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Holländischer Anti-Globalist Thierry Baudet über Bauernproteste: Sie könnten gewinnen!

Archivmeldung vom 14.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Thierry Baudet (2021)
Thierry Baudet (2021)

Foto: Author
Lizenz: CC BY 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Im nachfolgenden Interview (9.7.2022) von Roman Balmakov (The Epoch Times) mit dem Vorsitzenden der niederländischen Partei „Forum voor Democratie“, Thierry Baudet, beleuchtet der scharfsinnige Denker die wahren Hintergründe für die geplanten Enteignungen der fleißigen und ökonomisch sehr erfolgreichen Landwirte des Landes. Dies berichtet Jörg Wollschläger im Magazin "Unser Mitteleuropa".

Weiter berichtet Wollschläger: "Die verborgene Agenda sei von der vorgeschobenen zu unterscheiden. Er entlarvt die agrarökologische Unsinnigkeit einer von EU Bürokraten willkürlich festgelegten Pflanzengemeinschaft als Erfolgsmaßstab. Damit diese gedeihen kann werden verschärfte Grenzwerte des Nitrit- und Nitratgehaltes im Wasser und Boden festgelegt, was das Aus für die intensive Tierproduktion in den betroffenen Regionen bedeuten würde…

Thierry Baudet ist ein charismatischer Politiker mit hugenottischen Wurzeln, daher auch sein frankophoner Nachname. Er ist ein Bildungsbürger, der vor allem die akademische Mittelschicht und Studenten anspricht. Insbesondere mit der „Klima-Mafia“ geriet er mehrfach aneinander und sprach bei den Klimaschutzmaßnahmen von einer „masochistischen Ketzerei, säkularisiertem Flutglauben (…) eine Manie ähnlich dem Totenkult, der einst die Osterinseln heimsuchte.“ Er war in den Niederlanden einer der ersten Gegner der Covid-Maßnahmen und ist strikt gegen weitere Masseneinwanderungswellen. Unter anderem forderte er mehrfach den Erhalt einer „borealen Welt“ und eines Europas, das „vorherrschend weiß (ist) und kulturell so (ist) wie es ist.“ Von diesen Aussagen rückt er auch nicht ab. Von der politischen Linken erntete er deshalb Rassismusvorwürfe [ Link, Link, Link].

Diese Video von Bloomberg [Link] bietet einen guten Einstieg in das Interview. Es zeigt auf welchen Grundlagen die fortschrittlichste Agrarproduktion Europas funktioniert und wie es einem kleinen Land gelang zum zweitgrößten Agrarexporteur der Welt aufzusteigen.

Interview mit Thierry Baudet

RB: Guten Abend und willkommen bei einer sehr speziellen Episode von Facts Matter, hier aus den Niederlanden! Wir sind in Amsterdam und berichten von den Bauernprotesten, die im ganzen Land aufgekommen sind. Die Landwirte kämpfen gegen die vom Parlament erlassenen Bestimmungen, die im Grunde genommen vielen von ihnen ins Knie schießen. Sie erzählten mir, daß zwischen 30 und 50 % der örtlichen Bauern ihren Betrieb einstellen müßten. Daher ist es für sie sehr wichtig. Wir sind die letzten drei-vier Tage durch das Land gefahren und haben uns mit Bauern, Lastwagenfahrern und den Menschen, die sie unterstützen, mit den Wissenschaftlern, die uns erklärten worum es bei der ganzen Stickstoffdebatte geht. Wir konnten sogar mit einem Parlamentsmitglied sprechen, der Teil der Oppositionspartei ist, die gegen diese Auflagen kämpft. Wir werden diese Interviews nacheinander veröffentlichen in den nächsten Tagen und heute fangen wir an mit dem Parlamentarier Thierry Baudet.

TB: Wie ist es möglich in einem Zeitalter, in dem alle über die Gefahr von Lebensmittelmangel, von gefährdeten Versorgungsketten sprechen, daß die niederländische Regierung diese Politik verfolgt, die zu noch größerer Abhängigkeit von internationalen Lieferketten und dadurch größere Unsicherheit für die niederländischen Verbraucher?

