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Maschinelle Übersetzung: Was ist das und was kann sie?

Archivmeldung vom 07.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: w.r.wagner / pixelio.de
Bild: w.r.wagner / pixelio.de

Eine perfekte, automatische Übersetzung gibt es leider noch nicht. Dennoch bietet eine maschinelle Übersetzung einen guten Ausgangspunkt für eine Nachbearbeitung.

Was die maschinelle Übersetzung kann und was darunter überhaupt verstanden wird, wird in folgendem Artikel dargestellt.

Warum sind die maschinellen Übersetzungen nicht perfekt?

Für die Menschen gehört der Umgang mit der Sprache zum Alltag und ist in der Regel selbstverständlich. Allerdings kann eine Software mit dieser Aufgabe durchaus Probleme haben. Denn: Die Sprache ist nahezu unendlich vielfältig und kann Sachverhalte auf viele verschiedenen Arten ausdrücken. Die Eindeutigkeit eines digitalen Systems wird hier meist vergebens gesucht.

In den unterschiedlichen Sprachen unterscheiden sich die Regeln und Wörter in ihren Kombinationen teils stark voneinander. Dennoch gibt es durchaus gemeinsame Strukturen, welche alle Sprachen für sich nutzen. Diese werden auch als Tiefenstrukturen bezeichnet. Einfache Programme für Übersetzungen orientieren sich allerdings nur an der Struktur der Oberfläche und nehmen so eine Wort-für-Wort Übersetzung vor.

Eine Software kann deswegen nur dann brauchbare Ergebnisse liefern, wenn zuerst die Oberflächenstruktur der Sätze in der ursprünglichen Sprache ausgewertet, diese dann kategorisiert und danach die Tiefenstruktur erkannt werden. Diese erkannten Strukturen müssen dann wiederum in die Zielsprache übertragen werden. Eine satzübergreifende Analyse ist heute technisch leider nur mit der Minderheit der Übersetzungsprogramme möglich.

Dafür, dass die maschinelle Übersetzung nicht nur die passenden Ergebnisse liefert, sind einige Faktoren verantwortlich. Die Sprache der Menschen ist uneindeutig, idiosynkratisch, unpräzise und sehr komplex. Eine Software für Übersetzungen kann dadurch bei Sätzen mit mehrdeutigen Strukturen der Grammatik oder mehrdeutigen Wörtern an ihre Grenzen stoßen.

Im Gegensatz zu Maschinen verfügen Menschen über Erfahrungs- und Weltwissen.
In empfehlenswerten Programmen für Übersetzungen lassen sich zwar bestimmte Einstellung zur Definition bestimmter Fachgebiete vornehmen, allerdings sorgen diese feinen Abstimmungen auch nicht dafür, dass wirklich alle Sätze korrekt und treffend übersetzt werden.

Maschinelle Übersetzung – Wie funktioniert sie?

Innerhalb der Übersetzungssoftware müssen natürlich die Grundregeln bezüglich der Grammatik, sowohl in der Ziel- als auch in der Ausgangssprache enthalten sein. Das gleiche gilt für die jeweiligen Ausnahmen dieser Regelungen und für die einzelnen Vokabeln, die mit unterschiedlichen Informationen versehen werden müssen. Zu diesen Informationen zählen:

  • Beugungsformen und Wortart
  • Die Bedeutung der Vokabel in unterschiedlichen Kontexten
  • Die verschiedenen Attribute

Das Vorgehen der Software bei dem Übersetzungsprozess ist folgendermaßen gestaltet:

Jeder Satz wird während der Analyse in seine einzelnen Wörter unterteilt. Diese werden dann im Wörterbuch nachgeschlagen. Das Programm ermittelt dabei die möglichen Übersetzungen und die grammatischen Eigenschaften, sowie eventuelle zusätzliche Informationen. Danach folgt eine syntaktische Satzanalyse. Dafür wird der Satz in seine einzelnen Komponenten zerlegt und deren jeweilige Funktion bestimmt.

Die Übersetzung an sich findet dann in unterschiedlichen Schritten statt. Zuerst kommt es zur Durchführung des lexikalischen Transfers. Dabei werden die grammatikalischen Eigenschaften von dem Programm, sowie die jeweiligen Zusatzinformationen, berücksichtigt. Dann folgt der Transfer der Struktur. Dieser ist dafür verantwortlich, dass die Wörter innerhalb des Satzes richtig platziert werden. Im Anschluss findet eine Korrektur der Wortformen statt, sodass die Übersetzung ihre finale Form erreicht.

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