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Jaoanische Zeitung: Dämonisierung Russlands ist fehl am Platz

Archivmeldung vom 27.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Andrea Damm / pixelio.de
Bild: Andrea Damm / pixelio.de

Die seit dem Kalten Krieg verbliebenen Ängste veranlassen den Westen zu unlogischen Aktionen gegenüber Russland und zu sinnlosen Versuchen, es zu dämonisieren, schreibt Gregory Clark in einem Beitrag für die Zeitung „The Japan Times“.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" berichtet weiter: "Die seit dem Kalten Krieg verbliebenen Ängste veranlassen den Westen zu unlogischen Aktionen gegenüber Russland und zu sinnlosen Versuchen, es zu dämonisieren, schreibt Gregory Clark in einem Beitrag für die Zeitung „The Japan Times“.

Nach seinen Worten benutzte der Westen die Situation in der Ukraine als neuen Anlass, um Vorwürfe gegen Russland zu erheben, obwohl Präsident Wladimir Putin von Anfang an zu verstehen gab, dass Moskau keine territorialen Ansprüche hat. Dennoch wurde Moskaus Vorgehen als Angriff auf die ukrainische Souveränität gedeutet. Selbst nachdem die Minsker Friedensvereinbarungen getroffen wurden, spricht man im Westen von einer „russischen Aggression“. Auch die antirussischen Sanktionen bleiben in Kraft, obwohl sich die Ukraine-Krise allmählich ihrem Ende zu nähern scheint.

Clark zufolge hängt das mit der Wiedervereinigung Russlands mit der Krim zusammen. Historisch sei aber die Halbinsel immer ein Teil Russlands gewesen. „Als die Sowjetunion 1991 auseinandergefallen war, hätte die Krim automatisch an Russland zurückgehen müssen. Ihre Abspaltung (von der Ukraine) 2014 war unvermeidlich und für die meisten Menschen auch wünschenswert“, so der Publizist.

Was die Behauptungen der Nato angeht, Russland würde die baltischen Länder unter Druck setzen, stellt Clark die Gegenfrage, ob man im Westen von der Diskriminierung weiß, auf die die Russen in den ehemaligen Sowjetrepubliken nach dem UdSSR-Zerfall gestoßen sind. „Die Informationen, die Moskau zu dieser Frage bereitstellt, werden völlig ignoriert. Wenn man Moskaus Unzufriedenheit damit als Aggression wahrnimmt, dann müssen wir den Begriff ‚Aggression‘ neu definieren“, so Clark. „Ob sich aber die Nato darin wirklich gut auskennt, was in den baltischen Ländern vorgeht?“, fragt er rhetorisch. Einer der Gründe, warum der Westen eine unlogische Politik gegenüber Moskau ausübt, ist nach Clarks Auffassung dessen Undurchschaubarkeit.

Experte: Westen macht Russland zum „Bad Guy“ und verbreitet selbst Chaos

Der Westen unter Leitung der USA strebt an, Russland die Rolle eines „Bad Guys“ zuzuschreiben und im Bewusstsein seiner Bürger das Bild des „sowjetischen Feindes“ wiederherzustellen, wie der Leiter des Französischen Zentrums für Aufklärungsforschungen, Eric Denécé, in einem Beitrag für die Zeitschrift „Atlantico“ schreibt.

Dem Politologen zufolge ist die Einmischung Russlands in Syrien „ein Wendepunkt bei der Wiederherstellung der Ordnung im Nahen Osten“. Hierbei habe der Westen endgültig seine Fähigkeit verloren, aktuelles Geschehen real einzuschätzen. Nun sei eine „verantwortungslose und höchst egoistische Politik der USA der einzige Orientierungspunkt für europäische Länder“, so Denécé.

Die USA versuchten, jene in ihre „Affären“ einzubeziehen, darunter die Revolutionen in Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien sowie der Ukraine.

Wie der Politologe betonte, waren diese nicht „spontan“, sondern „ein Bestandteil der in den USA ausgearbeiteten Strategie“.

Keine einzige Revolution sei erfolgreich beendet worden, noch habe sie den Erwartungen des Volkes entsprochen.

„Im Gegenteil – die Entstehung von pseudodemokratischen Bewegungen, die vom Westen so aktiv unterstützt werden und diese Doppelmoral ausnutzen, ist für die Länder selbst, ihre Bevölkerung und die Ideale der Demokratie selbst katastrophal“, schreibt der Autor überzeugt.

Nach dem Beginn des russischen Luftwaffeneinsatzes in Syrien übte der Westen sofort scharfe Kritik an Moskau und warf ihm vor, statt der Stellungen des so genannten „Islamischen Staaten“ Positionen der Gruppierung „Jabhat al-Nusra“, bombardiert zu haben, eines Ablegers der Al-Qaida in Syrien, der von den Amerikanern unterstützt wird.

Dabei hätte der Westen keinerlei Beweise vorweisen können und seine „Argumente sind erlogen und grob“, betonte der Experte.

Unabhängig von dem Ausgang der Syrien-Krise „wird das Vertrauen gegenüber dem Westen, Europa und Frankreich für lange Zeit untergraben, während ihr politischer und wirtschaftlicher Einfluss merklich zurückgehen wird“, prognostiziert Denécé.

In vielen Ländern gilt der Westen „nicht grundlos als Gefahr für Frieden und Stabilität, weil seine äußere Einmischung überall nur Chaos verbreitet“, schreibt der Politologe anschließend."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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