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Kerry und Lawrow setzen Gespräche über syrische Chemiewaffen fort

Archivmeldung vom 13.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
John Kerry
John Kerry

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow setzen ihre Gespräche über die Kontrolle und Vernichtung der syrischen Chemiewaffen am heutigen Freitag in Genf fort. Bei den Gesprächen im Fünf-Sterne-Hotel Intercontinental will Moskau einen Vier-Stufen-Plan zur Vernichtung des syrischen Chemiewaffenarsenals vorschlagen.

"Worte allein reichen nicht aus", sagte Kerry am gestrigen Donnerstag mit Blick auf das Angebot des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der sich zuvor bereit erklärt hatte, seine Chemiewaffen aufzugeben und unter internationale Kontrolle stellen zu lassen. Kurz vor den Gesprächen in Genf hatte Syrien bei den Vereinten Nationen seinen Beitritt zur Chemiewaffenkonvention beantragt.

Laut Präsident Assad werde sein Land einen Monat nach Unterzeichnung der Konvention Informationen über das Chemiewaffenarsenal liefern. Zudem werde Damaskus seine C-Waffen nur dann unter internationale Kontrolle stellen, wenn die Vereinigten Staaten die Drohungen gegen Syrien einstellten, so Assad weiter. Russlands Außenminister Lawrow betonte seinerseits in Genf, dass es für einen US-Militärschlag mittlerweile keinen Anlass mehr gebe.

Westerwelle: Syriens Antrag auf Beitritt zur Chemiewaffen-Konvention ist positiver Schritt

Außenminister Guido Westerwelle hat Syriens Antrag auf Beitritt zur internationalen Chemiewaffen-Konvention als "ersten positiven Schritt" begrüßt. "Jetzt kommt es darauf an, dass Syrien die damit verbundenen Verpflichtungen zur Offenlegung, Kontrolle und Vernichtung seiner Chemiewaffen erfüllt", erklärte Westerwelle am Donnerstagabend in Berlin.

Die Bundesregierung werde Damaskus daran messen, dass es diesem ersten Schritt nun konsequente Umsetzungsfortschritte folgen lässt, betonte der Außenminister weiter. Syrien will laut Präsident Baschar al-Assad einen Monat nach Unterzeichnung der C-Waffenkonvention Informationen über sein Chemiewaffenarsenal liefern. Die USA müssten im Gegenzug aber eindeutig auf einen Militärschlag verzichten.

Syrien beantragt Beitritt zur Chemiewaffenkonvention

Syrien hat bei den Vereinten Nationen (UN) den Beitritt zur internationalen Chemiewaffenkonvention beantragt. Wie ein UN-Sprecher in New York am Donnerstag mitteilte, sei das entsprechende Dokument eingegangen. Zuvor hatte der syrische Machthaber Baschar al-Assad allerdings Bedingungen für eine Kontrolle der Chemiewaffen in seinem Land gestellt: Die USA müssten demnach eindeutig auf einen Militärschlag verzichten.

Syrien wolle laut Assad einen Monat nach Unterzeichnung der C-Waffenkonvention Informationen über sein Chemiewaffenarsenal liefern. Der syrische Präsident wies zudem erneut den Vorwurf eines Giftgas-Angriffes in der Nähe von Damaskus am 21. August zurück. Für eine solche Behauptung gebe es bislang keine Beweise, so Assad.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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