Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Berichte Ernährung Liebe geht DOCH durch den Magen: Der letzte Stollen – Teil 3

Liebe geht DOCH durch den Magen: Der letzte Stollen – Teil 3

Archivmeldung vom 14.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Grafik: Herbert Jost-Hof
Grafik: Herbert Jost-Hof

Die Adventszeit kann so schön sein, voller Vorfreude auf Weihnachten, auf leuchtende Augen und strahlende Gesichter nach dem Auspacken der Geschenke. Zu dumm, wenn in diese Stimmung plötzlich eine Nachricht platzt, die die Aussichten verändert.

Du bist mit Dir und der Welt zufrieden … wobei das eine starke Untertreibung ist. Genau betrachtet, bist Du allerbester Laune. Wer hätte gedacht, dass es Dir noch gelingen würde, ein wirklich passendes Weihnachtsgeschenk für Deinen Liebsten zu finden, über das er sich BESTIMMT freuen wird? - Naja, Du jedenfalls nicht.

Bepackt mit Deinen Einkaufstaschen schiebst Du Dich die Treppe hinauf. Der Fahrstuhl ist entweder wieder einmal defekt oder von irgendwem auf Dauer belegt. Zwar steht kein Transporter vor der Tür und es gibt auch sonst keine Anzeichen, dass irgendwer ein- oder auszieht. Doch das hat in diesem Haus nicht viel zu sagen. Im Sommer hatte eine Nachbarin im achten Stock ihren Balkon aufgeräumt und aus diesem Grund zwei Tage lang den Aufzug blockiert. Denn „Aufräumen“ bedeutete eigentlich nur, alles, was die Wellen der Zeit dort angespült hatten, in den Keller zu schaffen. Und das war offenbar eine Menge gewesen.
Egal. Es sind nur vier Stockwerke, Du bist gut trainiert und trägst keine unbequemen Schuhe. Also, was soll's?

Deine Einstellung ändert sich leicht, bis Du die Wohnungstür erreicht hast. Mittlerweile hat Dein Schwung auch nachgelassen. Noch bist Du nicht wirklich kurzatmig, aber auch wieder nicht wirklich weit davon entfernt, es zu werden.
Beim Betreten der Wohnung ist nicht zu übersehen, dass Markus zuhause ist: Überall brennt Licht. „Bin da!“ rufst Du fröhlich und fügst hinzu: „Aber bleib, bitte, wo Du bist. Ich muss was verstecken ...“ Dann gehst Du ins Schlafzimmer und deponierst Dein Geschenk für ihn im Kleiderschrank, hinter der Bettwäsche. Das gibt Dir Deine gute Laune zurück. Du malst Dir aus, wie er an Heilig Abend das Päckchen öffnen und strahlen wird und dann wird er Dir um den Hals fallen. Noch während Du Dir diese Szene vorstellst, verlässt Du den Raum und gehst ins Wohnzimmer, das Du exakt in dem Augenblick erreichst, als Markus Dich in Deiner Phantasie leidenschaftlich küsst.

„Hallo, mein großer Schatz“, begrüßt Du ihn. Er sitzt auf einem der Sessel, halb von der Tür abgewandt … und reagiert nicht. Das führt zu einer Vollbremsung Deiner Vorstellungskraft. Du hast nicht gerade den Eindruck, dass er Deine Anwesenheit so würdigt, wie er es sollte. Was nur bedeuten kann, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Trotzdem musst Du gestehen, es gibt Dir auch einen kleinen Stich.

„Was ist denn?“ fragst Du und kniest Dich neben ihn. Er sieht irgendwie verstört aus und starrt erst einmal nur vor sich hin. Als er Dir den Blick zuwendet, liegt etwas in seinen Augen, das Dir fremd ist. Es ist weder Angst, noch ist es Trauer, doch es hat ein wenig von beidem. Also nimmst Du seine Hand und siehst ihn fragend an.
„Tut mir leid, Lisa.“ Die Entschuldigung klingt nicht nur ehrlich, sondern geradezu mutlos. Auch das hast Du noch nicht an ihm erlebt.
„Was hast du denn?“, versuchst Du es noch einmal.
Nun schließt er die Augen und schüttelt den Kopf. Seine Linke berührt seine Stirn und rutscht dann über Nase und Mund zum Kinn, weil der den Kopf in Nacken schiebt. Er öffnet die Augen wieder. Jetzt wirken sie einfach nur hilflos und so ist auch das Zucken seiner Schultern.
„Meine Mutter“, setzt er an, um dann das Schulterzucken zu wiederholen,. „hat meinen Vater verlassen.“

