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Abwanderung von Wissenschaftlern aus Israel

Archivmeldung vom 18.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: www.tipps.net  / pixelio.de
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Hochqualifizieret Fachleute verlassen Israel. Die Experten befürchten, dass die israelischen Studenten ohne Professoren bleiben werden und das Land sein Positionen in technologischen und wissenschaftlichen Gebieten verlieren wird. Ksenia Swetlowa fragt in ihrem Beitrag bei Radio "Stimme Russlands", was bedeutet die Abwanderung von Wissenschaftlern für den jüdischen Staat und was hält man davon in Israel?

Die Antwort darauf lautet: "Israel verliert hochqualifizierte Kräfte. Die besten Köpfe wandern nach Amerika, Europa, China und Russland aus. Die Massenimmigration aus den GUS-Staaten ist in der Vergangenheit geblieben. Nun fahren hochqualifizierte Fachkräfte in die USA, nach Kanada und Europa, in die Ukraine nach Georgien oder Kasachstan. Da zahlt man mehr und es ist leichter, einen guten Job zu finden und dein Haus wird nicht mit Kassam-Raketen beschossen. Dieses Thema dominiert in der letzten Zeit in den israelischen Medien. Ein Grund dafür war die Verleihung des Nobelpreises in Chemie an zwei ehemalige Israelis -Arieh Warshel in Michael Levitt. Geboren in einem Kibbuz lebt Warshel seit 40 Jahren in den USA. Er wanderte aus, weil keine ständige Stelle in Waizman-Institut bekommen konnte. Aus dem selben Grund hat Israel auch Michel Levitt verlassen, der in Südafrika geboren ist dann nach Israel auswanderte und später nach Stanford University ging. Nun haben sie die US-Staatsbürgerschaft bekommen und planen nicht nach Israel zurückzukehren. Dennoch hat der israelische Premier Benjamin Netanjahu Warshel in einem Telefongespräch persönlich gratulierte indem er ihm andeutete, dass man ihn immer noch für den „Unsrigen“ halte.

Der Zweite Kanal des israelischen Fernsehens zeiget einen berteicht über israelische Fachleute und Professoren, die im Ausland arbeiten. Es stellte sich heraus, dass in Stanford und Harvard ganze Abteilungen gibt, die von israelischen Fachleuten besetzt sind. Dudi Coen wandte ebenso vor ein paar Jahren aus Israel aus. Er sagt, dass man ihm solche Konditionen angeboten habe, auf die man nicht verzichte.

"In Israel ist alles teurer - die Wohnungen, Lebensmittel usw. Es ist schwer hier einen Job zu finden. Außerdem ist es in den USA viel ruhiger."

Das Verhältnis zu denen in Israel, die das westliche „Dolce Vita“ wählen ist nicht eindeutig. Der ehemalige israelische Premier Yitzhak Rabin hat seinerzeit erklärt, dass diejenigen, die das Land verließen, „verächtliche Schwächlinge seien“. Vor kurzem hat der israelische Finanzminister Yair Lapid die Auswanderer beschuldigt, dass sie leichte Wege suchen und ihre Prinzipien für Komfort verkaufen. Dennoch stieg die Zahl von denjenigen, die englische Sprache amerikanische Geographie lernen.Die israelischen Experten warnen, dass wenn es so weiter gehen wird, werden die israelischen Studenten bald ohne Professoren und Israel ohne den Motor des technologischen und wissenschaftlichen Fortschritts bleiben."

Quelle: Text Ksenia Swetlowa - „Stimme Russlands"

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