Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Berichte Ernährung Liebe geht DOCH durch den Magen: Der Hochzeitstag – oder: Szene einer Ehe

Liebe geht DOCH durch den Magen: Der Hochzeitstag – oder: Szene einer Ehe

Archivmeldung vom 25.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Grafik: Herbert Jost-Hof
Grafik: Herbert Jost-Hof

Es gibt doch nichts Schöneres, als wenn Menschen in Frieden und Eintracht miteinander alt werden. Leider gelingt das nicht allen Paaren. Doch es gibt schließlich für ALLES ein Rezept.

Die heutige Kolumne ist allen glücklichen Paaren gewidmet, besonders aber allen unglücklichen, außerdem allen Pilzsammlern, die an dieser Stelle noch einmal daran erinnert sein sollen, dass Knollenblätterpilze wirklich Champignons sehr ähnlich sehen und zum Verzehr ÜBERHAUPT nicht geeignet sind … außer in schweren Ausnahmefällen.

Personen: EIN ÄLTERES EHEPAAR (KARL, ANNI)

ANNI (beginnt, das Zimmer für die Ankunft des Gatten zu präparieren; bringt nacheinander Fußkissen, eine Flasche Bier, eine Schüssel mit Knabberzeug, Fernbedienung für den Fernsehapparat)

KARL (erscheint nach kurzer Pause, die Zeitung in der Hand, schlurft zu seinem Platz und lässt sich nieder)

KARL (brüllt nach hinten zu ANNI): Ey....!

ANNI (erscheint): Was ist denn?

KARL: Soll ich das Bier jetzt vielleicht mit den Zähnen aufmachen, oder wie?

ANNI (erschrocken): Hab ich keinen Öffner dazu getan?

KARL: Was meinste denn, wieso ich das sage?

ANNI (verschwindet)

KARL (holt ein großes Taschentuch hervor und schnäuzt sich)

ANNI (erscheint wieder; öffnet die Bierflasche): So, jetzt aber. – Gell, Karl...

KARL (sieht ihr zu, sagt keinen Ton)

ANNI (geht wieder ab)

KARL (wartet, bis sie verschwunden ist, brüllt): Ey...!

ANNI (tritt auf): Ja, was denn noch?

KARL (tadelnd): Könnte man vielleicht auch ein Glas haben in diesem Haushalt.

ANNI (erschrocken): Ach, du lieber Himmel. DAS hab‘ ich jetzt ganz vergessen. Tut mir ja leid (ab)

KARL (zu sich selbst, brummend): So.... (nimmt das benutzte Taschentuch und beginnt, seine Brille damit zu putzen)

ANNI (kommt mit dem Glas, stellt es neben die Bierflasche): Bitte, Karl.

KARL (abwesend, brummelnd): So....

ANNI (setzt sich auch): Karl, was ich dich mal fragen wollte...

KARL(faltet seine Zeitung auf und beginnt zu lesen)

ANNI: Weißt du, wegen nächster Woche, Donnerstag.

KARL (zeigt keine Reaktion)

ANNI: Donnerstag also...

KARL (senkt die Zeitung, nimmt die Bierflasche und trinkt aus der Flasche)

ANNI (etwas lauter): Donnerstag....

KARL (völlig desinteressiert): Und? (nimmt die Zeitung wieder auf und liest weiter)

ANNI: Weißt du, was da ist ....?

KARL (hinter der Zeitung): Donnerstag ...!

ANNI: Ja, aber ein ganz bestimmter.

KARL: Naja, nächste Woche Donnerstag halt!

ANNI: Aber ein ganz bestimmtes Datum.

KARL (senkt die Zeitung, sieht seine FRAU an, nach einer Pause): Das wird wohl so sein. Es hat ja nun jeden Tag ein bestimmtes Datum. So außergewöhnlich is‘ das nich‘.

ANNI: Aber es ist nicht jeder Tag ein Hochzeitstag.

KARL: Nee, wirklich nich‘.

ANNI: UNSER Hochzeitstag!

KARL: SO? (nimmt seine Zeitung auf und liest weiter)

ANNI: Ja, Karl. Das Datum werd‘ ich ja mein Lebtag nicht mehr vergessen. (zur Seite) Auch wenn ich nicht mehr weiß, wie das überhaupt passieren konnte.

(kurze Pause)

ANNI (in Erinnerungen schwelgend): Ach, Karl, was war ich damals so glücklich …!

