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Moskau erstaunt über späten Appell an Russland nach Kooperation im Fall MH17

Archivmeldung vom 13.10.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.10.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Der rechte Cockpitteil. Man kann an der Oberseite über den Fenstern mehrere parallele Einschläge sehen. Diese können nur von einer Doppellauf Bordkanone eines Kampffliegers stammen. Es ist völlig unmöglich, dass die unspezifisch ausgerichteten Einschläge von Shrapnellmunition einer BUKM1 Luftabwehrrakete eine solche exakte Parallelität hervorbringen. Ausserdem kann man mehrere runde Löcher in den Fensterscheiben oder in Fensternähe erkennen. Bild: Screenshot http://nos.nl/artikel/2004822-cockpit-van-mh17-boeing-geborgen.html
Der rechte Cockpitteil. Man kann an der Oberseite über den Fenstern mehrere parallele Einschläge sehen. Diese können nur von einer Doppellauf Bordkanone eines Kampffliegers stammen. Es ist völlig unmöglich, dass die unspezifisch ausgerichteten Einschläge von Shrapnellmunition einer BUKM1 Luftabwehrrakete eine solche exakte Parallelität hervorbringen. Ausserdem kann man mehrere runde Löcher in den Fensterscheiben oder in Fensternähe erkennen. Bild: Screenshot http://nos.nl/artikel/2004822-cockpit-van-mh17-boeing-geborgen.html

Moskau bezeichnet den Appell des niederländischen Regierungschefs Mark Rutte an Russland als merkwürdig, an Ermittlungen zum MH17-Absturz mitzuwirken, nachdem Den Haag bereits einen Bericht veröffentlicht hat. Das erklärte, laut einer Meldung des russischen online Magazins "Sputnik", die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Dienstag in Moskau.

Weiter heißt es dazu auf der deutschen Webseite: "„Das umso merkwürdiger, als wir uns von Anfang an zu dieser Arbeit bereit erklärt hatten. Aber wir wurden zu Ermittlungen nicht zugelassen – unter welchem Vorwand auch immer. Und plötzlich, nach der Veröffentlichung des Berichts des niederländischen Sicherheitsrates mit bereits formulierten Schlussfolgerungen, braucht man eine Zusammenarbeit mit Russland“, sagte Sacharowa.

Zuvor hatte Premier Rutte Russland aufgerufen, den am Dienstag präsentierten Absturzbericht zu achten und in die Ermittlungen einzusteigen.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 aus bisher ungeklärter Ursache im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der von Amsterdam nach Kuala Lumpur fliegenden Verkehrsmaschine, darunter 85 Kinder, kamen ums Leben.

In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. Noch vor Beginn der Ermittlungen hatten viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.

Niederländischer MH17-Bericht: Ukraine hätte Luftraum sperren müssen

Der Sicherheitsrat der Niederlande, der 15 Monate lang zum MH17-Abschuss im Donbass ermittelt hat, stellt in seinem Endbericht fest, dass die Ukraine den Luftraum über dem Kampfgebiet hätte sperren müssen. Laut dem Gremium hatte Kiew die Gefahr für den zivilen Luftverkehr unterschätzt.

Schon nach der Katastrophe mit 298 Toten im Juli 2014 stand die ukrainische Regierung in Kritik, weil sie den Luftraum trotz der heftigen Kämpfe nicht für den Luftverkehr gesperrt hatte.

„Wir sind zu dem Schluss gelangt, dass die Ukraine den Luftraum über dem östlichen Teil des Landes als Vorsichtsmaßnahme hätte sperren müssen“, so der Endbericht des niederländischen Sicherheitsrats. „Das Risiko für die zivile Luftfahrt war nicht angemessen eingeschätzt worden.“

USA halten Daten zu MH17-Absturz zurück

In den Niederlanden wird heute der technische Bericht zum Absturz der Boeing 777, Flugnummer MH17, von Malaysia Airlines im Juli 2014 veröffentlicht. Einige Details des Berichts sickerten im Vorfeld durch. Experten zufolge lassen die Untersuchungsergebnisse viele Fragen offen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta” am Dienstag.

