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Chemische Waffen in Händen von Taliban: Wahrheit oder Fiktion?

Archivmeldung vom 10.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Warnzeichen der US-amerikanischen Streitkräfte für chemische Waffen
Warnzeichen der US-amerikanischen Streitkräfte für chemische Waffen

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Soziale Netzwerke in Afghanistan liefern Berichte, denen zufolge die Kämpfer der Taliban-Bewegung angeblich Chemie-Waffen von Russland oder dem Iran erhalten haben sollen. Sputnik Afghanistan hat Experten zu dem Thema befragt.

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "Soziale Netzwerke in Afghanistan liefern Berichte, denen zufolge die Kämpfer der Taliban-Bewegung angeblich Chemie-Waffen von Russland oder dem Iran erhalten haben sollen. Sputnik Afghanistan hat Experten zu dem Thema befragt.

Laut Berichten sollen die Kämpfer der Taliban-Bewegung chemische Attacken auf Militärbasen der Regierungsarmee durchgeführt haben. Die ersten Angriffe seien auf zwei Militärbasen in der Provinz Baghlan unternommen worden. Augenzeugen zufolge sollen die Kämpfer Landkarten erstellt, Militärstützpunkte und Grenzschutzanlagen auf diesen Karten vermerkt und später mit Giftstoffen bestückte Raketen gegen Militärobjekte abgefeuert haben.

Die eingesetzten chemischen Substanzen hätten die Soldaten in den Militärbasen ohnmächtig gemacht. Später sollen die Angreifer die Militärstützpunkte gestürmt und die bewusstlosen Militärs erschossen haben.

Einige Experten warfen Russland und dem Iran vor, die Taliban-Kämpfer mit chemischen Waffen versorgt zu haben. Der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, Seyed Qafour Jaweed, wies in einem Interview mit Sputnik diese Vorwürfe zurück: „So etwas ist niemals vorgekommen. Es gibt keine solchen Waffen", sagte er.

Der Abgeordnete des afghanischen Parlaments von der Provinz Baghlan, Delawar Aimak, hat im Gegenteil die Tatsache eines Raketenangriffs mit chemischen Substanzen bestätigt. „Die Taliban-Angriffe mit Einsatz von chemischen Raketen begannen im August und werden auch heute noch fortgesetzt. Die ersten Angriffe ereigneten sich in Baghlan, wobei mehrere Militärstützpunkte und Polizeireviere in die Hände der Taliban geraten sind", sagte er.

Der Zugang der Kämpfer zu solchen gefährlichen Waffen bereite der Regierung und der Bevölkerung Sorgen. Nach seiner Erkenntnis würden die Sicherheitskräfte Afghanistans jedoch über keine Informationen verfügen, die nahelegen könnten, von wo aus die Taliban-Kämpfer „chemische Raketen" bekommen würden. „Meiner Meinung nach hätte eine ernsthafte Ermittlung unternommen werden sollen, bevor ein Land oder eine ausländische Organisation beschuldigt wird".

Der politische Experte und Aktivist Nader Mаngal verweist darauf, dass einige afghanische Experten und Politiker bereits daran gewöhnt seien, Russland für militärische Misserfolge der Regierung verantwortlich zu machen:

„Es ist in, Russland zu kritisieren. Nicht nur politische Experten, sondern auch amtliche Personen werfen Russland vor, den Taliban-Kämpfern zu helfen. Allerdings hält kein Experte und kein Politiker es für nötig, seine Vorwürfe mit Dokumenten oder Zeugnissen zu bekräftigen", äußerte er. Dasselbe sei bei Berichten über die angebliche Versorgung der Taliban mit chemisch bestückten Raketen der Fall: „Ohne ausreichende Zeugnisse und gründliche Ermittlung wird Russland schuldig gemacht"."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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