Das ist nun in der Tat etwas, womit Du so wenig gerechnet hast, wie er. Nicht dass Du Markus' Eltern besonders gut kennst. Du hast sie bisher nur zweimal getroffen. Sie waren Dir dabei auf diese undefinierbare Art sympathisch erschienen, wie man die Eltern anderer eben nett findet, da man mit ihnen ja auch nichts weiter zu schaffen hat. Wenn es in ihrer Ehe Probleme gegeben hat, dann hat Markus nicht darüber gesprochen.

„Das ist … ein Schock“, kommentierst Du und spiegelst dabei, was Du an ihm siehst, nicht Deine eigenen Empfindungen. Diese Menschen sind Dir bisher egal gewesen. Nun werden sie Dir unsympathisch, da ihr Verhalten ganz offensichtlich Auswirkungen auf Deine Beziehung zu ihrem Sohn zeigt – und zwar solche, die Du nicht eben begrüßt.
„Allerdings“, er grinst traurig und nickt.
„Wer hat es dir gesagt?“, willst Du wissen.
„Sie. Meine Mutter. Sie hat mich angerufen.“
„Und hat sie gesagt, warum?“
Er schüttelt den Kopf.
„Weißt du, warum? Ist etwas vorgefallen …?“
Wieder dieses Kopfschütteln. Das erscheint Dir reichlich seltsam. Eine Frau verlässt doch nicht so ohne Grund eine Beziehung, die Jahrzehnte gedauert und zwei Kinder hervorgebracht hat.

„Wo ist sie jetzt?“ Du findest es naheliegend, danach zu fragen. Aber an der Art, wie er Dich ansieht, merkst Du, dass er das möglicherweise anders wahrnimmt.
„Keine Ahnung“, lautet die Antwort, in der nun eindeutig eine große Menge Ärger mitschwingt, „sie hat's nicht gesagt.“
„Geht es ihr gut?“
„Na, ihr schon. Das nehme ich mal an“, sagt Markus bitter. Es ist keine gute Idee, an dieser Stelle weiter zu fragen. Doch Du kannst auch nicht einfach das Thema wechseln. Zumindest nicht völlig.

„Hast du mit deiner Schwester gesprochen?“
„Tine weiß auch nicht mehr.“
„Sie weiß nicht, wo sie ist oder warum …?“
Er schneidet Dir das Wort ab: „Nein, weiß sie nicht. Und mein Vater ist ...“, er stockt, „ … hat getrunken.“
„Vielleicht ist das der Grund“, rutscht es Dir heraus, während Du Deine Position veränderst, um etwas bequemer auf dem Boden zu sitzen.
„Wieso?“ Sein Tonfall zeigt, dass diese Bemerkung wirklich nicht klug war.
„Ich weiß doch nicht, was zwischen den beiden war“, erklärst Du und breitest die Arme aus, um Deine Ratslosigkeit zu verdeutlichen. „Irgendeinen Grund muss es wohl geben. Aber das ist jetzt egal. Es tut mir leid.“ Damit sinken Deine Hände auf sein Knie.

„Vielleicht sollten wir zu ihm fahren“, schlägt Markus vor.
„Zu deinem Vater?“ Das ist nun eine Idee, die Dich überhaupt nicht begeistert.
„Ja, ich meine – wenn er sich nicht fängt. Weihnachten … da kann man doch niemanden so allein lassen.“

Sie ist ebenso allein, denkst Du. Und das vermutlich nicht erst jetzt und nicht nur zu Weihnachten. Natürlich bist Du Dir der Tatsache bewusst, dass Du immer noch nicht mehr über die ganze Situation weißt und Du versuchst, nicht zu urteilen. Trotzdem …

„Gut, dann fahren wir vor Weihnachten zu ihm …. wenn es nicht irgendwie besser oder anders wird“, sagst Du.
Markus beugt sich vor und küsst Dich auf die Stirn.
Du lächelst. Oder zumindest Dein Mund lächelt.

(Fortsetzung folgt ...)

Text von Herbert Jost-Hof

Passend zur Kolumne von Herbert Jost-Hof folgen hier nun zwei Rezepte, eines davon vegan.

