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Bluthochdruck: Welcher Wirkstoff ist der richtige?

Archivmeldung vom 28.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Wütend, Sauer (Symbolbild)
Wütend, Sauer (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /SB

Um den Blutdruck zu senken, stehen Ärzten und Patienten heute verschiedene Stoffe zur Auswahl. "Alle wirken auf unterschiedliche Weise und werden auch deshalb gerne kombiniert: um die verschiedenen Wirkansätze zu vereinen und gleichzeitig das Risiko für Nebenwirkungen der einzelnen Wirkstoffe durch eine niedrigere Dosierung im Rahmen einer Kombination zu verringern", sagt der Kardiologe Professor Heribert Schunkert.

Im Patientenmagazin "HausArzt" erklärt der Chefarzt der Klinik für Erwachsenenkardiologie im Deutschen Herzzentrum München die wichtigsten Wirkstoffe gegen Bluthochdruck.

Fünf wirksame Mittel stehen zur Wahl

Die heute am häufigsten verwendeten Präparate zur Senkung des Blutdrucks sind ACE-Hemmer. Diese blockieren das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE), das Hormone aktiviert, die wiederum zu einer Verengung der Gefäße und so zum Anstieg des Blutdrucks führen. Neben der reinen Blutdrucksenkung hat dieser Wirkstoff auch günstige Effekte für Herz und Nieren. Den ACE-Hemmern in ihrer Wirkung ähnlich sind Sartane. Sie blockieren nicht die Umwandlung, sondern das Andocken eines bestimmten, aus ACE entstandenen Hormons. Sartane sind eine gute Alternative für Patient:innen, die ACE-Hemmer nicht gut vertragen und zum Beispiel unter trockenem Reizhusten leiden.

Calciumkanalblocker hingegen wirken an den Blutgefäßen und stellen diese weit, sodass der Widerstand in den Gefäßen und der Druck, mit dem das Blut durch die Gefäße gepumpt wird, abnehmen. Vorteil: Die Medikamente sind allgemein gut verträglich. Einen hohen Stellenwert bei der Behandlung von Bluthochdruck haben Betablocker. "Diese Präparate sind jedoch nicht stoffwechselneutral, das heißt: Sie beeinflussen den Fettstoffwechsel, erhöhen das Risiko für Typ-2-Diabetes und führen nicht selten zu Gewichtszunahme", betont Kardiologe Schunkert. Allerdings haben sie den Vorteil, dass sie den Körper vor Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin abschirmen, die den Blutdruck in die Höhe treiben.

Bei Diuretika Mineralstoffhaushalt im Blick behalten

Die ältesten und am besten erprobten Medikamente gegen Bluthochdruck sind die Diuretika. Sie gehören zu den wassertreibenden Mitteln. Neben der Blutdrucksenkung bewirken sie auch, dass der Körper mit dem Urin Mineralstoffe verliert. "Gerade bei älteren Menschen kann dieser Salzverlust zu Schwäche führen", sagt Heribert Schunkert. "Mit regelmäßigen Blutuntersuchungen kann man kontrollieren, ob der Mineralstoffhaushalt im Lot ist."

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen (ots)


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