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Ökostrom-Umlage steigt auf 5,277 Cent

Archivmeldung vom 15.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Andreas Morlok / pixelio.de
Bild: Andreas Morlok / pixelio.de

Die auf den Strompreis aufgeschlagene Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) steigt um 47 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 5,277 Cent je Kilowattstunde. Das teilten die vier für die Verwaltung der Förderzahlungen zuständigen Übertragungsnetzbetreiber am Montag mit.

Mit der EEG-Umlage werden die Kosten, die aus der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen entstehen, auf die Stromendverbraucher verteilt. Die Höhe des Umlagebetrages ergibt sich aus dem Unterschied der Einnahmen und Ausgaben, die bei der Verwertung des EEG-Stroms aus erneuerbaren Energiequellen entstehen.

Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden entstehen mit der neuen EEG-Umlage Zusatzkosten von etwa 60 Euro pro Jahr.

Altmaier gibt Rot-Grün Mitschuld an Anstieg der EEG-Umlage

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) gibt SPD und Grünen die Mitschuld an den stark steigenden Kosten für Ökostrom. In einem Interview mit der "Bild-Zeitung" sagte Altmaier: "Der Grundfehler wurde bereits 2000 von Rot-Grün gemacht: Damals wurde nicht überlegt, wie sich die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Griff halten lassen. Die Quittung gibt es jetzt." Altmaier betonte, die Energiewende sei "nicht zum Nulltarif" zu haben. "Der Anstieg der EEG-Umlage in dieser Höhe war vor einem Jahr nicht absehbar. Der Zubau mit Solaranlagen war in den letzten beiden Jahren dreimal so stark wie erwartet", sagte der Minister der Zeitung. Mit der geplanten EEG-Reform solle erreicht werden, dass "die Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien insgesamt erträglich bleiben".

Altmaier wies zugleich den Vorwurf des Koalitionspartners FDP zurück, er treibe die EEG-Reform zu langsam voran. "Ich arbeite seit vier Monaten rund um die Uhr für eine bezahlbare Energiewende. Mein Koalitionspartner ist herzlich eingeladen, mich dabei zu unterstützen", sagte der Minister der "Bild-Zeitung". Mit Blick auf die öffentliche Kritik der Liberalenspitze mahnte der CDU-Politiker: "Bürgerliche Parteien sollten nach Möglichkeit nicht öffentlich streiten."

Trotz großer Spannungen innerhalb der schwarz-gelben Koalition setzt Altmaier weiterhin auf eine Fortsetzung des Bündnisses über 2013 hinaus. "Die Energiewende wird neben der Eurokrise das zentrale Thema für die Bundestagswahl werden. Wenn Union und FDP zeigen, dass wir die besseren Lösungen haben, damit Energie bezahlbar bleibt und keine Jobs vernichtet werden, ist ein Sieg für Schwarz-Gelb in jedem Fall möglich", so Altmaier gegenüber "Bild Online". Zugleich schloss Altmaier ein Bündnis mit den Grünen aus. Er "sehe derzeit nirgendwo", dass eine solche Koalition nach der Bundestagswahl 2013 möglich sei. "Die Grünen haben sich in den letzten Monaten von der politischen Mitte entfernt. Deshalb sind sie kein verlässlicher Koalitionspartner", sagte Altmaier.

Umfrage: 40 Prozent der Deutschen kennen Höhe ihrer Stromrechnung

Die Deutschen entwickeln zunehmend ein Kostenbewusstsein für Strom: Inzwischen wissen 40 Prozent, wie viel ihr Haushalt für Strom ausgibt. Das ergab eine Aris-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. Bei einer Erhebung im Januar 2010 wusste nur jeder Siebte (14 Prozent), wie hoch die Stromrechnung seines Haushaltes ausfällt. Am besten sind Senioren ab 65 Jahre informiert: Bei ihnen liegt der Anteil bei 47 Prozent. Bei den Jüngeren unter 30 Jahren sind es nur 27 Prozent. Auch wenn nur eine Minderheit der Einwohner ihre Stromkosten kennt:

Laut aktueller Umfrage versuchen fast alle, ihren Strombedarf zu verringern. So geben 95 Prozent an, sie schalten nicht mehr Elektro-Geräte ein als nötig.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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