Die Antwort ist, daß sie, die Leute die dieses Land regieren, der Anleitung der EU folgen um das umzusetzen was sie den Great Reset nennen! Sie wollen uns abhängiger machen von internationalen Lieferketten, sie wollen die holländische Souveränität und Autonomie schwächen und außerdem wollen sie die Massenmigration in die Niederlande fortführen. Wenn man mehr Menschen in die Niederlande bringt, ein sehr kleines und dicht besiedeltes Land, dann muß man den Bauern das Land wegnehmen und kann dort Häuser hinstellen. Das ist die Agenda, die Niederlande sollen in eine riesige Stadt verwandelt werden, ohne eigene Produktionsmittel, ohne Autonomie in Bezug auf Souveränität und auch in Bezug auf die Nahrungsmittelproduktion. Man will die Menschen abhängig machen von den internationalen Herrschern, den Globalisten, die versuchen die Macht zu übernehmen.

RB: Das war eine Frage, die ich habe: der scheinbare Grund ist der Stickstoff um all diese Bauernhöfe zu schließen und die Lösung wäre dann soviele Betriebe zu schließen, die Nahrung in Milliardenwerten exportierten, oder? Ihr seid der 6. größte Exporteur der Welt. Für mich war es ein Schock: wie kann es die Lösung sein die Hälfte der Betriebe zu schließen? Viele der Leute mit denen ich gesprochen haben sagten, sie seien nicht einmal in die Gespräche eingebunden, sie werden nicht an den Verhandlungstisch geladen um eine Lösung auszuarbeiten.  Sie sagen das liegt daran, daß die Politiker die Lage nicht beheben wollen, sie wollen keine Lösung, das ist bloß die Ausrede die sie benutzen um etwas anderes durchzusetzen.

TB: Genau. Ich gebe Ihnen eine schnelle, kurze Aktualisierung der Lage bezüglich der ganzen Stickstoffagenda und wie sie zustande kam. In den 1990ern führte die Europäische Union die Natura, das heißt Natur, Natur 2000 Richtlinien. Das bedeutet, daß bestimmte Gebiete in Europa herausgesucht wurden für die Bewahrung bestimmter Vegetationsformen und wie es so kam wurden die Niederlande ausgesucht um Moos, Klee, bestimmte Arten von Gras und andere Formen von Vegetation zu schützen die unter ziemlich nährstoffarmen Bedingungen gedeihen, in denen es nicht viele Dinge für die pflanzliche Ernährung gibt. Stickstoff für sich genommen, mehr Stickstoffdioxid wäre für sich genommen kein Problem in den Niederlanden für die Natur.

Es wäre ein Problem die spezifischen Vegetationsziele, die festgelegt in den Natura 2000 Richtlinien. Die Politiker hier sind nicht bereit das allereinfachste zu tun, das jeder machen würde um die niederländischen nationalen Interessen zu schützen: einen Brief an die EU zu schreiben.

“Hallo EU, wir kümmern uns nicht mehr länger um diese dummen Richtlinien, es gibt genug Klee und Moos woanders in Europa, wir werden unseren Bauern schützen und wir werden mehr Bäume und andere Vegetationsformen haben, die eine Folge von etwas höheren Stickstoffdioxidwerten wäre.“

Das wäre die logische Sache, die man machen sollte. Sie machen es nicht, sie bleiben bei diesen bürokratischen Regeln, die vor 20 Jahren jemand festgelegt hat. Die Niederlande hätten einen gewissen prozentualen Anteil an Moos und Klee und Gräsern. Tatsächlich ist die wirkliche Agenda dahinter, daß sie einen Knüppel haben wollen, mit dem sie die Bauern schlagen können. Es geht nicht nur darum ständige Einwanderung zu ermöglichen, es geht auch um etwas tieferes, eine vielleicht spirituelle Sache, die dahinter steht. Bauern und generell Menschen, die auf dem Land leben und von und mit dem Land leben, sie haben eine starke Verbindung zu der Geschichte, sie sind stolz auf ihre Familienbetriebe, die seit etlichen Generationen im Besitz der Familie waren. Die sind also keine postmodernen, a‑historischen, a‑nationalen Menschen, sie sind stolze Familienmenschen, die ihren eigenen Betrieb haben, die von ihrem eigenen Land leben, die eine Verbindung zu der Geschichte, zu der Natur dieses Landes. Daher sind sie eine echte Gefahr für die Globalisten mit ihren a‑territorialen, post – identitären Agenda. Es geht wirklich um den Great Reset, Masseneinwanderung, überstaatliche Regierung, darum müssen die Menschen atomisiert werden. Sie müssen ihre Verbindung zum Land verlieren, darum greifen sie die Bauern an.

Telegram, Klokkenluiders

RB: Sie sagten vorhin, daß einer der Gründe warum sie diesen Plan umsetzen ist um mehr Bauprojekte für Wohnhäuser im ganzen Land für mehr Masseneinwanderung.

