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Liebeskummer kann tödlich enden

Archivmeldung vom 10.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: AnselmBaumgart-Fotolia.com
Bild: AnselmBaumgart-Fotolia.com

Eine Trennung sollte nicht unterschätzt werden: Wie amerikanische Wissenschaftler herausfanden können Menschen mit Liebeskummer Herz-Rhythmusstörungen erleiden - ähnlichen einem Herzinfarkt. Wie ist das möglich?

Ärzte haben für das Phänomen Liebeskummer einen eigenen Ausdruck: Broken-Heart- Syndrom. Wie eine jüngste Medizin-Studie belegt, kann Liebeskummer dieselben Auswirkungen wie bei einem Herzinfarkt hervorrufen. Der leitende Oberarzt des Herzkatheterlabors am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Holger Nef, erklärt: "Die Funktionsstörung beim Broken-Heart-Syndrom ähnelt einem Verschluss des linken Herzkranzgefäßes, ohne dass dieses tatsächlich verstopft wäre." Der Patient weist also keine verengten Herzkranzgefäße auf. Das Herz arbeitet trotzdem nicht richtig.

Drei Prozent erleiden Herzstillstand

Es hat einen Grund, dass das Herz nicht richtig pumpt: Das John Hopkins Medicine Institut hat herausgefunden, dass beim Broken-Heart-Syndrom eine Überdosis an Stresshormonen wie Adrenalin ausgeschüttet wird. Das Blut kann deshalb nicht mehr zirkulieren. Typische Beschwerden eines Infarktes treten auf: Brustschmerzen, Luftnot und im schlimmsten Fall Herzstillstand.

Der kitschige Name der Krankheit trügt, denn Broken-Heart-Syndrom kann tödlich enden. Wie viele Menschen daran erkranken, ist nicht genau bekannt. Die neueste Medizin-Studie schätzt, dass rund drei Prozent der Patienten, die anfangs mit Verdacht auf einen Infarkt eingewiesen wurden, an gebrochenem Herzen leiden. Die Sterblichkeitsrate liegt bei circa 3,2 Prozent. Heftige Rhythmusstörungen, die den Herzmuskel lahmlegen, kommen also nur selten vor. Von der Krankheit betroffen sind hauptsächlich Frauen jenseits der Wechseljahre. Ärzte gehen davon aus, dass der weibliche Körper im fortgeschrittenen Alter besonders stark auf Stresshormone reagiert.

Besondere Behandlung

Patienten mit einem Broken-Heart-Syndrom müssen speziell behandelt werden. Medikamente wie Levosimendan, ein Kalzium-Sensitizer, aber auch Sitzungen bei einem Therapeuten können helfen. Hier lernt man, wie man mit dem hohen Stress nach einer Trennung umgeht. Eine letzte Möglichkeit kann auch sein, den Expartner wieder zurückzugewinnen. Wie das funktionieren kann, erklären Experten auf Beraterteam.info. Oft hilft es auch sich mit anderen Menschen auszutauschen, die einmal selbst unter einer Trennung litten.

Die Medizin-Studie zeigt, dass Liebeskummer nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Um Schlimmstes zu vermeiden, sollten Verlassene nach einer Trennung zu einem Arzt gehen oder therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn sie besonders stark leiden. Es muss bewusst sein, dass Broken-Heart-Syndrom jeden treffen kann.

Quellen: beraterteam.info & welt.de

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