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Union: CO2-Speicherpotenziale des Waldes nutzen

Archivmeldung vom 17.05.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.05.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Agrarminister von Bund und Ländern sind am gestrigen Montag zu einer Sonderkonferenz Wald zusammengekommen. Dazu erklären der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, und der zuständige Berichterstatter Hermann Färber:

Albert Stegemann: "Die Ampel-Koalition muss in der Forstpolitik die Finanzierung der Ökosystemleistungen des Waldes zur Chefsache machen. Nur so kann der zielgerichtete Waldumbau gelingen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind in unseren Wäldern inzwischen für jedermann zu sehen. Die vielen Waldbesitzer brauchen endlich Gewissheit, wie ihnen die zahlreichen Ökosystemleistungen der Wälder möglichst unbürokratisch honoriert werden.

Zudem ist die Bundesregierung aufgerufen, sich beim Waldumbau an der Wissenschaft zu orientieren. Die heimischen Baumarten können der Hitze und der Dürre in einigen Regionen nichts mehr entgegensetzen. Die Ampel muss anerkennen, dass wir auch Bäume in den Wäldern brauchen, die dort nicht heimisch sind, aber den Witterungsbedingungen und dem Klimawandel besser Stand halten."

Hermann Färber: "Die Bundesregierung ist aufgefordert, sich endlich zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu bekennen und die Fördermaßnahmen danach auszurichten. Nur durch eine umfassende nachhaltige Forstwirtschaft und Holznutzung kann das CO2-Speicherpotenzial unserer Wälder vollends ausgeschöpft werden. Eine Stilllegung von Flächen dagegen bringt weniger bis gar nichts - außer zusätzlichen Risiken bei Extremwetterereignissen. Wie auf der Konferenz gefordert, benötigen wir eine umfassende Holzbauinitiative und -strategie im Bausektor. Die KfW-Förderprogramme müssen sich daran orientieren. Außerdem muss Holz als wesentlicher Bestandteil der Energiewende anerkannt werden. Denn dieser Baustoff ist nachhaltig und macht uns von fossilen Energieträgern unabhängiger.

Unsere Wälder tragen maßgeblich zum Klimaschutz bei, weil sie CO2 binden. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Honorierung dieser Ökosystemleistungen muss jetzt umgesetzt werden, indem ein einfaches Zertifizierungssystem etabliert wird. Nur längerfristige finanzielle Anreize werden es auch privaten Waldbesitzern mit kleinen Forstflächen ermöglichen, den Wald klimagerecht umzubauen."

Quelle: CDU/CSU - Bundestagsfraktion (ots)


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