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Anschlussfinanzierung optimieren - gewusst wie

Archivmeldung vom 09.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Auch wenn der Immobilienkauf schon Jahre her ist, lässt sich bei der (Anschluss)Finanzierung auch aktuell noch optimieren: "Wer sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt und ausführlich vergleicht, kann bei der Anschlussfinanzierung nicht nur viel Geld sparen, sondern auch die Rückzahlungsdauer deutlich verkürzen", erklärt Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG.

Worauf Immobilienbesitzer bei ihrer Anschlussfinanzierung besonders achten sollten, haben die Experten von Interhyp im Folgenden zusammengestellt.

Tipp 1: Angebote vergleichen und Bankwechsel in Erwägung ziehen

Besonders für Immobilienbesitzer, deren Anschlussfinanzierung bald bevorsteht, sind die Möglichkeiten zur Zinsoptimierung derzeit sehr groß: Haus- und Wohnungskäufer haben bei einem Darlehensabschluss vor rund 10 Jahren einen Zinssatz von über 6 Prozent effektiv gezahlt - die heutigen Bestsätze für 10-jährige Baudarlehen hingegen liegen bei 4,09 Prozent.

"Spätestens sechs Monate vor dem Ende der bisherigen Zinsbindung sollte man seine Vertragsbedingungen prüfen und aktuelle Vergleichsangebote einholen - am besten bei anbieterunabhängigen Vermittlern", weiß Haselsteiner. Scheu vor einem Anbieterwechsel muss man dabei nicht haben, der Wechsel zu einer anderen Bank ist heutzutage mühelos möglich und kostet nicht viel: Für eine Grundschuldabtretung, die die Finanzinstitute meist unter sich regeln, ist bei einer Grundschuld von 100.000 Euro mit Gebühren von 200 bis 400 Euro zu rechnen.

Tipp 2: Erreichte Tilgung beibehalten

Bei einem Ausgangs-Zinssatz von 6 Prozent hat man durch die Mechanik des Annuitätendarlehens nach 10 Jahren seine anfängliche Tilgung von 1 Prozent auf 2,07 Prozent erhöht. Keinesfalls sollte man diese Tilgungshöhe bei den jetzt niedrigeren Zinsen wieder auf das anfängliche 1 Prozent reduzieren: "Damit verlängert sich die Rückzahlung des Kredits unnötig", erläutert Haselsteiner.

Tipp 3: Zinsvorteile für höhere Tilgung verwenden

"Immobilienbesitzer, die ihre Monatsrate in der Vergangenheit problemlos bewältigen konnten, sollten diesen Betrag beibehalten und die Zinsersparnis direkt für eine schnellere Tilgung aufwenden", rät Haselsteiner. Wer 1999 eine Baufinanzierung mit einprozentiger Anfangstilgung aufgenommen hat, kann heute bei gleichbleibender Kreditrate 3,9 Prozent Tilgung vereinbaren - und damit 9 Jahre früher schuldenfrei sein.

Tipp 4: Lange Zinsbindung bis zur Schuldenfreiheit wählen

Die Kombination aus niedrigeren Zinsen und einem deutlich höheren Tilgungsspielraum ermöglicht komplette Planungssicherheit und schnelle Schuldenfreiheit. "Benötigt man mit der entsprechenden Tilgung ohnehin nur 15 bis 20 Jahre bis zur vollständigen Rückzahlung, sollte man eine Zinsbindung wählen, die diesen Zeitraum vollständig deckt", empfiehlt Robert Haselsteiner und ergänzt: "Dafür sprechen nicht nur die für langfristige Laufzeiten sehr günstigen Top-Konditionen von 4,38 bzw. 4,54 Prozent effektiv. Man vermeidet so zukünftig auch eine weitere Anschlussfinanzierung und das damit verbundene Risiko höherer Zinsen."

Tipp 5: Eigenkapitaleinsatz prüfen

Wer zum Beispiel auf dem Tagesgeldkonto Kapital verfügbar hat, sollte angesichts der wenig attraktiven Guthabenverzinsung prüfen, ob er dieses Vermögen zumindest teilweise für die Rückzahlung des Darlehens einsetzt. Denn das Zinsbindungsende ist der ideale Zeitpunkt, um durch eine Einmalzahlung die Kreditschuld ohne Zusatzkosten zu reduzieren. Positiver Nebeneffekt dabei: Über die verringerte Restschuld kann sich ein günstigeres Verhältnis von Objektwert zu Darlehenssumme ergeben - und das wiederum belohnen Banken mit noch niedrigeren Zinskonditionen.

Quelle: Interhyp AG

 

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