Weihnachts - Pfannkuchen

Rezept für 4 Portionen
Zutaten

200 g Mehl
300 ml Milch
200 ml Mineralwasser
2 Prisen Meersalz
2 Ei(er)
100 ml Öl, geschmacksneutrales (z.B. Traubenkernöl)
2 Äpfel, säuerliche
75 g Mandel(n), ganze
1 EL Honig
1 EL Butter
1/2 Zitrone(n), der Saft davon
Anis
Zimt

Zubereitung

Die Zutaten sind für 4 Personen ausgelegt und sollten für 16 Pfannkuchen reichen.

Das Mehl, die Eier und 1 Prise Salz in einen mindestens 1 Liter großen Behälter geben und etwas vermengen. Anschließend in kleinen Mengen zuerst die Milch, dann das Sprudelwasser und zum Schluss ca. 80 ml vom Öl dazugeben. Stetig verrühren (evtl. ein entsprechendes Küchengerät als Hilfe nehmen), bis keine Klumpen mehr herumschwimmen. Den Teig ca. 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit etwas Wasser zum Kochen bringen und die Mandeln kurz hineingeben. Anschließend die Mandeln häuten und auf einem Küchenpapier zum Trocknen verteilen.

Den Teig nochmal kurz durchrühren. In einer kleinen Pfanne etwas Öl erhitzen und ca. eine fast volle Suppenkelle vom Teig darin gleichmäßig verteilen. Wenn sich der Teig von der Pfanne löst, den Pfannkuchen wenden. Bei den restlichen Pfannkuchen muss die Pfanne nicht mehr vorher geölt werden, da das Öl im Teig ausreicht. Die fertigen Pfannkuchen auf einem Teller sammeln.

Nebenbei den Kuchenrost (auf keinen Fall das Ofenblech!) mit Backpapier belegen und die trockenen, gehäuteten Mandeln darauf verteilen. Im Ofen bei ca. 180°C rösten. Wenn die Mandeln eine leichte Bräune bekommen haben, sofort aus dem Ofen nehmen (am Besten immer wieder einen Blick auf die Mandeln werfen, sie verbrennen sehr leicht!).

Nachdem der Teig komplett für Pfannkuchen aufgebraucht wurde, die Pfanne evtl. bisschen säubern. Die Äpfel schälen, entkernen und in ca. 1/2 cm große Stücke schneiden. Die fertigen Apfelstückchen in kaltes Wasser mit einigen Tropfen Zitronensaft legen. Rohrohrzucker in der Pfanne karamellisieren, Butter, Honig und anschließend die Mandeln hinzugeben. Dabei stetig mit einem Holzlöffel rühren. Danach die Apfelstücke aus dem Zitronenwasser nehmen und in die Pfanne geben. Gut umrühren und mit reichlich Zimt, etwas weniger Anis und 1 Prise Salz würzen. Einige Minuten köcheln lassen. Mit frisch gepresstem Zitronensaft abschmecken.

Die Pfannkuchen mit jeweils ca. 1 - 1 1/2 EL von der Füllung füllen und bei ca. 100°C im Ofen gut durchwärmen lassen. Anschließend servieren.

Arbeitszeit: ca 40 Min. - Ruhezeit ca. 2 Std.

Bananen-Zimt Plätzchen

Rezept für - Portionen
Zutaten

300 g Mehl
120 g Rohrohrzucker
100 g Margarine, vegane
50 g Haselnüsse, gemahlen
1/2 Tüte/n Backpulver
2 EL Zimtpulver
etwas Sojamilch
1 Banane(n)

Zubereitung

Die Banane zerstückeln, die Haselnüsse kurz in der Pfanne anrösten und dann mit dem Rest der Zutaten zu einem festen Teig verkneten (wenn man die Margarine kurz erwärmt, fällt das Kneten leichter).

Diesen Teig nun etwa 10 Minuten ruhen lassen. Nun den Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen. Auf dem Backblech im vorgeheizten Backofen bei 180°C etwa 15 Minuten backen.

Nach dem Backen sollten die Plätzchen noch etwas abkühlen, um härter zu werden. Der Teig reicht für etwa zwei Backbleche, das kommt aber auf die Dicke beim Ausrollen an.

Arbeitszeit: ca 15 Min. - Ruhezeit ca. 15 Min.

Videos
Symbolbild
Algen ein wahres Lebenseleixier
Der dunkelste Tag ist der Anbruch eines Neubeginn
Der dunkelste Tag ist der Anbruch eines Neubeginns
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte vchr in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige