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Demenz: Wie Apotheken Betroffenen und Angehörigen helfen

Archivmeldung vom 15.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Titelbild Apotheken Umschau B April 2021 Bild: Wort & Bild Verlag Fotograf: Wort & Bild Verlag
Titelbild Apotheken Umschau B April 2021 Bild: Wort & Bild Verlag Fotograf: Wort & Bild Verlag

Vor allem in ländlichen Regionen sind Hilfsangebote für pflegende Angehörige von Demenzkranken oft rar. Erst recht in Zeiten von Corona. "Für die Angehörigen ist die Corona-Pandemie besonders heftig, weil sie praktisch nicht mehr unter die Leute kommen", sagt Anja Ehinger, Apothekerin aus Gersthofen bei Augsburg.

Apotheken vor Ort sind hier für Betroffene und Angehörige eine wichtige Anlaufstelle - auch schon bei der Vorbeugung gegen Demenz, so das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

Apothekern fallen Verhaltensänderungen früh auf

Gerade die Prävention ist ein Punkt, der nach Ansicht von Apotheker Dr. Jens Schneider, Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Augsburg, oft zu wenig beachtet wird: "Nicht immer ist Demenz ein unausweichliches Schicksal. Man kann viel mehr tun als bisher vermutet."

So haben britische Forscher im Fachblatt "The Lancet" zwölf beeinflussbare Risikofaktoren beschreiben, die für 40 Prozent der weltweiten Demenzfälle verantwortlich sein sollen. Zu diesen Risikofaktoren zählen unter anderem Schwerhörigkeit, Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und Bewegungsmangel. "Durch konsequente Vorbeugung können diese Fälle hinausgezögert oder sogar verhindert werden", sagt Schneider. Geistige Aktivität und soziale Kontakte beispielsweise senken das Risiko.

Als niedrigschwellige Anlaufstelle kann die Apotheke vor Ort zur Früherkennung beitragen. Je früher die Diagnose gestellt wird, umso besser spricht die Behandlung an. Und da Apothekenteams ihre Stammkunden oft viele Jahre begleiten, fallen ihnen Verhaltensänderungen meist früh auf.

Apothekenteams beraten zu Nahrungsumstellung

Die Apothekenteams können Betroffene auch im Alltag unterstützen. Leidet beispielsweise ein Demenzkranker an Schluckstörungen und hat Probleme mit festen Arzneiformen, berät die Apotheke vor Ort den Patienten oder die Angehörigen zu alternativen Darreichungsformen - oftmals ist es in diesen Fällen sinnvoll, auf flüssige Präparate wie Saft oder Tropfen umzustellen. Auch Appetitlosigkeit ist eine häufige Begleiterscheinung von Demenz. Hier beraten Apotheken zu einer möglichen Umstellung auf Flüssignahrung und Nahrungsergänzungsmittel.

Quelle: Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen (ots)


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