TB: Genau.

RB: Ist das ein offen zugegebenes Ziel? Oder ist das bloß die Folge und denken Sie, daß das ihre dahinterstehende Intention ist?

TB: Es ist kein offen zugegebenes Ziel , das Teil derselben Regierungsagenda ist. Sie tun dies als wäre es ein isoliertes Phänomen, aber es ist ein offen dargelegtes Ziel dieser Regierung, die Massenmigration fortzusetzen und auch unser derzeitiger Minister für Wohnraumangelegenheiten wurde mit der Kamera im ganzen Land aufgenommen wie er auf Ackerland zeigte und sagte, dort werden wir vermutlich in der Zukunft Leute unterbringen. Zählt man ein und eins zusammen , ist es absolut offensichtlich, daß dies Teil der Agenda ist. Sie sagen aber nicht formell: wir enteignen jetzt Bauern um Häuser bauen zu können. Sie sind immerhin so klug es nicht so zu sagen. Jeder der aufgeweckt ist und die Verbindungen erkennen kann, wird sehen, daß dies der Plan ist.

RB: Sie sind ein Parlamentarier, Sie haben mit diesen Leuten zu tun, Sie verstehen ihr Denken. Denken die überhaupt an die Wirtschaft oder das Einkommen der Menschen, die davon betroffen sein werden? Es geht nicht nur um die Bauern. Wenn ein Bauer auf einmal die Hälfte seines Viehs verkauft und alle das tun müssen wird der Preis für Vieh zusammenbrechen. Wem soll man eine Kuh verkaufen, wenn jeder eine Kuh verkauft? Was ist mit den Käseherstellern, mit den Lastwagenfahrern? Alle Menschen die davon betroffen sein werden, wird das tatsächlich diskutiert in den Parlamentssäälen?

TB: Nun, die Frage ist sehr gut, weil ich verwirrt war seitdem ich Parlamentarier wurde, das war 2017. Diese Menschen und ich glaube das trifft auf die meisten Politiker im Westen zu. Sie sind Mikromanager, das bedeutet, sie können nur über einen winzig kleinen Aspekt einer größeren Agenda nachdenken. Was im Parlament passiert ist, daß wir all diese Diskussionen haben und Debatten über eine Teilaspekt, beispielsweise das  Stickstoff Thema, oder was für einen Preis die Landwirte erhalten werden wenn sie ihr Land aufgeben. Niemand spricht darüber was das langfristig bedeutet, haben wir noch die Möglichkeit unseren eigenen Käse zu haben, unser eigenes Fleisch im Supermarkt. Wenn wir wirklich diese Massenmigration fortführen wollen und wenn unsere Bevölkerung  wächst. Ich bin dagegen, aber das ist das was sie wollen. Wie wird das die Stickstoffemissionen generell betreffen. Das ist eine andere völlig unlogischer Aspekt ihrer Agenda. Sie sagen, daß sie den Stickstoffdioxid Emissionen reduzieren wollen . Aber wenn man 100.000 Menschen pro Jahr Netto hereinholt, dann werd die Stickstoffdioxid Emissionen sowieso steigen. Niemand macht diese größeren Analysen, was passiert langfristig mit der Wirtschaft? Wie passen unsere Politikansätze widerspruchsfrei zusammen? Das ist eine der großen Tragödien der demokratischen Politik, daß diese sehr kleingeistigen und engstirnigen Menschen … und natürlich die größeren Agenda der Globalisten, dort gibt es Menschen, die darüber nachdenken und die sehen wie all diesen Dinge sinnvoll und alle ineinandergreifen. Aber ich fürchte es sind viele sehr dumme Leute hier, die nicht verstehen können wie desaströs ihre Politik ist.

RB: Ihr letzter Kommentare war wirklich pessimistisch. Mit all den laufenden Protesten, die Bauern, denen sich die LKW Fahrer anschließen, zu denen die Fischer stoßen, Sie glauben nicht, daß sie eine ‑wirkung auf das Parlament erzielen werden?

TB: Es gibt eine Möglichkeit und ich habe das auch im Internet gesagt und in den Sozialen Medien: wenn sie streiken, einen Generalstreik machen, wenn sie uns keinen Fisch liefern, sie liefern uns kein Fleisch, keine Milch, sie verkaufen ihre Käse nicht mehr an die Supermärkte. Wenn sie ernsthaft sagen: das ist genug, Schluß! Das ist unser Überlebenskampf, dann nach etwa 3 oder 4 Tagen, wird man es in den Supermärkten sehen. Und die Menschen werden sagen: ich bin hungrig, wo kommt mein Essen her? Das kann aber nur dann passieren wenn die Bauern und die Fischer und all die Leute und vielleicht sogar international, eine Koalition bilden und davon nicht abweichen. Wir würden das unterstützen.