KARL(hinter seiner Zeitung): So?

ANNI: Ja, wirklich. Kaum zu glauben, heute. – Weißt du was,
Karl?

KARL (keine Reaktion)

ANNI (etwas lauter): Karl...!

KARL: Und?

ANNI: Ich möchte noch einmal wegen Dir so glücklich sein.

KARL: So?

ANNI: Und da hab‘ ich mir was ausgedacht...

KARL: Und?

ANNI: Weißt du, nur du und ich. Ein GANZ romantisches Essen. So mit Kerzenschein...

KARL: So?

ANNI: Und etwas ganz Besonderes muss auf den Tisch...

KARL: Und?

ANNI: Ja. Ich hab da so ein schönes neues Rezept gefunden, das würd‘ ich gern mal probier‘n...

KARL: So?

ANNI: Ja, das wird bestimmt gut. Mit GUTEM Fleisch und so Prinzesskartöffelchen und einer SCHÖNEN, RAFFINIERTEN Soße, mit Kräutern drin … und Pilzen. - Karl....?

KARL: Und?

ANNI: Du magst doch Pilze immer mal ganz gern...

KARL: Pilze?

ANNI: Ja.

KARL: Von mir aus. Wenn’s die dann nich‘ dauernd gibt...

ANNI: Nein, Karl, bestimmt nicht. Das eine Mal müsste schon genügen, denk‘ ich.

KARL: So?

ANNI: Ach, mein Karl – was wird das für ein SCHÖNER Tag werden!

Text von Herbert Jost-Hof

Passend zur Kolumne von Herbert Jost-Hof folgen hier nun zwei Rezepte, eines davon vegan.

Schweinefilet mit Pfifferlingen oder Champignons

Rezept für 3 Portionen
Zutaten:

400 g Schweinefilet(s)
3 Schalotte(n), fein gehackt
250 g Champignons, geputzt
2 Zweig/e Thymian
3 EL Schmand
1 TL Gemüsebrühe, gekörnte
250 ml Wasser, warmes
1 EL Petersilie, frisch gehackt
Meersalz und schwarzer Pfeffer
Butterschmalz

Zubereitung:

Das Schweinefilet mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne in heißem Butterschmalz mit 1 Thymianzweig rundherum goldbraun anbraten. Danach den Thymianzweig entfernen. Das Schweinefilet in eine nicht gefettete, feuerfeste Form geben und den 2. Thymianzweig dazugeben.
Im Backofen bei 90 Grad noch 70-80 Minuten nachgaren lassen. Wichtig: Den Backofen höher vorwärmen (130 Grad) und dann zurück auf 90 Grad schalten. Mit einem Backofenthermometer kontrollieren, dass die Temperatur konstant bei 90 Grad bleibt. Das Fleisch ist danach ganz zart und durch und durch rosa gebraten. Es braucht nicht zu ruhen vor dem Aufschneiden.

Währenddessen die fein geschnittenen Schalotten in die Pfanne geben, in der das Schweinefilet angebraten wurde, und anschwitzen. Die Champignons bei starker Hitze anbraten. Mit etwas Wasser ablöschen, Schmand und die gekörnte Brühe einrühren. Kurz cremig einkochen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Petersilie bestreuen und zum Filet servieren.

Arbeitszeit: ca. 25 Min.

Marinierte Champignons

Rezept für 4 Portionen
Zutaten:

125 ml Olivenöl
100 ml Wasser
1 Zitrone, der Saft davon
2 Zehen Knoblauch
6 schwarzer Pfeffer - Körner
1/2 TL Meersalz
1 Lorbeerblatt
500 g Champignons, frische, klein- bis mittelgroß

Zubereitung:

Die Champignons putzen.

Alle Zutaten bis auf die Champignons in einem Topf bei mäßiger Hitze zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren, den Topf zudecken und 15 Min. schwach kochen lassen.
Dann die Marinade durch ein feines Sieb passieren und zurück in den Topf geben.
Die Pilze in die Marinade geben und am Besten über Nacht ziehen lassen.

Arbeitszeit: ca. 20 Min.

Videos
Mantey halb 8 - Logo des Sendeformates
"MANTEY halb 8" enthüllt die Geheimnisse des Geldes und beleuchtet den Bildungsnotstand
Mantey halb 8 - Logo des Sendeformates
"MANTEY halb 8" nimmt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den WHO-Besuch von AUF1-Moderator unter die Lupe
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte rudel in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige