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PIRATEN Niedersachsen warnen: Gutes Bier braucht gutes Wasser

Archivmeldung vom 06.08.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.08.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Quelle (Symbolbild)
Quelle (Symbolbild)

Foto: Castrocane
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Aus Anlass des morgigen "Internationalen Tages des Bieres" [1] betrachten die PIRATEN Niedersachsen dessen Hauptbestandteil, das Wasser. "Hopfen, Malz, Hefe und Wasser, und zwar sauberstes Wasser, dies sind die altbekannten Zutaten für die Bierbrauerei. Schon im Mittelalter, gerne als das Biertrinker-Zeitalter verhöhnt oder verklärt, waren die Braumeister auf sauberes Wasser angewiesen und konnten nicht etwa zaubern.

In den wachsenden Städten des Hoch- und Spätmittelalters war Brunnenwasser als Getränk nicht geeignet, zumal die Brunnen auf denselben Grundwasserspiegel hinabreichten, wie die damaligen Kloaken [2]. Und heute? Die Brunnen für unser Nahrungsmittel Nr. 1 liegen in landwirtschaftlich genutzten Gebieten.

Die Karte von Niedersachsen [3] zeigt den Zustand des Trinkwassers, jeder roter Punkt ist ein Wert von über 50 mg/l Nitrat. Das ist Wahnsinn," missbilligt Annette Berndt, Themenbeauftragte Landwirtschaft der PIRATEN Niedersachsen, die Situation. "Die Belastung von rund 60% der landwirtschaftlich genutzten Fläche mit hohen Konzentrationen von Nitraten und Phosphaten überwiegend aus der intensiven Tierhaltung [4] muss endlich ein Ende haben. Die Düngeverordnung [5] dreht an Schräubchen, packt das Übel, nämlich dass Niedersachsen ein Tiermastballungsgebiet mit zu hohen Tierzahlen pro Fläche ist, nicht an der Wurzel. Außerdem sollen die kleinen und mittleren Betriebe die Suppe auslöffeln, die die Großen uns eingebrockt haben, dass wir sie noch schneller verdrängen.

Nein, nur eine Abkehr von der industriellen Tierproduktion an sich bietet hier einen Ausweg aus der nicht enden wollenden Spirale aus Einbringung der Stoffe in die Natur und der immer stärkeren Belastung des Grundwassers. Denn das wird immer weniger [6], was die Konzentration der Schadstoffe erhöht. Wie lange soll das wohl noch so weiter gehen?" Ein anderes Problem liegt in der möglichen Privatisierung von kommunalen Wasserversorgern.

"Alle in der letzten Zeit abgeschlossenen internationalen Handelsverträge sehen Regelungen vor, die die Privatisierung öffentlicher Infrastruktur forcieren können. [7] Da ist es dann nur eine Frage der Zeit, bis weltweit Zustände herrschen, wie wir sie schon jetzt aus Städten kennen, in denen die Gewinnmaximierung zugeschlagen hat [8]," warnt Thomas Ganskow [9], Vorsitzender der PIRATEN Niedersachsen und Spitzenkandidat zur Bundestagswahl 2021. "Selten genug kommt es dann vor, dass die Politik dazu gebracht werden kann, diesen Fehler zu korrigieren. Aber das dann auch nur zu Kosten, die ganze Generationen belasten. [10] Diesem Treiben muss Einhalt geboten werden. Denn Politik muss an die ferne Zukunft denken und nicht nur bis zur nächsten Wahl."

Datenbasis:

[1] http://www.kleiner-kalender.de/event/tag-des-bieres/95800.html

[2] https://blog.histofakt.de/?p=856

[3] http://ots.de/gd0KYT

[4] https://bit.ly/2XnvGDT

[5] http://ots.de/B8YT2r

[6] http://ots.de/FsgY9d

[7] http://ots.de/Pje2Qy

[8] http://ots.de/NEB9Iw

[9] https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Thomas_Ganskow

[10] http://ots.de/5khjVA

Quelle: Piratenpartei Deutschland (ots)

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