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Haltung sticht Lobby: Reges Interesse seitens konventioneller Landwirte an ökologischer Landwirtschaft

Archivmeldung vom 30.06.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.06.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Mathias Kollmann Bild: Bohlsener Mühle Fotograf: Lars Wendlandt
Mathias Kollmann Bild: Bohlsener Mühle Fotograf: Lars Wendlandt

Mathias Kollmann, Geschäftsführer der Bohlsener Mühle, sieht großes Potential für die weitere Entwicklung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft.

"Auch wir in der Bohlsener Mühle sind nicht total immun gegen den gerade lauter werdenden Abgesang der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft, den Lobby-Verbände, wie z.B. die der chemischen Agrarindustrie, lautstark singen", bekennt Mathias Kollmann, Geschäftsführer des Bio-Getreidespezialisten Bohlsener Mühle. "Deswegen haben wir bestenfalls mit einem an einer Hand abzuzählenden Landwirtinnen- und Landwirte-Grüppchen gerechnet. Stattdessen kamen am 23. Juni 2022 über zwanzig Landwirtinnen und Landwirte aus der Region zu dem von uns initiierten Umstellertag auf den Biolandhof von Sönke Strampe in Rieste bei Bienenbüttel im Landkreis Uelzen.

Das profunde Interesse der Erzeugerinnen und Erzeuger gepaart mit ihrer klaren Haltung, dass nur eine Landwirtschaft MIT der Natur Zukunft hat, ist eine Bestätigung, dass die von uns in den letzten 40 Jahren erprobte öko-soziale, regional ausgerichtete Land- und Lebensmittelwirtschaft zukunftsfähig ist.

Das zeitliche Zusammentreffen der geopolitschen Krise (Energie- und Rohstoffknappheit) und der ökologischen (Erdüberhitzung und Artensterben) erhöht logischerweise die Anspannung in der Gesellschaft. Dies wiederum ist ein idealer Nährboden für Lobbyisten, die jetzt z.B. lautstark die gerade in der EU verabschiedete Pestizidreduktionsstrategie kritisieren. Behauptet wird von den Angstschürern auch, es gäbe kein Getreide und wir müssten bald hungern. Was in der Tat bei uns zur Zeit knapp ist, ist das Verpackungsmaterial. Getreide gibt es genug. Und dass z.B. in afrikanischen Ländern Getreide fehlt, ist maßgeblich zurückzuführen auf die Zerstörung der Subsidenzwirtschaft überall auf der Welt durch das kapitalistische System. Die ökologischen Vorrangflächen wieder in die intensive Produktion zu nehmen, wie Lobbyisten fordern, wird dieses Problem nicht lösen. Die Verdrehung von Tatsachen führt immer in die Irre.

Wir in Bohlsen plädieren für eine konsequente öko-soziale Transformation der Gesellschaft. Unser Wegweiser heißt in diesem Zusammenhang: Es geht nur ökologisch, ökologisch geht nur gemeinsam, gemeinsam geht nur wertschätzend. Mein Dank geht an alle Landwirtinnen und Landwirte, die jetzt ihren inneren Werten folgen und die Umstellung anpacken. Der Absatzmarkt für ihre Erzeugnisse wird wachsen. Gerade weil es die regionale Land- und Lebensmittelwirtschaft ist, die Ernährungssouveränität und -sicherheit gewährleistet."

Über den Öko-Umstellertag: Der Öko-Umstellertag ist eine Kooperation der Öko-Modellregion Heideregion Uelzen, des Fachbereichs Ökologischer Landbau der LWK Niedersachsen, des Kompetenznetzwerks Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) und dem Initiator Bohlsener Mühle als Mitorganisatoren.

Über die Bohlsener Mühle: Die Bohlsener Mühle zählt zu den Pionieren der Biobranche. Mit der Übernahme der väterlichen Getreidemühle durch Volker Krause 1979 - dem Mühlensterben zum Trotz - folgte die Umstellung auf 100 % Bio. Was ihn schon damals antrieb, ist seither spürbarer Bestandteil der Unternehmensphilosophie: Die Achtung gegenüber der 700 Jahre alten Mühlengeschichte, die Verbundenheit zum eigenen Zuhause und zur Region sowie die Überzeugung, durch nachhaltiges, zukunftsfähiges Wirtschaften Verantwortung zu übernehmen und Wertvolles zu schaffen. Dieser Wertekanon hat Mathias Kollmann, der 2019 in die Geschäftsführung eingetreten ist, von Anfang an überzeugt. In enger Abstimmung mit dem Gründer führt er den Bio-Getreidespezialisten in die Zukunft. Die knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des mittelständischen Unternehmens arbeiten in der Wassermühle, der handwerklichen Frischebäckerei, in der Produktion der Müslis, Snäckebrote, Kekse und Fertiggerichte sowie der Verwaltung. Gemeinsam für mehr Vielfalt auf dem Acker und auf dem Teller. Das über 100 Artikel umfassende Bio-Produktsortiment der Bohlsener Mühle ist im Naturkostfachhandel, im gut sortierten Lebensmitteleinzelhandel sowie im eigenen Webshop erhältlich.

Quelle: Bohlsener Mühle (ots)

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