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Vortrag von Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“

Archivmeldung vom 29.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“
Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“

Bild: ExtremNews

„Basisdemokratie bedeutet: Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden über Lösungswege, die in basisdemokratischen Gruppen erarbeitet wurden. Sie wählen Lösungen, die nicht für Interessengruppen sondern für Menschen gemacht sind.“, heißt es auf der Webseite der Partei dieBasis. Im aktuellen Vortrag vom Oktober 2021, der hier kostenfrei zu sehen ist, beschreibt Matriarchatsforscher Gandalf Lipinski mögliche Wege für die basisdemokratische Parteiarbeit in Verbindung mit matriarchaler Politik.

Die Präsentation gliedert sich in folgende drei Unterpunkte:

  • Was ist überhaupt matriarchale Politik?
  • Welche Inhalte wurden im Rahmen der Charta zum Thema Basisdemokratie erarbeitet?
  • Konkrete Vorschläge an die Partei dieBasis, wie man solche basisdemokratischen Strukturen in die Realität umsetzt.   

Der Sprecher hat die Idee, den Schwerpunkt innerhalb der Partei ab jetzt bis Ende 2022 nicht auf Wahlkämpfe zu richten, sondern darauf Bürgerforen einzurichten und Basisstrukturen zu entwickeln. Schwerpunkte des Handelns wären in dieser Zeit die Kreisverbände, die relativ selbständig ihre Arbeit machen. Die Kreise sollten mit vierteljährlichen Kreisbürgerforen beginnen. Explizit sollten neben den Mitgliedern auch alle Menschen außerhalb der Partei, die in der Region leben, eingeladen werden. Ein fester Rhythmus der Veranstaltungen bringe eine Art Tradition mit sich. Es sei überlegenswert, ob es eher vorteilhaft wäre, diese Foren zu gleichen Zeiten in den Regionen vor Ort stattfinden zu lassen und nicht von Region zu Region an unterschiedlichen Terminen.

Zweiter Schwerpunkt sollte die Mitgliedswerbung für den Aufbau von Ortsverbänden mit mindestens 30 Mitgliedern (darunter 10+ aktive) sein.

Ein drittes Thema wäre die Vernetzung der Kreisverbände mit kooperierenden Nachbarkreisverbänden mit dem Ziel irgendwann auch Bezirksverbände oder autonome Regionen innerhalb der Partei zu bilden. Gandalf Lipinski führt dies so aus: „Die Bezirke sind in unserer offiziellen Politik wenig bedeutend. Sie haben keine eigenen Parlamente. Das sind reine Verwaltungsebenen. Aber für den Parteiaufbau können sie eine sehr große Wirkung haben. Wenn die Bezirke Zusammenschlüsse von kooperierenden Kreisverbänden sind, dann sind sie größere Vertretungen von „Basis“ und das kann der entscheidende Dreh- und Angelpunkt sein, die Partei nicht von oben, sondern von unten aufzubauen.“

Drei Aspekte als die seiner Meinung nach wichtigsten Aufgaben von Landes- und Bundesverbänden in dieser Phase schlägt der Referent vor:

  • den Aufbau von unten nicht zu stören
  • den Rahmen und Status der Partei zu halten und zu sichern
  • Parteitage analog mit einem Delegiertensystem, welches die Mitwirkung der Basisverbände sicherstellt, durchzuführen   

In seinen Schlussworten fasst Gandalf Lipinski die Ziele, die er in der basisdemokratischen Parteiarbeit erkennt, zusammen: „Wenn wir wirklich daran arbeiten tatsächlich Basisdemokratie einzuführen, arbeiten wir letztendlich daran, uns als Partei mit diesem System möglichst überflüssig zu machen. Aber das geht noch nicht sofort. Ich glaube ohne Partei solche Bürgerforen einführen zu wollen, wird nicht funktionieren. Das haben viele früher in Demokratiereformbewegungen schon versucht. Ich glaube, es braucht eine Partei, die daraufhin orientiert und die Vernetzung die es auf den verschiedensten Ebenen zivilgesellschaftlich schon gibt (SoLaWi- und Gemeinschaftsnetzwerke usw.). Aber es braucht einen politischen Kern, der bei dieser Vernetzung auch innerhalb dieses Systems einen Andockpunkt bietet, wo wir quasi zweigleisig fahren können. Natürlich leben wir einerseits in der BRD mit diesem System repräsentativ parlamentarischer Demokratie, den Verwaltungen usw., was es alles gibt. Dass wir uns aber [andererseits] nicht ausbluten, dass wir ständig dagegen Sturm laufen und darüber schimpfen, sondern dass wir einfach praktisch auf der zivilgesellschaftlichen Ebene eigene Strukturen aufbauen.“

Die Videoaufzeichnung seines Vortrages mit dem Titel „Basisdemokratie und matriarchale Politik“ ist hier zu sehen: https://veezee.tube/w/6MQhtJgs6vpYfxnc8DcFQw 


Weiterführende Links: 

Quelle: ExtremNews

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