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Europäische Flughäfen nehmen Fahrt auf, Deutschland bleibt zurück

Archivmeldung vom 05.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Flughafen München „Franz Josef Strauß“
Flughafen München „Franz Josef Strauß“

Foto: User:My name
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Heute trafen sich die Vorstände und Geschäftsführer der deutschen Flughäfen zu ihrer Frühjahrsitzung in Stuttgart. Ein zentrales Thema - der Infrastrukturausbau an deutschen Flughäfen. Zahlreiche Länder in Europa sind Deutschland voraus - die Infrastrukturprojekte der europäischen Flughäfen rütteln auf.

In Deutschland drohen an den Flughäfen hingegen Kapazitätsengpässe. Erweiterungsprojekte müssen auch hierzulande beherzt angegangen werden. Ein Grund für den Flughafenverband ADV, die Verkehrspolitiker in Bund und Ländern zur Entschlossenheit aufzurufen. An etlichen europäischen Flughafenstandorten wie beispielsweise in England, Frankreich, Österreich und der Schweiz befinden sich Großprojekte zur Infrastrukturerweiterung in der Planung bzw. konsequenten Umsetzung. Aktuell zieht die Türkei mit einem Megaprojekt nach: Turkish Airlines zieht vom Atatürk-Airport zum neuen Großflughafen in Istanbul um. Streckenziele und Vernetzung werden am Bosporus im globalen Maßstab ausgebaut. Es entsteht der größte Flughafen der Welt.

"Es ist dringend geboten, dass auch die deutschen Flughäfen bedarfsgerecht wachsen und erforderliche Infrastrukturmaßnahmen realisieren können. Kräftig wachsende Luftverkehrsnachfrage und steigendes Passagieraufkommen bei gleichbleibenden Kapazitäten und guter Pünktlichkeit - diese Rechnung geht über die nächsten Jahre nicht auf. Komfort und Service für die Passagiere bleiben ohne Zukunftsvorsorge auf der Strecke. Die politisch Verantwortlichen müssen jetzt reagieren und die notwendigen Kapazitäten am Boden und in der Luft genehmigen", argumentiert Dr. Stefan Schulte, Präsident des Flughafenverbandes ADV. "Wenn die deutschen Flughäfen hier nicht nachziehen dürfen, wird der Wirtschafts- und Logistikstandort Deutschland beschädigt", betont Schulte.

Tatsächlich steigt die Nachfrage der Reisenden weiter. Für 2030 erwarten die deutschen ADV-Flughäfen über 300 Mio. Passagiere - das sind über 55 Mio. mehr als 2018. Trotz des Einsatzes größerer Flugzeuge ist die Wirkung des Sitzladefaktors endlich. Zusätzliche Kapazitätserweiterungen sind unausweichlich, sollen das zunehmende Mobilitätsbedürfnis der Menschen und die hohe Nachfrage nach Warentransporten mit guter Qualität erfüllt werden.

Die großen systemrelevanten Drehkreuze mit einem hohen Umsteigeanteil sowie die großen internationalen Verkehrsflughäfen bedürfen der klaren Unterstützung durch die Bundesregierung. Kleinere und mittlere Flughäfen, die entscheidende Zubringer- und Entlastungsfunktionen im deutschen polyzentrischen Flughafensystem übernehmen, sind ebenfalls auf ein deutliches Bekenntnis der Bundes- und Landespolitik angewiesen.

Quelle: ADV Deutsche Verkehrsflughäfen (ots)

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