachweis zu erbringen. Genesene müssten demnach trotz Antikörpernachweis einen Antigen- oder PCR-Test vornehmen lassen. Dies berichtet Birgit Pühringer im Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet Pühringer: "Durch die hartnäckige Intervention von Gottfried Pausch, Oberst des Bundesheeres im Ruhestand und Blackout-Experte, wurde aus dem 2G nun doch ein 3G.

Konzertbesuche waren im letzten Jahr eher rar. Viele, vor allem junge Menschen, sehnen sich nach Normalität und Treffen mit anderen. Nach monatelanger Isolation und dem Verbot von Zusammenkünften kommt da eine Veranstaltung wie gerufen. Die Gemeinde Maishofen wirbt mit einem Open-Air-Konzert. Zutritt sollte es aber nur unter massiven Einschränkungen geben, alles unter dem Deckmantel der Gesundheit und Sicherheit. Sowohl auf der Homepage der Gemeinde als auch auf Facebook war bis Dienstag Vormittag ein irritierender Folder online. Eindeutige Passage: „Es gilt die 2G-Regel! Auch für Kinder ab sechs Jahren ist diese Regelung verpflichtend.“ Der ursprüngliche Folder liegt dem Wochenblick vor.

Einsatz und Stärke lohnt sich!

Der Blackout-Experte Gottfried Pausch ließ nicht locker und nahm mehrmals mit dem Tourismusverband in seiner Heimatgemeinde Maishofen Kontakt auf. Er wollte sich gegen die Diskriminierung von gesunden Menschen zur Wehr setzen.

In einem Gespräch schilderte Pausch dem Wochenblick sein Engagement: „Ich wurde über Facebook auf den Folder des Konzerts aufmerksam und war erschüttert. Eine Regelung, die absurder nicht sein könnte. Bei einem Open-Air-Konzert genesene Personen von vornherein auszuschließen, ist wirklich diskriminierend. Die 3G-Regelung an sich ist schon Einschränkung genug. Denn gesunde Menschen müssen den Nachweis erbringen, dass sie gesund sind. Jedenfalls habe ich mehrmals mit dem Tourismusverband bei uns in der Gemeinde Maishofen Kontakt aufgenommen und die Abschaffung der 2G-Regelung als Einlasskriterium gefordert. Ich wies auf die 3G-Regel hin und forderte den Obmann des Tourismusverbandes als Veranstalter auf, diese Regel einzuhalten.“

Mit Erfolg! Nun wurde der Folder abgeändert. Ob dafür allein der couragierte Einsatz von Gottfried Pausch verantwortlich ist oder mehrere Beschwerden beim Tourismusverband als Veranstalter eingingen, ist dem Wochenblick nicht bekannt.

Genesene hätten Test machen können

Der Tourismusverband Maishofen wurde um eine Stellungnahme gebeten. Der Obmann verwies auf die Homepage und den neuen Folder. Da könne man alle wichtigen Informationen nachlesen. Größtmögliche Sicherheit sei der Grund für die Einführung der 2G-Regel gewesen.

Weshalb nun Genesene, die in der Verordnung der Bundesregierung ausdrücklich in der 3G-Regel erwähnt werden, ausgeschlossen worden wären? „Wir hätten keine Genesenen ausgeschlossen. Mit der Vorlage eines durchgeführten 48-Stunden-Antigentests hätten Genesene unser Konzert besuchen können. Da schließt man keinen aus.“, so der Obmann des Tourismusverbandes Maishofen. Weitere Fragen wurden nicht beantwortet.

SPÖ-Wien fordert von 2G zu 1G

Dass gesunde Menschen mittlerweile ganz offen aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen werden, ist salonfähig geworden. Doch nun geht man einen Schritt weiter. GEIMPFT oder GETESTET, vom dritten G, wie genesen, keine Spur mehr. Genesene Menschen, die einen Antikörpernachweis vorlegen können und laut Verordnung der Bundesregierung keinen Test durchführen müssen, hätten in der Gemeinde Maishofen ein Open-Air nur nach Vornahme eines Tests besuchen können.

Immer mehr Menschen haben ihre Berufung offenbar darin gefunden, weitere Einschränkungen im Alltag zu schaffen und andere Menschen aus dem öffentlichen Leben auszuschließen. Es ist also nur mehr eine Frage der Zeit bis aus 2G schließlich 1G wird. Alle Zeichen deuten darauf hin.

Wenn man sich beispielsweise den Wiener Gesundheitsstadtrat Hacker anhört, weiß man wohin die Reise gehen soll: „Zutritt nur mehr für Geimpfte!“ fordert er ganz klar und entschlossen in seinem letzten Krone-Interview. Bereits im Juni sprach sich Hacker für die 1G-Regel in der Nachtgastronomie aus. Nun aber geht er noch weiter: Ungeimpfte sollen aus Gastronomie sowie allen Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen ausgeschlossen werden."

Quelle: Wochenblick

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