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Netanjahu warnt vor milderen Iran-Sanktionen

Archivmeldung vom 07.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Benjamin Netanjahu Bild: Benjamin Netanjahu, de.wikipedia.org
Benjamin Netanjahu Bild: Benjamin Netanjahu, de.wikipedia.org

Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hat davor gewarnt, die Sanktionen gegen den Iran zu mildern. Er befürchtet, Teheran bekomme sonst Atomwaffen, berichtet Radio "Stimme Russlands". Irans geistliches Oberhaupt behauptet dagegen, der Westen wolle mit den Sanktionen die iranische Wissenschaft lahmlegen.

Weiter heißt es in dem Beitrag: "Der Druck der internationalen Gemeinschaft hindert den Iran daran, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen und die „rote Linie“ zu übertreten. Das sagte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu, wie die russische Agentur Itar-Tass am Mittwoch meldete.

„Die einzige Methode, die seit 20 Jahren funktioniert, ist der Druck. Und nur ein stärkerer Druck wird künftig Wirkung zeigen“, so Netanjahu. Falls man die Sanktionen mildere, werde der Iran Atomwaffen bekommen.

Ein Sprecher von Netanjahus Regierung hatte vor einigen Tagen gesagt, der Optimismus der US-Regierung in Bezug auf den neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani sei übermäßig. Die westlichen Sanktionen seien möglicherweise nicht genügend, um Teherans militärisches Atomprogramm zu vereiteln. Möglicherweise werde Israel gezwungen sein, die iranischen Atomanlagen ohne US-Hilfe anzugreifen, hieß es.

Ajatollah geißelt antiiranische Front

Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Chamenei sagte unterdessen, die aktuellen Sanktionen und der Druck auf Teheran seien zum Teil auf die Versuche zurückzuführen, die iranische Nation an wissenschaftlichen Fortschritten zu hindern.

Der iranische Sender Press TV zitierte ihn am Mittwoch mit den Worten: „Eine feindliche und trotzköpfige Front wurde gegen das iranische Establishment und die iranische Nation gebildet. Mehrere Länder, die im Westen dominieren, gehören dieser Front an. Sie versuchen, die wissenschaftlichen Fortschritte des Iran zu stören“.

Die Feinde der Islamischen Republik seien aber nicht in der Lage, neue Errungenschaften des Landes im Forschungsbereich zu verhindern. Dass der Iran solche Fortschritte erziele, habe er vor allem der islamischen Revolution im Jahr 1979 zu verdanken, betonte der Ajatollah.

Rohani rügt Falken in Washington

Am Dienstag hatte auch der neue iranische Präsident Hassan Rohani die jüngste Verschärfung der US-Sanktionen gegen Teheran kritisiert. Diese vom US-Kongress getroffene Entscheidung ist laut Rohani ein Beleg dafür, dass manche Staatsmänner in Washington die Situation um den Iran nicht richtig verstünden. Die Haltung der Falken in Washington entspreche nicht einmal den Interessen der USA. Im Gegensatz zu den Falken werde die US-Regierung hoffentlich konstruktiv und vernünftig vorgehen, so Rohani.

Wie die iranische Agentur Fars meldete, betonte Rohani allerdings, dass Teherans Recht auf die Uran-Anreicherung kein Gegenstand der Verhandlungen sei. „Wir werden die Rechte unserer Menschen nicht aufgeben. Wir setzen aber auf Zusammenarbeit und Dialog (…) Illegitime, irrationelle oder veraltete Forderungen werden aber nichts bringen. Wir sollten das Thema realistisch verhandeln. Gespräche und nicht Drohungen sollten auf der Agenda stehen“, sagte der iranische Präsident.

Mit Blick auf Rohanis jüngsten Amtsantritt hatte das Weiße Haus den Iran zu Gesprächen über dessen Atomprogramm aufgefordert. Dies sei eine Voraussetzung für eine mildere Haltung der USA. „Wenn die neue Regierung des Iran ihre internationalen Verpflichtungen ernsthaft und konsequent erfüllt und an einer friedlichen Lösung des Problems arbeitet, sind die USA bereit, ein wohlwollender Partner zu werden“, betonte Jay Carney, der Sprecher des Weißen Hauses."

Quelle: Text „Stimme Russlands"

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