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Vorsicht Datenklau: Altpapiertonne ist eine Informationsquelle für Betrüger

Archivmeldung vom 09.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Altpapiertonne: Sammelbehälter für Privathaushalte in Bayern
Altpapiertonne: Sammelbehälter für Privathaushalte in Bayern

Foto: Rob Irgendwer
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ob Kreditkartennummer, Kontonummer oder Geburtsdatum: Solche persönlichen Informationen gehören nicht in fremde Hände. Doch wer Dokumente mit vertraulichen Daten achtlos in die Altpapiertonne wirft, macht es Betrügern leicht. "Für Einkäufe im Internet genügen nur wenige Informationen", warnt Dr. Roland Weiß, Sicherheitsexperte beim Infocenter der R+V Versicherung. "Zudem gibt es Datendiebe, die persönliche Informationen zu Werbezwecken verkaufen." Er rät deshalb, Altpapier vor der Entsorgung zu prüfen und im Zweifelsfall lieber zu zerkleinern.

Fast jeder dritte Deutsche hat Angst davor, Opfer eines Betrugs zu werden. Das zeigt die repräsentative R+V-Studie "Die Ängste der Deutschen". Dennoch gehen viele leichtsinnig mit ihren persönlichen Daten um: "Wer Kontoauszüge, Nebenkostenabrechnungen oder Lebensläufe unzerkleinert in die Altpapiertonne wirft, handelt fahrlässig", so R+V-Experte Dr. Weiß.

Für Betroffene hat der Datendiebstahl meist äußerst unangenehme Folgen, etwa finanzielle Verluste durch falsche Konto-Abbuchungen. Wer ungewöhnliche Kontobewegungen bemerkt, sollte sich deshalb umgehend an seine Bank wenden und bei der Polizei Anzeige erstatten.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:

  • Am sichersten ist es, Briefe und Kontoauszüge zu schreddern. Wer Papiere nur einmal in der Mitte durchreißt, macht die Daten damit nicht unkenntlich.
  • Kreditkarten oder Datenträger mit persönlichen Daten ebenfalls zerstören, damit Betrüger die darauf enthaltenen Informationen nicht mehr benutzen können.
  • Für Datensammler sind selbst kleinste Hinweise wertvoll, etwa die Art der Krankenversicherung oder Vorlieben beim Einkaufen. Deshalb sollten Verbraucher nie ungeöffnete Briefe in die Altpapiertonne werfen.

Quelle: R+V-Infocenter (ots)

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