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Jeder sechste Arbeitnehmer in der Europäischen Union ist Niedriglohnempfänger

Archivmeldung vom 08.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: "obs/EUROSTAT"
Bild: "obs/EUROSTAT"

Im Jahr 2014 waren 17,2% der Arbeitnehmer in der Europäischen Union (EU) Niedriglohnempfänger. Das bedeutet, dass ihr Bruttostundenverdienst zwei Drittel oder weniger des nationalen Medianverdienstes betrug.

In Bezug auf die Anteile von Niedriglohnempfängern bestehen große Unterschiede zwischen Männern (21,1% bei Frauen gegenüber 13,5% bei Männern in der EU). Zudem zählte fast ein Drittel (30,1%) der Arbeitnehmer unter 30 Jahren zu den Niedrigverdienern, gegenüber 14% oder weniger in den Altersgruppen zwischen 30 und 59.

Diese von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlichten Daten basieren auf den jüngsten Ergebnissen der alle vier Jahre durchgeführten Verdienststrukturerhebung.

Die höchsten Anteile von Niedriglohnempfängern wurden in Lettland (25,5%), Rumänien (24,4%), Litauen (24,0%) und Polen (23,6%) verzeichnet, gefolgt von Estland (22,8%), Deutschland (22,5%), Irland (21,6%) und dem Vereinigten Königreich (21,3%). Dahingegen waren weniger als 10% der Arbeitnehmer in Schweden (2,6%), Belgien (3,8%), Finnland (5,3%), Dänemark (8,6%), Frankreich (8,8%) und Italien (9,4%) Niedriglohnempfänger.

Ausgedrückt in Kaufkraftstandards (KKS) war der höchste Median-Bruttostundenverdienst in Bezug auf die einzelnen Mitgliedstaaten fünfmal höher als der niedrigste. So wurden die höchsten Median-Bruttostundenverdienste in Dänemark (18,5 KKS) und Irland (18,4 KKS) verzeichnet, vor Belgien (15,4 KKS), Deutschland und Luxemburg (je 15,0 KKS), den Niederlanden und Schweden (je 14,5 KKS). Im Gegensatz dazu wurden die niedrigsten Median-Bruttostundenverdienste in KKS in Bulgarien (3,6 KKS) und Rumänien (4,0 KKS) registriert, gefolgt von Lettland (5,0 KKS) und Litauen (5,1 KKS).

Die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten sind sogar noch ausgeprägter, wenn der Median-Bruttostundenverdienst in Euro ausgedrückt wird. Der höchste Median-Bruttostundenverdienst in Euro wurde in Dänemark (25,5 Euro) verzeichnet, vor Irland (20,2 Euro), Schweden (18,5 Euro), Luxemburg (18,4 Euro), Belgien (17,3 Euro) und Finnland (17,2 Euro). Im Gegensatz dazu wurden die niedrigsten Median-Bruttostundenverdienste in Bulgarien (1,7 Euro) und Rumänien (2,0 Euro) registriert.

Quelle: EUROSTAT (ots)

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