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Deutsche Bank für baldiges Lockdown-Ende

Archivmeldung vom 14.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main; im Volksmund werden die beiden Hochhäuser auch als „Soll und Haben“ bezeichnet.
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main; im Volksmund werden die beiden Hochhäuser auch als „Soll und Haben“ bezeichnet.

Foto: Jürgen Matern
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Chefökonom der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau, spricht sich für ein baldiges Ende des Lockdowns in Deutschland aus. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein: Bliebe Deutschland nach dem 30. April noch mal vier Wochen geschlossen, kämen horrende Kosten von weiteren 150 bis 200 Milliarden Euro auf das Land zu, und zwar nur für den Monat Mai", sagte er der "Welt am Sonntag".

Bestünde der Lockdown noch länger, würden die Kosten exponentiell steigen. "Deshalb ist es dringend anzuraten, Deutschland ab Ende April schrittweise wieder zu öffnen." Grundsätzlich seien die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Pandemie aber sehr zu begrüßen. "Hätte Deutschland einfach gewartet, bis die gesamte Bevölkerung immunisiert ist, dann hätte das wohl mindestens eine halbe Million Menschen das Leben gekostet", sagte Folkerts-Landau.

Auch die Rettungsprogramme der Regierung und der Notenbanken hält der Deutsche-Bank-Ökonom für angemessen. Allerdings sei in der Folge mit einer steigenden Neuverschuldung zu rechnen. In Deutschland könne die Schuldenquote von aktuell unter 60 "auf 80 oder 90 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen", prognostizierte er. Der bisherige Rekordwert lag bei 81,8 Prozent im Jahr 2010. Für Europa mahnte er mehr Solidarität an. Allerdings seien Eurobonds das falsche Instrument. "Eurobonds sind nicht die Lösung." Das sei der völlig falsche W eg. "Es ist den Steuerzahlern der nördlichen Euro-Länder nicht zuzumuten, nun auch noch die Last der italienischen Schulden zu schultern", sagte Folkerts-Landau. Italien brauche dringend Reformen, um ein effizienteres Wirtschaftssystem aufzubauen. "Dafür braucht es die richtigen Anreize - etwa in Form eines Hilfsprogramms mit entsprechenden Auflagen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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