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"Inside Job": Russische IT-Expertin Kapersky vermutet CIA hinter Hackerangriff auf US-Pipeline

Archivmeldung vom 15.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Eine prominente russische Unternehmerin behauptet, dass es sich bei der Cyberattacke auf die Colonial Pipeline um einen "Inside-Job" handelt, um russische Hackergruppen dafür verantwortlich zu machen. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Eine der wichtigsten Pipelines der USA ist seit letzter Woche nach einem Hackerangriff lahmgelegt. Nach der Cyberattacke auf die Colonial Pipeline wurde das Benzin im Osten der USA teilweise knapp. Die Versorgung soll sich jedoch bald wieder normalisieren. US-Präsident Joe Biden betonte gestern, die Bürger sollten bis dahin "nicht in Panik verfallen".

Bei der Cyberattacke, die die Treibstoffversorgung an der Ostküste der USA stilllegte und die Gaspreise in die Höhe trieb, handele es sich eher um einen "Inside-Job", als dass ausländische Hacker dahintersteckten, behauptet nun die russische Unternehmerin Natalja Kaspersky. Die Gründerin und ehemalige CEO der Sicherheitssoftwarefirma Kaspersky Lab führte am Freitag mit RIA Nowosti ein Interview über den Vorfall. Sie behauptet, dass die CIA, der führende ausländische Geheimdienst der USA, eine Topmannschaft im digitalen Bereich zur Verfügung habe, die sich als ausländische Hacking-Gruppe tarnen könne.

Ihr zufolge sei diese Gruppe, bekannt als UMBRAGE, geschickt darin, ihre "Online-Fußabdrücke" zu verbergen. Die Existenz dieser Topmannschaft war erstmals in einer Reihe von Dokumenten an die Öffentlichkeit durchgesickert, die von WikiLeaks im Jahr 2017 veröffentlicht und anschließend von US-Medien aufgegriffen wurden. Zu jener Zeit berichtete USA Today, dass schattenhafte Agenten "möglicherweise Hacking-Methoden von ausländischen (externen) Hackern katalogisiert" hätten, auch unter anderem in Russland. Diese Methoden hätten es einem geheimen CIA-Team ermöglicht, seine Identität zu verbergen, indem es sie während der Spionage eingesetzt hätte.

Am Donnerstag gab Biden bekannt, dass dieser verheerende Schlag für die US-Infrastruktur aus dem Ausland verübt worden sei. "Wir glauben nicht, dass die russische Regierung an diesem Angriff beteiligt war, aber wir haben guten Grund zur Annahme, dass die Verbrecher, die den Angriff verübt haben, in Russland leben", behauptete er.

Kaspersky verwies auf die Liste der Länder, unter deren Hackergruppen UMBRAGE getarnt sei – "Russland, Nordkorea, China, Iran". Sie erklärte, man könne daher nicht mit Sicherheit sagen, dass der Angriff von einer Hackergruppe aus Russland durchgeführt worden sei.

Colonial zahlte für die Freisetzung seiner blockierten Daten nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg rund fünf Millionen Dollar und fährt dieser Tage den Betrieb seiner Anlagen wieder hoch. Das Wiederhochfahren der Anlage kann dennoch bis zu zwei Wochen dauern. Das Problem der Hacker aber ist damit noch lange nicht gelöst. Denn Ransomware-Angriffe auf Unternehmen häuften sich derzeit.

Woher die Hacker stammen, ist oft nicht zu klären. Vielfach wurden Russland, China oder Iran für solche Attacken verantwortlich gemacht, ohne überzeugende Beweise dafür vonseiten der USA vorgelegt zu werden. Das FBI machte mittlerweile eine Gruppe namens DarkSide als Angreifer auf die Colonial Pipeline aus. Ihre Mitglieder sind bislang unbekannt. Die Bande betreibt allerdings eine eigene Website. Darauf erklärte sie: "Unser Ziel ist es, Geld zu verdienen und nicht Probleme für die Gesellschaft zu produzieren", berichtet die FAZ.

Quelle: RT DE

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