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Australische Studenten entwickeln Robotersofa

Archivmeldung vom 13.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ingenieurstudenten Laura Hodges und Fred Westling steuern die RoboCouch.
Quelle: Leilah Schubert (idw)
Ingenieurstudenten Laura Hodges und Fred Westling steuern die RoboCouch. Quelle: Leilah Schubert (idw)

Diese Erfindung gibt dem Begriff „Couch surfing“ eine ganz neue Bedeutung. Ein Team von Ingenieurstudenten der University of New South Wales in Sydney hat eine Roboter-Couch entwickelt, die sich in jede Richtung bewegen kann und mithilfe eines Xbox-Gamepads steuern lässt.

Die Couch wird mit einem Xbox-Gamepad gesteuert
Quelle: University of New South Wales (idw)
Die Couch wird mit einem Xbox-Gamepad gesteuert Quelle: University of New South Wales (idw)

Das bewegliche Robotersofa war die Idee des Computertechnik-Studenten Steph McArthur und des Elektrotechnik-Studenten Will Andrew. „Das Ganze begann als Spaß zwischen Freunden,“ so McArthur. „Wir hatten im Unterricht eine besondere Art von Rädern benutzt und dachten uns, wäre es nicht cool, wenn die Räder unter einer Couch wären?“ Das Projekt fand schnell Anklang und wurde durch die Fakultät für Elektrotechnik und Telekommunikation finanziell unterstützt.

Neun UNSW Ingenieurstudenten arbeiteten ein Jahr lang an dem Projekt, um die vielen notwendigen mechanischen und manuellen Montageaufgaben zu erledigen und Software zu entwickeln, um die Couch fertig zu stellen. Das Bauteam umfasste Laura Hodges, Munaum Muhammad, Hannes Firgau, John Lam, Fred Westling, Luke Macdonald und Hugh Braico. Nach einigen erfolgreichen Testläufen ist die rote Zweisitzer-Couch nun bereit, der Öffentlichkeit vorgeführt zu werden. Sie kam auch bereits am Tag der offenen Tür an der UNSW am 6. September zum Einsatz. „Wir möchten zukünftigen Studenten zeigen wie es ist, eine Idee zu haben, etwas völlig Neues daraus zu entwickeln und Spaß daran zu haben es zu benutzen,“ meint Dr. Julien Epps, Dozent für Signalverarbeitung. „Projekte wie dieses – die ihre ganz eigenen, sehr speziellen Probleme und Herausforderungen mit sich bringen – sind eine großartige Möglichkeit für Studenten, Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse im Team weiterzuentwickeln, um sie dann auf größere Probleme in der Wirtschaft und Gesellschaft anzuwenden, nachdem sie ihren Abschluss erworben haben. Und möglicherweise gibt es auch einen Markt für bewegliche Roboter-Sitzecken.“

Unter dem Holzrahmen der Couch ist ein zugeschnittenes Stahl-Fahrgestell mit vier separat kontrollierten Mecanum-Rädern, einer speziellen Form von Rädern mit tonnenförmigen Rollen auf der Felge, die eine Bewegung in alle Richtungen ermöglichen. Elektrische Rollermotoren steuern die Räder. Die Motoren sind mit einer zentralen Steuerung verbunden, die benutzt wird, um die Geschwindigkeit des Sofas zu kontrollieren. Die Steuerung kommuniziert außerdem mit einer Raspberry Pi, einem unter Hardware-Hackern bekannten kreditkartengroßen Computer, der sich in einer der Armlehnen befindet.

Die Studenten verbessern kontinuierlich das Design der Couch und suchen nach Möglichkeiten, um die Traktion der Räder auf unebenem oder sehr steilem Untergrund zu verbessern. „Wenn unter jedem Rad ein anderer Untergrund ist oder auf einem Rad mehr Belastung als auf einem anderen ist, fährt die Couch nicht so wie sie soll,“ sagt Andrew. McArthur hofft außerdem, die Couch so weiterentwickeln zu können, dass sie selbstständig fährt. „Die Couch passt sehr gut in Korridore und Aufzüge, wenn wir sie also mit verschiedenen Sensoren zum Gebrauch in Innenräumen ausstatten können, könnte sie sich von einem Ort zum anderen bewegen ohne dabei mit anderen Dingen zusammenzustoßen.“

Das hat eine neue Reihe großer Ideen entfacht. „Wir haben darüber nachgedacht, auch noch einen Roboter-Kühlschrank zu entwickeln, sodass man ihn herrufen kann,“ ergänzt Andrew.

Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann (idw)

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