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Zeitung: Deutsche Dschihadisten ziehen von Pakistan nach Syrien

Archivmeldung vom 04.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Karte von Syrien Bild: wikipedia.org
Karte von Syrien Bild: wikipedia.org

Mehrere radikale Islamisten aus Deutschland sollen von Pakistan nach Syrien übergesiedelt sein. Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Demnach gehen deutsche Nachrichtendienste davon aus, dass sich einige Dschihadisten, die vor Jahren in Terrorcamps im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ausgewandert sind, inzwischen in Syrien befinden oder auf dem Weg dorthin sind.

Konkret soll es sich dabei um zwei Deutsch-Marokkaner aus Bonn sowie deren Ehefrauen und Kinder handeln. "Der Bürgerkrieg in Syrien und die Terrorgruppe `Islamischer Staat` üben aktuell die größte Anziehungskraft für kampfeswillige Islamisten aus", sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden der "Welt". "Auch die noch in Pakistan ansässigen Dschihadisten aus Deutschland wollen sich offenbar in Syrien betätigen."

Deutsche Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass sich die beiden Deutsch-Marokkaner zuletzt mit ihren Ehefrauen sowie einer Hamburgerin in Waziristan aufhielten. Es habe sich um eine "isolierte deutsche Dschihad-Kolonie" gehandelt, heißt es aus Sicherheitskreisen.

Vor einigen Wochen soll schließlich der Entschluss gefallen sein, Pakistan zu verlassen und nach Syrien zu reisen. Die Deutsch-Marokkaner waren im Jahr 2008 in das pakistanische Stammesgebiet Waziristan ausgereist und hatten sich dort der Terrorgruppe "Islamische Bewegung Usbekistan" (IBU) angeschlossen. Unter ihren Kampfnamen verbreiteten die beiden Islamisten seitdem zahlreiche Propagandavideos, in denen sie auch zu Terroranschlägen in Deutschland aufriefen.

Zuletzt tauchte im Januar ein Propagandavideo mit Bezug zu den beiden auf. Derzeit sollen sich nur noch rund 20 Islamisten aus Deutschland in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion aufhalten. Ursprünglich waren bis zu Hundert Extremisten in die terroristischen Ausbildungslager der Al-Qaida, IBU und anderer Gruppen gezogen. Einige Dschihadisten kehrten wieder nach Deutschland zurück und wurden zu Haftstrafen verurteilt. Andere wurden bei Gefechten und durch Drohnenangriffe getötet oder verübten Selbstmordanschläge.

Medien: Erneut Brite von IS-Kämpfern hingerichtet

Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben offenbar erneut eine britische Geisel ermordet. Das berichten verschiedene Medien unter Berufung auf ein entsprechendes Video, das im Internet veröffentlicht worden sei. In dem Video werde zudem mit der Ermordung eines US-Bürgers gedroht. Die Authentizität des Videos wurde bisher nicht bestätigt. Der Brite war im vergangenen Dezember in Syrien verschleppt worden. Erst Mitte September war ein britischer Entwicklungshelfer von IS-Kämpfern getötet worden.

Bayern will Salafisten aus Kempten ausweisen

Ein 22-jähriger Salafist aus dem bayerischen Kempten ist festgenommen worden und soll schnellstmöglich in die Türkei ausgewiesen werden: Das teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag mit. Der 22-Jährige hatte sich zuvor in einem Interview mit dem Magazin der "Süddeutschen Zeitung" zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannt. Darin sagte er unter anderem, er würde sogar seine Familie umbringen, wenn sie sich gegen den IS stelle.

Nach Ansicht von Herrmann ist er damit eine erhebliche Gefahr für die innere Sicherheit Deutschlands: "Jemand, der in aller Öffentlichkeit die Gräueltaten der Terrormiliz Islamischer Staat gutheißt, das Köpfen von Journalisten rechtfertigt und nicht davor zurückschreckt, seine eigene Familie zu töten, wenn sie sich nicht an die islamischen Gesetze hält, hat bei uns nichts zu suchen. Es gibt keinen anderen Weg, als ihn in sein Heimatland abzuschieben."

Der 22-jährige Mann war bereits seit eineinhalb Jahren von der Polizei beobachtet worden, berichtet die SZ. Nachdem er vergebens versuchte habe, als Kämpfer nach Syrien einzureisen, sei sein Pass vorübergehend eingezogen worden. Der Mann stamme aus der Türkei, lebe aber bereits seit 20 Jahren mit seinen Eltern im Allgäu, wo er das Abitur gemacht und ein Studium begonnen habe. Er gilt der SZ zufolge als Kopf der örtlichen Salafisten-Szene, die aus schätzungsweise zehn Mitgliedern bestehe.

Medien: IS-Kämpfer dringen in Grenzstadt Kobane ein

Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sind am Freitag offenbar in die syrische Stadt Kobane nahe der türkischen Grenze eingedrungen. Wie der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf kurdische Kämpfer berichtet, kontrolliert der IS bereits einen Bereich im Südwesten der Stadt.

Laut des Berichts wollen die Kurden nun Scharfschützen einsetzen, um so den Vormarsch der Terrormiliz zu stoppen. Die Stadt wurde in den vergangenen Tagen vom IS belagert und beschossen. Tausende Zivilisten sollen bereits aus der umkämpften Stadt geflohen sein. Um die Kurden bei der Verteidigung der Stadt zu unterstützen, flogen US-Kampfflugzeuge zuletzt mehrere Luftangriffe gegen Stellungen des IS.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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