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Bei Brandwunden Bescheid wissen

Archivmeldung vom 14.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: obs/Paulinchen e.V. - Initiative für brandverletzte Kinder
Bild: obs/Paulinchen e.V. - Initiative für brandverletzte Kinder

Die Haut verbrennen geht ganz schnell - Gefahrenquellen gibt es gerade in der Vorweihnachtszeit reichlich. Reagiert die Haut nur mit einer kleinflächigen Rötung, kann man selbst weiterbehandeln, so die Neue Apotheken Illustrierte.

Doch schon bei Brandblasen wird es heikel: nie aufstechen, raten Rettungssanitäter - wegen der Infektionsgefahr. Die beste Erste-Hilfe-Maßnahme bei Verbrennungen und Verbrühungen lautet nach wie vor: Kühlen, und zwar 20 Minuten lang. Allerdings darf das Wasser nicht eiskalt sein, und auch Eisbeutel sind tabu. Der Wunde bekommt am besten 15 bis 25 Grad Celsius kühles Leitungswasser.

Ob die Kleider vor der Kühlung vom Leib müssen oder nicht, hängt vom Verbrennungstyp ab: Bei Verbrühungen, wie sie zum Beispiel durch heißen Tee entstehen, sollte die nasse Kleidung sofort ausgezogen werden. Bei Verbrennungen hingegen raten Sanitäter, angezogen zu bleiben.

Nach dem Kühlen hilft bei leichten Verbrennungen kleinerer Hautareale ein Brandgel. Große Hautflächen sollten nur locker mit einer sterilen Mullkompresse abgedeckt und dann vom Arzt weiterbehandelt werden. Großes Tabu: der Einsatz von Hausmitteln. Mehl, Butter oder Zahnpasta haben auf einer Brandwunde nichts zu suchen.

Paulinchen - Initiative für brandverletzte Kinder e.V. warnt mit neuer Kampagne

Mit einer neuen Präventionskampagne warnt die Paulinchen-Initiative für brandverletzte Kinder e.V. vor der Gefahr durch heiße Flüssigkeiten. Das Motiv der Kampagne zeigt eindrucksvoll, dass schon eine Tasse mit heißer Flüssigkeit bis zu 30% der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes verbrühen kann. Die neue Kampagne ist eine Spende der Frankfurter Agentur Brand Health. Sie umfasst zunächst Anzeigen und ein Plakat in verschiedenen Formaten. Ein TV-Spot ist geplant.

Jedes Jahr erleiden allein in Deutschland 6.000 Kinder so schwere Verbrennungen und Verbrühungen, dass sie stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. In 80% der Fälle bei Kindern unter fünf Jahren sind Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten die Ursache für diese schwere Verletzung. "Meist sind es nur Sekunden, in denen das Kind in einem unbeaufsichtigten Moment nach einer Tasse mit heißer Flüssigkeit greift oder den Wasserkocher herunter zieht", so Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen e.V., "Sekunden, die das ganze Leben verändern." Aufklärung ist gerade im Bereich der Verbrühungen ganz wichtig, denn kaum einer weiß, dass heiße Flüssigkeiten schon ab 52°C die Haut schädigen kann, und dass eine Tasse heiße Flüssigkeit ausreicht, um bis zu 30% der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes zu verbrühen. "Bei Kindern ist die Haut dünner als bei Erwachsenen. Es reichen wenige Sekunden Einwirkzeit aus, um schwere Brandverletzungen zu verursachen. Große Schmerzen, zahlreiche Operationen und lebenslange Narben sind die Folge für die Kinder", weiß Dr. Franz Jostkleigrewe, Chefarzt der Abteilung für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Brandverletzte an der BG Unfallklinik in Duisburg und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin.

Die Anzeigen und Plakate können ab sofort bei Paulinchen e.V. angefordert werden. "Mit der neuen Paulinchen-Präventionskampagne "Vorsicht mit heißen Flüssigkeiten" wollen wir erreichen, dass die Unfallzahlen zur Verbrühung spürbar gesenkt werden", sagt Adelheid Gottwald.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte / Paulinchen e.V.

 

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