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Das Großalbanien: Ein Projekt der USA gegen die orthodoxe Welt?

Archivmeldung vom 09.01.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.01.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: politaia.org
Bild: politaia.org

Am Mittwoch, den 5. Dezember 2012, lobte der albanische Premierminister Sali Berisha die Gewährung der Staatsbürgerschaft an alle Albaner, wo immer sie lebten. Diese Erklärung wurde bei einem Besuch in der Stadt Vlora gemacht, wo die Unabhängigkeit des albanischen Staates vor 100 Jahren ausgerufen wurde. Damals hatte sich Albanien gerade vom Osmanischen Joch befreit.

Diese Erklärung folgt einer anderen, diesmal einer gemeinsamen Erklärung, die Sali Berisha mit seinem kosovarischen Amtskollegen Hashim Thaci vor ein paar Wochen machte, in der er die Union alle Albaner versprach. Der Ort war zugegebenermaßen gut gewählt, da die überwiegende Mehrheit der Menschen in Kosovo heute albanischer Herkunft ist, was nicht immer der Fall war.

Während des Balkan-Krieges im Jahre 1913 sind die Serben immer noch die Mehrheit der Bevölkerung. 1941 wird der Kosovo unter faschistischem italienischem Protektorat an Großalbanien (sic) angeschlossen. Nach dem Krieg wird Marschall Tito die albanische Einwanderung verbieten, weil Jugoslawien nur mit einem möglichst schwachen Serbien stark sein konnte. 1974 war es letztlich er, der dem Kosovo den Status einer Autonomen Provinz verleiht, ein Status, der von Slobodan Milosevic 1989 aufgehoben wurde, als die Serben bereits weniger als 15 % der Bevölkerung ausmachen.

Als sich der Kosovo im Jahr 2008 für unabhängig erklärt – fast ein Jahrzehnt nach der militärischen Intervention des Westens – betonen nur wenige Kommentatoren die Dominanz der Albaner in diesem neuen Kleinstaat. Stattdessen feiert man die Freiheit dieses angeblich unterdrückten Volkes. Die meisten westlichen Ländern und die Europäische Union erkennen den Staat sofort an; die Frage der Behandlung der serbischen Minderheit und ihrer Zukunft wird nicht gestellt , trotz des schrecklichen Präzedenzfalls von 2004, als Christen den Pogromen zum Opfer fielen, Kirchen verbrannt und die grundlegendsten Menschenrechte verletzt wurden. Es stimmt allerdings, dass Europa, besser gesagt die Europäische Union, zu diesem Zeitpunkt anderen Prioritäten hatte: die Organisation einer Gaypride in Belgrad.

Also waren nur 4 Jahre nötig, um die Unabhängigkeit des Kosovo endlich öffentlich als eine Farce zu entlarven. Nach nur vier Jahren gab der albanische Premier den serbischen Nationalisten Recht, die immer beteuert haben, dass sie nicht die Kosovaren bekämpfen, sondern in Wirklichkeit die Skipetaren; es handelt sich um eine neue Episode eines uralten, fast 6 Jahrhunderte alten Konflikts auf dem Balkan zwischen den orthodoxen Slawen und den vom Osmanischen Reich bekehrten Söhnen Albaniens.

Die westliche Unterstützung bei der Schaffung des Kosovo und die Härte gegen Serbien scheinen unerklärlich. Doch zwischen 1991 und 2008 wurde von den US-Strategen ein und dieselbe Logik angewendet: Die Zerstörung von Serbien, um es künftig möglichst schwach zu halten für den unvermeidlichen historischen Moment, wo es sich wieder Russland zuwenden sollte.

Natürlich brauchte man gleichzeitig auch ein maximal geschwächtes Russland. Als in den Jahren von 1991 bis 2000 ein militärischer Krieg und ein Medienkrieg gegen das Serbien von Milosevic bis zu seiner Vernichtung geführt wird, wird zur gleichen Zeit auch ein moralischer und ein Wirtschaftskrieg gegen das Russland von Jelzin geführt. Der Kreuzzug gegen die kommunistische Welt verwandelt sich in einen Kreuzzug gegen die Orthodoxe Welt und gegen sein souveränes Nervenzentrum: Die Russische Föderation.

Der Theoretiker der Eindämmung Russlands in Eurasien, Zbigniew Brezinski, betonte selbst im Jahr 2007: “Der Hauptfeind Amerikas war nun die russisch-orthodoxe Kirche.” Die Schaffung von Großalbanien kann wahrscheinlich unter diesem historischen und geostrategischen Kontext gesehen werden. Es stellt einen Brandsatz dar, der ein neues Feuer in dem Balkan auslösen könnte. Dieses Feuer könnte Europa weiter schwächen, aber auch die Orthodoxie (Mazedonien, Griechenland, Montenegro, Serbien,…) weiter destabilisieren und ihre Annäherung an Russland bremsen. Auf der anderen Seite könnte der russische Einfluss in Osteuropa in Frage gestellt werden und damit seine Annäherung an Westeuropa. Auf diese Weise würden die USA wieder einmal ihr Hauptziel erreichen: Die Vermeidung der Versöhnung zwischen der katholischen und der orthodoxen Welt auf dem europäischen Kontinent.

Quelle: Alexandre Latsa voltairenet.org (Übersetzung Horst Frohlich / sprachliche Verbesserungen durch politaia.org)

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