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Bis zu 7 Millionen: Flüchtlingsheer rollt weiter Richtung EU – Wiederholt sich das Jahr 2015?

Archivmeldung vom 04.03.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.03.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Symbolbild (Migranten in Heidelberg/D, 2015): Radosław Drożdżewski, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 /WB/Eigenes Werk
Bild: Symbolbild (Migranten in Heidelberg/D, 2015): Radosław Drożdżewski, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 /WB/Eigenes Werk

Der russisch-ukrainische Konflikt – egal wie man zu ihm steht – hat für die EU-Mitgliedsländer dauerhafte Konsequenzen. Neben den Waffenlieferungen durch etliche Mitgliedsstaaten der EU und damit ein direktes Eingreifen in das Kriegsgeschehen, werden die unmittelbaren Nachbarländer der Ukraine von einem Flüchtlingsheer überrollt (Wochenblick berichtete). Und nicht nur vorm Krieg flüchtende Personen kommen, andere Personenkreise nutzen die Gunst der Stunde.

Weiter berichtet das Magazin: "Krieg ist grausam und stets eine große Belastung für das einfache Volk. Das gilt für die Vergangenheit genauso wie für die Gegenwart. Weltweit finden – beziehungsweise fanden innerhalb der vergangenen 24 Monate – rund 30 Auseinandersetzungen statt, die man als Krieg bezeichnen kann.

Rund 80 Millionen Menschen sind laut den Vereinten Nationen dauerhaft auf der Flucht, hauptsächlich wegen Krieg und kriegsähnlicher Konflikte, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Nach dem Jahr 2015 bahnt sich nun die nächste große Flüchtlingswelle an – diesmal aus der Ukraine. Die Menschen fliehen vor allem aus Kiew und der gesamten Ukraine Richtung Westen. Hundertausende werden nun auch in der Bundesrepublik erwartet, wie beispielsweise Bayerns Innenminister Hermann nun verkündete.

Welche Art von Flüchtlingen erreicht uns überhaupt?

Auffällig ist, dass vor allem Frauen und Kinder die Mehrheit der Flüchtlinge bilden. Herzzerreissende Trennungen von ihren Ehemännern, die ihre Heimat schützen wollen, werden plötzlich von denjenigen betrauert, die sich gestern noch gegen Heimatliebe, Bundeswehr, Männlichkeit oder Wehrpflicht stemmten. Ebenfalls auffällig ist, dass in Fernsehinterviews die Ukraine-Flüchtlinge betonen, dass sie wieder in ihr Heimatland zurückwollen, sobald die Auseinandersetzungen beendet sind. Das dürfte der große Unterschied zu den Wirtschaftsflüchtlingen aus dem Jahr 2015 sein. Damals waren es vor allem Männer, die ihre Familien im Kriegsgebiet zurückließen – hier ist es genau umgekehrt: Die Männer bleiben in der Heimat und verteidigen sie.

Auch andere Flüchtlingsgruppen nutzen die Gunst der Stunde

Auffällig ist jedoch, dass vermehrt Nicht-Ukrainer die Gunst der Stunde nutzen, um in die EU zu gelangen oder direkt nach Österreich oder der Bundesrepublik.

Mit dabei sind auch zahlreiche bekannte Organisationen, die im Verdacht stehen, Schlepperorganisationen zu sein. Kein Wunder also, dass Außenministerin Baerbock am Montag ausnahmsweise fehlerfrei in einem Interview sagte: „Wir werden alle aufnehmen“. Wen sie mit „alle“ meinte, machte sie überaus deutlich: „Die Ministerin unterstrich, dass allen Schutzsuchenden geholfen werde, auch jenen ohne ukrainischen Pass“, heißt es in der WELT.

Nutzt Baerbock die Krise, um den Bevölkerungsaustausch zu fördern?

Damit dürfte klar sein, dass im Rahmen der Ukraine-Hilfe auch zahlreiche Nicht-Ukrainer die Chance haben werden, in westliche EU-Länder zu gelangen – und dort zu bleiben. Die Europäische Union schätzt die Zahl derer, die in die EU kommen, auf bis zu sieben Millionen Menschen. Diese zu versorgen, zu unterhalten, dürfte schon schwierig genug sein. Dabei machen es wieder einmal die osteuropäischen Länder vor, wie es geht.

Schutzgewährung für Flüchtlinge aus Nachbarländern oder Einwanderung aus anderen Kontinenten über das Asylsystem?

Denn diese differenzieren zwischen der Schutzgewährung für Flüchtlinge aus der Ukraine und Einwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen aus anderen Kontinenten über das Asylsystem. Während sich beispielsweise Polen und Ungarn 2015 strikt weigerten, Asylforderer aus Asien und Afrika aufzunehmen, ist ihre Hilfsbereitschaft für die echten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine außerordentlich groß. Dass in der Bundesrepublik keine vergleichbaren Unterschiede gemacht werden, führt dazu, dass sich etliche Medien fragen, warum Polen und Ungarn plötzlich so flüchtlingsfreundlich sind.

Vorsicht vor bleibenden Wirtschaftsflüchtlingen durch die Hintertür

Die Äußerungen von Baerbock und auch von Innenministerin Nancy Faeser, die auch anderen EU-Ländern bei der Bewältigung der Flüchtlingsaufnahme helfen möchte, lassen vermuten, dass eben nicht zwischen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine und Wirtschaftsflüchtlingen aus Afrika oder Asien differenziert wird – es sind eben, wieder einmal, „alle“ eingeladen, um zu kommen und dauerhaft zu bleiben. Der Bevölkerungsaustausch schreitet voran…

Quelle: Wohenblick

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