Ich fürchte, was passieren wird ist, daß es zu aggressiven Demonstrationen kommt und daß sich die öffentliche Meinung gegen sie wenden wird. Die Regierung wird einfach ihre Angebote etwas erhöhen, sie werden etwas mehr Geld zahlen, und einige Leute werden zustimmen und das wird die Einigkeit der Protestierer zerbrechen. Einige Leute werden sagen, ja ich nehme mir meinen Teil  und probiere etwas anderes oder schicke meine Kinder auf die Uni oder was auch immer.  Ich bin ziemlich pessimistisch, ich habe die Befürchtung, daß sie einerseits die öffentliche Unterstützung verlieren durch zu grobe Demonstrationen statt einfach keine Nahrung mehr abzuliefern und daß viele ihre kurzfristigen Eigeninteressen wählen werden anstelle der langfristigen Interessen des Landes als ganzes.

RB: Das letzte was ich Sie fragen will ist, daß eine Menge Leute in der Welt, ganz sicherlich in den Vereinigten Staaten, blicken auf einmal auf die Niederlande. Jeder richtet seine Aufmerksamkeit darauf. Jedes mal wenn ich meinen Newsfeed überprüfen, geht es um die Nahrungsmittelkrise in den Niederlanden. Und ich denke  einer der Gründe, obwohl es ein lokaler Konflikt hier ist, es geht um dieses lokale Parlament, es werden in der ganzen Welt ähnliche Ziele in durchgesetzt. In den USA gibt es den Green New Deal, bei dem es auch um eine ganze Reihe von Emissionsstandarts geht. Wie z.B. Kuhfürze dazugezählt werden, zumindest im ersten Entwurf. Was würden Sie den Menschen sagen, die dies in der ganzen Welt ansehen, in den verschiedenen Ländern, und sie sehen was passiert in den Niederlanden was würden sie denen sagen und worauf sollen sie achten in der Zukunft ?

TB: Wir stehen gemeinsam in diesem Kampf! Wir haben es durch den Covid-Betrug gesehen über zwei Jahre lang, monströse politischen Entscheidungen wurden allen unseren Nationen aufgedrückt. Wir haben es mit der Massenmigration gesehen. All unsere Völker werden ausgedünnt durch das Hineinströmen von Menschen aus völlig anderem Ethnien und Kulturen und Religionen und so weiter aus Teilen der Welt. Wir werden nur enterbt von unseren eigenen Erschaffenen, von der Herstellung unseres eigenen Essens und von unserer Verbindung zu unserem Land. Auf allen Ebenen wird eine radikale Agenda angeschoben, die als nachhaltige Entwicklungsziele bezeichnet werden, als die Klimahysterie, die wissenschaftlich gesehen Unsinn ist. Es gibt kein CO2 Problem, aber sie erzeugen diesen Wahn deshalb. Letztlich wird man sehen, das eine sehr kleine Gruppe von Menschen, die beinahe alles besitzen werden reicher und reicher und üben immer mehr Kontrolle aus über unsere Leben, wir werden schwächer und vereinzelt und mehr atomisiert, ärmer, ohne Demokratie, ohne zielführende Wege auf denen wir uns ausdrückn können. All die Zensur die wir im Internet sehen und wenn man aus der Vogelperspektive hinsieht, erblickt man diesen Trend zur bürokratischen Diktatur, die uns allen aufgedrückt wird. Nur wenn wir uns vereinigen, wenn wir alle Unterschiede überwinden, die uns so lange getrennt haben, wenn wir gemeinsam dagegen kämpfen, werden wir gewinnen. Wir müssen das schaffen, es ist der überlebenswichtigste Kampf in der ganzen Geschichte der Zivilisation. Wir machen das jetzt und sie wollen 2030 fertig damit sein, das ist das Jahr wenn sie ihre Ziele erreicht haben wollen, eine globalistische Machtübernahme. Wir haben also acht Jahre um das zu bekämpfen, laßt uns das gemeinsam machen!

RB: Thierry, vielen Dank!

TB: Vielen Dank!

Das YouTube- Video des Interviews ist hier verlinkt.


Quelle: Unser Mitteleuropa

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