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Ukraine-Krieg Update 28.06.2022: Ungarn fordert EU-Untersuchung zu Gas-Pipeline-Problemen - Gasverbrauch Deutschlands auf Rekordniveau

Archivmeldung vom 28.06.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.06.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Unser Mitteleuropa / Eigenes Werk
Bild: Unser Mitteleuropa / Eigenes Werk

UM bietet – jenseits der gleichgeschalteten westlichen Ukraine-Kriegs-Eskalations-Berichterstattung – hier ein Forum für vielfach zensierte Fakten… Machen Sie sich selbst ein Bild: Ungarn weiterhin strikt gegen Gas-Embargo und fordert nach Untersuchung der Pipeline-probleme. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó blieb am Montag in Luxemburg hart: Die ungarische Regierung sei nicht einmal bereit, über ein mögliches russisches Gasembargo zu verhandeln, da die Sicherheit der ungarischen Energieversorgung keinen Kompromiss erlaube, so sein lapidares Statement anlässlich eines Treffens von EU-Ministern zu Energiefragen.

Weiter berichtet das Magazin: " Der Grund liegt auf der Hand: Der dann unausweichliche Zusammenbruch der ungarischen Wirtschaft. Kein Problem freilich hätte Szijjártó mit der Schaffung gemeinsamer EU-Beschaffungsplattformen für Erdgas. Allerdings könne die Teilnahme daran nur auf freiwilliger Basis erfolgen: Es darf „keine Verpflichtung den Mitgliedstaaten gegenüber in Bezug auf die Beschaffung“ geben, so der Außenminister.

Was ist der Grund für die Gas-Pipeline-Probleme ?

Außerdem wies Szijjártó auf derzeit ernsthafte technische Probleme auf Erdgas-transportrouten von Russland nach Westeuropa hin. Ungarn erwarte deshalb von der EU-Kommission eine Untersuchung: Ob nämlich diese Probleme aufgrund fehlender Ausrüstung für das Pipelinesystem zustande gekommen wären. Weil angeblich die benötigte Ausrüstung zuvor zur Wartung nach Kanada geschickt, aber nicht mehr zurückgegeben worden wäre.

In diesem Falle fordert Ungarn von der EU-Kommission Gegenmaßnahmen, damit die europäische Erdgasversorgung nicht kurzfristig in eine Krise gerät – wie der Außenminister betonte. In mehreren Ländern Westeuropas ist ja bereits ein nationaler Gas-Notstand ausgerufen worden.

Extremer Gas-Preisanstieg wegen der EU-Sanktionen

Der Ukraine-Krieg sowie die danach verhängten Sanktionen hätten zu einem sehr ernsten Preisanstieg auf dem europäischen Energiemarkt geführt. Als Folge daraus wäre ein sehr ernstes quantitatives Versorgungsproblem mit Gas entstanden. Woraus wieder ein Preisanstieg erfolte – ein Teufelskreis, so Szijjártó weiter.

Ungarisches Gas-Speicherziel zu 3/4 erfüllt

Schließlich stellte er fest, dass Ungarn bereits drei Viertel des EU-Ziels zu obligatorischen Gasspeicherung verwirklicht hat.

+++ UPDATE vom 24.06.2022 +++

Gas-Verbrauch in Deutschland auf neuem Höchststand

Des deutschen Wirtschaftsministers Habecks Aufforderungen zum Einsparen von Gas, unter anderem durch Kompensation mittels (bisher durch die Grünen verteufelten) Kohlekraftwerken, sind nichts als Beschwichtigungsrhetorik. Die Realität zeichnet nämlich ein genau gegensätzliches Bild: Denn genau der vergangene Mai 2022 brachte einen neuen Rekord bei der Erdgas-Stromerzeugung in Deutschland, nämlich mehr als 4000 Gigawattstunden (GWH).


Balkendiagramme zur Stromerzeugung | Energy-Charts

Gas-Höchstverbrauch zur Stromerzeugung trotz exorbitanter Preise

Völlig widerlogisch auch der Umstand trotz exorbitant hoher Gaspreise: „Wenn Gas so teuer ist, dann wird in der Regel so viel Strom, wie es geht, aus anderen Quellen produziert, um Gas einzusparen, um unsere Speicher füllen zu können“ – wie Bruno Burger vom Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme gegenüber focus monierte. Doch das Gegenteil wird praktiziert: „Wir haben eine Rekordproduktion gehabt.“

Auch in Frankreich und Österreich

Auch in anderen EU-Ländern ist die Situation ähnlich – so als hätte es nie einen Ukraine-(Wirtschafts- und Energie-)Krieg gegeben: Auch Frankreich (2.700 GWH) und Österreich (Knapp 600 GWh) melden Mai-Rekorde bei Erdgas-Stromproduktion.

Erdgas viel zu teuer für Strom-Erzeugung

Das ist vor allem in der aktuellen Krisen-Situation so. Denn: In vielen Produktionsprozessen der Industrie kann Erdgas nicht einfach ersetzt werden. Außerdem werden zahlreiche Immobilien mit Erdgas beheizt. Der rare Rohstoff müsste also eingespart werden. – Außerdem verringert sich durch die hohe Gas-Verfeuerung zur Stromerzeugung auch das Auffüllen der Gasspeicher für den kommenden Winter.

Grüner Sündenfall: Fehlende Atomkraft als Ursache 

Der wesentliche Grund für den erhöhten Gasverbrauch ist das Fehlen der erst kürzlich vom Netz  genommenen Atommeiler: „Dadurch fehlen im Mai 2.000 bis 2.500 Gigawattstunden Strom, die irgendwie kompensiert werden müssen.“ (Burger, focus) – Dasselbe betrifft auch Frankreich, mit drastischen Konsequenzen: Durch ein Produktionsdefizit von 5 bis 10 Terrawattstunden Strom aus Kernkraft fehlt diese Energie im europäischen Markt, und muss teilweise durch erhöhte deutsche Exporte kompensiert werden. Ein nur mehr schwer zu durchdringender Teufelskreis.

Außerdem liefen die deutschen Braunkohle- und Steinkohlekraftwerke nicht an ihren Kapazitätsgrenzen. Besonders diskrepant also der Umstand: Dass  deutsche Kohlekraftwerke im Mai 2022 mehr Strom hätten liefern können. Teures Erdgas hätte so eingespart werden können, erklärte Burger."

Quelle: Unser Mitteleuropa

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