Über ein Jahr lang untersuchten niederländische Spezialisten die MH-17-Wrackteile. Beim Absturz des Passagierflugzeugs im Südosten der Ukraine kamen im Juli 2014 298 Menschen ums Leben. Nach Informationen der britischen Zeitung „The Guardian” konzentrierten sich die Berichtverfasser nur auf die technische Seite des Unglücks.

Der Sicherheitsrat der Niederlande betonte, dass die Ermittler sich nicht mit der Suche nach den Verantwortlichen der Tragödie befassten.  Nach Angaben westlicher Medien wird die Internationale Untersuchungskommission heute offiziell bestätigen, dass eine „Buk“-Rakete auf das Flugzeug abgefeuert worden war. Wer den Startknopf drückte, wird jedoch ungeklärt bleiben.

Außerdem werden von den Experten Erklärungen erwartet, warum die Maschine überhaupt über das Kampfgebiet im Südosten der Ukraine flog. Zum damaligen Zeitpunkt umflogen fast alle Fluggesellschaften die Gebiete Donezk und Lugansk. Der Bericht versucht zu begründen, warum Amsterdam die Verwandten der Todesopfer mehrere Tage im Ungewissen ließ.

Nach Ansicht des russischen Sicherheitsexperten Aleksej Fenenko zeugt das Ignorieren der russischen Daten davon, dass „dieser internationale Prozess nur mit dem Ziel begonnen wurde, die russische Führung in Verruf zu bringen“. „Die USA stellten selbst keine Satellitenaufnahmen zur Verfügung, weil Washington ein bestimmtes politisches Ziel verfolgt. Für die USA ist es von Nachteil, die Aufnahmen bereitzustellen, die die Version der Schuld Moskaus am Flugzeugunglück zunichtemachen können“, betont Fenenko.

Hersteller: MH17 mit alter Rakete abgeschossen - Russland hat keine solchen Raketen

Die malaysische Verkehrsmaschine Boeing Flug MH17, die im Juli 2014 mit 298 Menschen an Bord in der Ost-Ukraine abgestützt ist, wurde nach Erkenntnissen des russischen Rüstungskonzerns Almaz-Antey mit einer alten Rakete des Typs Buk 9М38 abgeschossen, die aus einem von den Regierungstruppen kontrollierten Gebiet abgefeuert worden war.

Die Produktion solcher Raketen war bereits zu Sowjetzeiten eingestellt worden, teilte Almaz-Antey am Dienstag mit. Der Konzern hat eine eigene Untersuchung zur MH17-Absturzursache durchgeführt und sogar als Experiment ein ausgedientes Passagierflugzeug gesprengt. Bei diesem Experiment konnte laut Konzernchef Jan Nowikow der Typ der Rakete genau festgestellt werden.

„Wir haben bewiesen, dass es eine Rakete vom Typ Buk 9М38 war, die die Boeing vom Himmel geholt hat. Und dass sie aus dem Raum Saroschtschenskoje abgefeuert worden war“, teilte Nowikow am Dienstag auf einer Pressekonferenz mit. „Die letzte solche Rakete war im Jahr 1986 in der Sowjetunion gebaut worden." Die russischen Streitkräfte hätten bereits 2011 diese Buk-Modifikation ausgemustert. Saroschtschenskoje stand zum Zeitpunkt des MH17-Absturzes unter Kontrolle des ukrainischen Militärs."

Link zum Video bei dem zu sehen ist wie Almaz-Antey einen ausgemusterten Jet mit einer Rakete sprengt: http://de.sputniknews.com/panorama/20151013/304907382/mh17-almaz-antey-ermittlungsexperiment.html

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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