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„Utopische“ Reaktion der Massenmedien auf das Militärmanöver „Sapad-2013“

Archivmeldung vom 20.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Russischer Soldat mit Ausrüstung
Russischer Soldat mit Ausrüstung

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Auf mehreren Übungsgeländen Russlands, Weißrusslands sowie auf der Ostsee haben die gemeinsamen russisch-weißrussischen Militärmanöver „Sapad 2013“ („Westen 2013“) begonnen (20.-26. September). Manche ausländischen Massenmedien veröffentlichten gleichzeitig Artikel, in denen utopische Szenarien der Entwicklung des Geschehens beschrieben werden. Das berichtet Oleg Nechaj bei Radio "Stimme Russlands".

Nechaj weiter: "Bei dem Militärmanöver werden, wie früher bereits mitgeteilt, etwa 12.000 russische Militärangehörige im Einsatz sein. Auf der Ostsee werden die Soldaten Trupps eines imaginären Gegners neutralisieren. Die Luftwaffe und die Fliegerabwehrsysteme werden gemeinsame Handlungen zur Abwehr von Luftangriffen trainieren. In diesem Jahr traf das Militärkommando die Entscheidung, alle Etappen des Manövers für ausländische Beobachter offen zu machen. Wie der erste Stellvertreter des Verteidigungsministers Russlands, Arkadi Bachin, sagte, erwarte man, dass dem Manöver Vertreter aus mehr als 60 Ländern beiwohnen werden.

Ungeachtet der Fülle an Informationen tauchten in den westlichen Massenmedien jedoch seltsame und zuweilen sogar völlig utopische Beiträge auf. So soll – nach einer Version – im Rahmen des Manövers angeblich ein präventiver Atomschlag gegen Warschau trainiert werden.

Das Manöver besitze ausschließlich Verteidigungscharakter, bemerkt der Chefredakteur des Journals „Nazionalnaja oborona“ (Nationale Verteidigung), Igor Korotschenko:

„Wir unternehmen keinerlei Atomschläge, keinerlei präventive Operationen im Westen. Die Aufgaben betreffen ausschließlich die Verteidigung, sie sind mit der Abwehr möglicher Bedrohungen verbunden, und zwar im ganzen Spektrum ihres Entstehens. Es erfolgt ein gemeinsames Planen der Einsätze, die Kampfhandlungen und das Zusammenwirken der Waffengattungen werden trainiert. Es wird eine Variante zur Abwehr eines möglichen Luftangriffs trainiert. Wir besitzen ein gemeinsames Fliegerabwehrsystem, das unabhängig vom Manöver funktioniert.“

Eine Hauptaufgabe des Manövers „Sapad 2013“ ist das Trainieren gemeinsamer militärischer Aktivitäten. Der Direktor des Zentrums für strategische Konjunktur Iwan Kondratjew sagt hierzu Folgendes:

„Es geht darum, die Fertigkeiten der russischen und weißrussischen Armee zur Kooperation zu prüfen. Eben weil sie unser wichtigster Bündnispartner in der westlichen Richtung ist. Was die westlichen Massenmedien betrifft, so ist es die übliche Praxis, eine Sensation aus dem Nichts zu zaubern.“

Indem sie das russisch-weißrussische Militärmanöver als etwas Unheilvolles darstellen, verschweigen die westlichen Journalisten, dass in dieser Region ein grandioses Militärmanöver der Nato-Truppen stattfindet. Insbesondere Manöver, die mit der Stationierung wesentlicher Luftwaffe-Gruppierungen auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetrepubliken des Baltikums – in Litauen, Lettland und Estland – verbunden seien, bemerkt der Vizepräsident der Akademie für geopolitische Wissenschaften Konstantin Siwkow:

„Da trainiert man Flüge von Kampfflugzeugen von den Flugplätzen dieser Länder, ebenso die Kontrolle des Luftraums über der Ostsee. Es sei daran erinnert, dass die taktischen Fliegerkräfte der USA vom Territorium dieser Länder aus fähig sind, Angriffe gegen Moskau und Sankt Petersburg zu führen. Ein im Ausmaß ähnliches Militärmanöver führt die Nato auf der Ostsee durch. Unter diesen Bedingungen ist Russland verpflichtet, den Einsatz seiner Truppen gemeinsam mit dem strategischen Partner – mit Weißrussland – zu trainieren.“"

Quelle: Text Oleg Nechaj - „Stimme Russlands"

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