Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Berichte Weltgeschehen Ifo-Chef Sinn: EZB-Programm möglicherweise Testballon für Anleihekäufe

Ifo-Chef Sinn: EZB-Programm möglicherweise Testballon für Anleihekäufe

Archivmeldung vom 17.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Hans-Werner Sinn (2012)
Hans-Werner Sinn (2012)

Foto: Romy Bonitz
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, sieht den von der Europäischen Zentralbank (EZB) geplanten Ankauf von besicherten Kreditpaketen (ABS) als Vorläufer für eine quantitative Lockerung (QE) mit großangelegten Anleihekäufen: "Das ABS-Programm ist möglicherweise nur ein Testballon", sagte Sinn dem "Handelsblatt" (Onlineausgabe). "Ich hoffe, die EZB wartet zumindest, bis der EuGH zum OMT-Programm Stellung genommen hat, denn QE heißt ja wieder, dass man Staatspapiere kauft."

EZB-Chef Draghi hatte angekündigt, dass die EZB Kreditverbriefungen (ABS) und Pfandbriefe für bis zu einer Billion Euro kaufen will. Mit ABS-Papieren können Banken Kredit-Risiken bündeln, aus der Bilanz auslagern und am Markt damit handeln. Die EZB erhofft sich dadurch eine höheren Kreditvergabe der Banken. Vor dem großangelegten Kauf von Staatsanleihen scheut sie bisher zurück, schreibt das "Handelsblatt". Angesichts der schwachen Konjunktur und niedriger Preise steigt aber der Handlungsdruck auf die EZB.

Am Donnerstag hatte der EZB-Rat außerdem beschlossen, griechischen Banken mehr Liquidität zur Verfügung zu stellen. Die Notenbank senkte den Abschlag auf Sicherheiten, die griechische Institute bei der EZB hinterlegen. Aus Sicht von Ifo-Chef Sinn hat diese Entscheidung der EZB vergleichsweise geringe Auswirkungen. "Das ist ein Klacks relativ zu der dramatischen und vielfältigen Verringerung der Bonitätsanforderung für die in Zahlung genommenen Pfänder, durch die sie es den Krisenländer erlaubte, sich 1.000 Milliarden Euro an Target-Krediten aus den lokalen Druckerpressen zu ziehen." Target ist ein internes Verrechnungssystem der Euro-Zentralbanken. Über dieses System wickeln die Banken im Euroraum ihre internationalen Zahlungen ab.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Inelia Benz: Die Lemurianische Verbindung
Inelia Benz: Die Lemurianische Verbindung
Inelia Benz: "Macht über Andere ist so...VON GESTERN"
Inelia Benz: "Macht über Andere ist so...VON GESTERN"
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte anurie in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige