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Afghanistan-Konferenz in Moskau: Russland im Kontakt mit Taliban, um ihre Ziele zu verstehen

Archivmeldung vom 21.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Taliban-Vertreter auf der Afghanistan-Konferenz in Moskau am 20. Oktober 2021
Taliban-Vertreter auf der Afghanistan-Konferenz in Moskau am 20. Oktober 2021

Bild: Sputnik / Alexei Kudenko

In Moskau finden heute Gespräche zum Friedensprozess in Afghanistan statt, bei denen auch die Taliban vertreten sind. Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat bei dem Treffen die Taliban-Regierung dazu aufgerufen, die Grundrechte aller afghanischen Einwohner zu gewährleisten. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Am 20. Oktober 2021 findet die dritte Afghanistan-Konferenz in Moskau statt. An den Gesprächen hinter verschlossenen Türen nehmen Vertreter von zehn Ländern einschließlich Afghanistans, seines Nachbarn China, Irans und Pakistans teil. Die Taliban, die nach dem NATO-Abzug in Afghanistan an die Macht gekommen waren, sind auf dem Treffen durch zehn Personen vertreten, angeführt von dem Vizepremier der Taliban-Regierung, Abdul Salam Hanafi.

Sergei Lawrow, der russische Außenminister, forderte zu Beginn der Gespräche mehr Anstrengungen für einen dauerhaften Frieden in Afghanistan. Zugleich rief er die Taliban auf, die Grundrechte aller afghanischen Einwohner zu gewährleisten. Außerdem brachte der russische Top-Diplomat wieder die Frage der Bildung einer inklusiven Regierung in Afghanistan auf den Tisch. Gegenüber Journalisten sagte er diesbezüglich:

"Die Aufgabe, einen dauerhaften Frieden in Afghanistan zu erreichen, bleibt dringend. Den Schlüssel zu ihrer erfolgreichen Lösung sehen wir vor allem in der Bildung einer wirklich inklusiven Regierung, die die Interessen aller, nicht nur der ethnischen Gruppen, sondern auch der politischen Kräfte des Landes vollständig widerspiegeln soll."

Wegen der fehlenden internationalen Anerkennung der Taliban-Regierung und aufgrund wirtschaftlicher und humanitärer Probleme könne die Lage nicht als stabil bezeichnet werden, unterstrich Lawrow. Diese Situation würden terroristische Gruppen ausnutzen. Zudem gebe auch das Problem der massenhaften Drogenherstellung Anlass zur Sorge.

Der amtierende Außenminister der Taliban, Amir Khan Muttaki, erklärte gegenüber Journalisten, die Taliban-Regierung erwarte ihrerseits von der internationalen Gemeinschaft, in dieser sensiblen Zeit zur Stabilität Afghanistans beizutragen, humanitäre Hilfe zu leisten und Vermögenswerte des Landes freizugeben. Mit der Machtübernahme der Taliban waren rund neun Milliarden US-Dollar an Reserven der Zentralbank des Landes eingefroren worden, die zu einem großen Teil in den USA geparkt sind.

Die Taliban werden in Russland als terroristische Organisation eingestuft und sind dort verboten. Bezüglich eines Treffens mit den Taliban-Vertretern in Moskau erklärte der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow dennoch:

"Direkte Kontakte zielen darauf ab, besser zu verstehen, wie sich die Situation im Land entwickelt und welche Ziele die Taliban haben."

Russland habe die Taliban-Regierung zwar nicht anerkannt. Aber faktisch werde Afghanistan von den Taliban regiert, fügte der Sprecher hinzu. Russland sei an einer "Lähmung" des an die GUS-Länder grenzenden Staates nicht interessiert. Im Vorfeld des Treffens in Moskau betonte Lawrow nochmals, Moskau habe nicht vor, die Taliban anzuerkennen.

Die Taliban hatten nach dem Abzug der internationalen NATO-Truppen weite Teile des Landes erobert. Am 15. August 2021 zogen sie kampflos in die Hauptstadt Kabul ein. Im Land zeichnet sich aktuell eine schwere humanitäre Krise ab, die UN sehen die Wirtschaft kurz vor dem Kollaps. Darüber hinaus wird eine starke Fluchtbewegung innerhalb Afghanistans und möglicherweise auch über die Grenzen hinaus erwartet. Russland zeigte sich zuletzt im Zusammenhang mit einer terroristischen Bedrohung und dem zunehmenden Drogenschmuggel über die Situation in Tadschikistan, Usbekistan und Kirgisistan besorgt."

Quelle: RT DE

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